Porta Westfalica

MT-Interview mit Christian Riechmann: Aus der Möbel-Dynastie zum Model-Macher

Christine Riechmann

Telefon am Ohr und Smartphone in der Hand: Christian Riechmann ist rund um die Uhr erreichbar. - © pr
Telefon am Ohr und Smartphone in der Hand: Christian Riechmann ist rund um die Uhr erreichbar. (© pr)
Mit Model und Schauspielerin Lisa Tomaschewsky im Privat-Jet nach Sylt: Solche Ausflüge gehören nicht zum Alltagsgeschäft des Agentur-Chefs. - © pr
Mit Model und Schauspielerin Lisa Tomaschewsky im Privat-Jet nach Sylt: Solche Ausflüge gehören nicht zum Alltagsgeschäft des Agentur-Chefs. (© pr)

Porta Westfalica (mt). Er stammt aus der Möbel-Dynastie „Porta Möbel“, sein Großvater ist der Firmengründer Hermann Gärtner, seine Mutter, Birgit Gärtner, ist Geschäftsführende Gesellschafterin und auch sein Bruder Felix ist im Unternehmen. Christian Riechmann (32) ist einen anderen Weg gegangen: Seit Anfang April ist er alleiniger Inhaber der Hamburger Model-Agentur „Spin Model Management“.

Herr Riechmann, Sie haben mit Möbeln nichts am Hut?

Nein. Allerdings, wer modeinteressiert ist, der ist auch immer irgendwie an Einrichtungen interessiert, das hängt natürlich alles zusammen. Aber an dem Familienunternehmen war ich beruflich nicht interessiert.

Und das Faible für Mode war schon immer da?

Ja. Wo das herkommt, kann ich allerdings nicht erklären. Das kam einfach. Ich bin immer schon gern einkaufen gegangen – was ja für manche Männer ein absoluter Graus ist. Das Interesse an schönen Dingen war bei mir schon immer da.

In ihrem Job kommen Sie bestimmt viel rum, oder?

Ja, sehr viel. Ich reise mindestens einmal im Monat. Ich war in der vergangenen Woche in London, im Monat davor war ich in Paris.

Was reizt Sie an der großen, weiten Welt?

Naja, ich sage mal, der Gegensatz zu dem Leben, was man in Minden lebt: neue Leute treffen, ein bisschen mehr Internationalität, Facettenreichtum, viele Möglichkeiten. Ich mag gerne Veränderungen und ich mag gerne diese Schnellebigkeit, die Metropolen mit sich bringen.

Wie muss man sich das Leben in der Modewelt vorstellen? Was macht man, wenn man eine Model-Agentur leitet?

Grundsätzlich sage ich immer: Es ist nicht wie bei Heidi Klum und „Germanys Next Topmodel“. Das ist ein Showprogramm. Ich manage Talente und vermittle zwischen dem Kunden und meinem Model. Da agiere ich als Interessenvertreter des Models, das heißt, ich kümmere mich darum, dass die Gage stimmt und in einem Verhältnis zur Nutzung der entstehenden Bilder steht. Ein ganz wesentlicher Teil besteht darin, aus einem Mädchen ein Model zu machen. Neben viel psychologischer Vorbereitungsarbeit, auch in Kooperation mit den Eltern, gehört zum Beispiel auch dazu, dass die Mädchen lernen auf hohen Schuhen zu laufen.

Wie bringen Sie das den Mädchen bei?

Wir geben immer den Tipp, in den Schuhen das Kinderzimmer aufzuräumen. Da liegt rechts was, da liegt links was und wenn die dabei ihre Konfirmationsschuhe anhaben, das sind ja meistens die ersten hohen Schuhe eines Mädchens, dann lernen sie das Gleichgewicht darauf zu halten und irgendwann können wir dann auch am Walk arbeiten. Sie hören schon: Das ganze ist sehr facettenreich und ich könnte noch zehn weitere Aspekte meiner täglichen Arbeit nennen. Es ist wahnsinnig spannend, es geht um vertragliche Dinge, unwahrscheinlich viel menschliche Arbeit – weswegen ich meinen Job so liebe – und zusätzlich hat es auch viel mit Zahlen zu tun: Ich muss verhandeln. Es ist nie langweilig.

Von außen betrachtet, erscheint die Mode-Welt leicht und unbeschwert.

Nein, sie ist hart, ich arbeite sieben Tage die Woche 24 Stunden, ich bin immer erreichbar, es gibt keine Zeit, in der Sie mich nicht auf meinem Mobiltelefon erreichen. Ich bekomme ungefähr 150 E-Mails am Tag, die ich in der Regel auch am selben Tag beantworte, und wir haben, da wir international arbeiten, mit den Zeitzonen zu kämpfen. Das sind schon alles Nachteile.

Aber irgendetwas muss doch auch Spaß machen?

Wenn man in den Bereich kommt, wo es wirklich um Talent-Management geht, um den Werdegang eines Talents, dann macht das großen Spaß. Ich manage zum Beispiel die junge Schauspielerin Lisa Tomaschewsky, die bereits für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war und als Hauptdarstellerin mit der Serie „Deutschland 83“ den internationalen Emmy Award gewonnen hat. Für sie mache ich die gesamte Pressearbeit. Aktuell hat sie mit Matthias Schweighöfer und Til Schweiger den Film „Hot Dog“ gedreht, da komme ich mit zur Premiere, da passe ich auf, dass ihr niemand zu nahe kommt oder unerwünschte Fragen stellt – das macht schon Spaß. Da lernt man wahnsinnig interessante Leute kennen und nach so einer Veranstaltung an der Bar noch ein Bier mit Schweighöfer und Schweiger zu trinken – das ist für mich schon ein Erlebnis.

Mit Lisa bin ich zum Beispiel auch mal nach Sylt mit dem Privat-Jet eingeflogen worden. Das ist wohl so das Leben, was man sich vorstellt, wenn man an die Branche denkt. Und ja: Das gibt es und das macht auch großen Spaß. Aber wobei mir das Herz aufgeht, ist eben ein Mädchen auf seinem Werdegang bis zum weltbekannten Model zu begleiten.

Wie sieht ein Model aktuell aus?

Erstmal muss ich sagen, dass die Modebranche unheimlich gesund geworden ist. Es gibt nicht mehr diesen Heroin-Chick mit den zu dünnen Models. Auch international gibt es ganz klare Vorschriften in Sachen Body-Mass-Index. In Paris braucht man zum Beispiel ein ärztliches Zertifikat, dass man einen gesunden Body-Mass-Index hat, in Mailand arbeitet man mit den Maßen, die stimmen müssen. Wenn ein Mädchen zu dünn ist, darf es an den Shows und Castings per Gesetz nicht teilnehmen. Gesundes Leben wird auch in der Mode-Welt immer mehr groß geschrieben – was ich sehr, sehr gut finde.

Ansonsten muss man zwischen dem deutschen und internationalen Markt schon unterscheiden. Bei uns ist es immer noch die wunderschöne Frau Antje mit den blonden Haaren von nebenan, mit der sich jeder identifizieren kann. Im Ausland werden stärkere Gesichter und Typen gefragt – weil man damit natürlich auch großen Marken ein Gesicht geben will.

Was macht das mit einem Menschen, wenn er sich fast ausschließlich mit Schönheit und Äußerlichkeiten befasst?

Es macht einen demütig und führt dazu, dass ich nicht ein Model in meinem Freundeskreis habe. Ich habe auch keine Beziehungen mit Models – was ja auch gerne unterstellt wird. Das macht alles Spaß, aber für mich ist es auch eine wahnsinnige Bereicherung mich mit anderen Leuten zu unterhalten, die etwas ganz anderes machen. Weil: Wir arbeiten und befinden uns in einer Blase. Wenn eine große Marke für eine neue Kampagne castet, dann fliegen die zum Live-Casting zehn Mädchen aus der ganzen Welt ein, teilweise mit Business-Class-Tickets, und eine bekommt dann den Job. Das ist also alles so aufgebläht. Wenn morgen Krieg herrscht, bin ich der Erste, der arbeitslos ist. Und nach dem Krieg brauchen die Menschen irgendwann zum Beispiel wieder Möbel. Bis die aber wieder Models brauchen und so eine affektierte, aufgesetzte Branche akzeptieren, wie die, in der ich arbeite – das wird dauern.

Waren Sie immer so reflektiert?

Nein. Ich mache den Job jetzt seit über zehn Jahren und die Branche ist so, dass man sich in ihr auch verlieren kann und denkt, Ach, wir sind alle die Tollsten und die Wichtigsten und ohne uns geht gar nichts. Irgendwann kam aber so eine Selbsteinsicht und die Erkenntnis über die Branche, dass das zwar alles sehr viel Spaß macht und ich das Spiel auch von Herzen gerne mitspiele. Aber wenn ich mein Büro abschließe und rausgehe, dann treffe ich mich mit Freunden, die nichts damit zu tun haben und verbringe mein Leben ganz anders.

Was machen Sie dann?

Dann fahre ich zum Beispiel zu meinem Pferd und reite in der Gegend rum – das sind übrigens die einzigen 45 Minuten am Tag, an denen ich nicht ans Telefon gehe. Schickimicki, Küsschen links und Küsschen rechts, Privat-Jet nach Sylt und Til Schweiger hier und Matthias Schweighöfer dort – das ist alles toll und schön, aber es ist auch schön, da rauszutreten.

Zum Beispiel nach Minden? Sind Sie noch oft in der alten Heimat?

Ich bin gerne in Minden, ich habe natürlich noch meine Familie dort, mit der ich eng verbunden bin und die mir sehr am Herzen liegt. Allerdings sehr selten, was auch an meiner Selbstständigkeit liegt. Ich sage immer, wenn ich jetzt kein Geld verdiene und fleißig bin, wann soll ich das denn sonst machen? Und wenn ich dann mal ein freies Wochenende habe, lege ich mich auch mal ganz gerne auf die Couch.

Ich muss aber auch sagen: Zwei Nächte in Minden sind wunderschön, ich treffe sehr gerne alte Freunde, die ich immer noch in Minden habe, mit denen ich eng verbunden bin. Aber nach zwei Tagen fällt mir die Decke auf den Kopf und ich muss ganz schnell wieder zurück.

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Porta WestfalicaMT-Interview mit Christian Riechmann: Aus der Möbel-Dynastie zum Model-MacherChristine RiechmannPorta Westfalica (mt). Er stammt aus der Möbel-Dynastie „Porta Möbel“, sein Großvater ist der Firmengründer Hermann Gärtner, seine Mutter, Birgit Gärtner, ist Geschäftsführende Gesellschafterin und auch sein Bruder Felix ist im Unternehmen. Christian Riechmann (32) ist einen anderen Weg gegangen: Seit Anfang April ist er alleiniger Inhaber der Hamburger Model-Agentur „Spin Model Management“. Herr Riechmann, Sie haben mit Möbeln nichts am Hut? Nein. Allerdings, wer modeinteressiert ist, der ist auch immer irgendwie an Einrichtungen interessiert, das hängt natürlich alles zusammen. Aber an dem Familienunternehmen war ich beruflich nicht interessiert. Und das Faible für Mode war schon immer da? Ja. Wo das herkommt, kann ich allerdings nicht erklären. Das kam einfach. Ich bin immer schon gern einkaufen gegangen – was ja für manche Männer ein absoluter Graus ist. Das Interesse an schönen Dingen war bei mir schon immer da. In ihrem Job kommen Sie bestimmt viel rum, oder? Ja, sehr viel. Ich reise mindestens einmal im Monat. Ich war in der vergangenen Woche in London, im Monat davor war ich in Paris. Was reizt Sie an der großen, weiten Welt? Naja, ich sage mal, der Gegensatz zu dem Leben, was man in Minden lebt: neue Leute treffen, ein bisschen mehr Internationalität, Facettenreichtum, viele Möglichkeiten. Ich mag gerne Veränderungen und ich mag gerne diese Schnellebigkeit, die Metropolen mit sich bringen. Wie muss man sich das Leben in der Modewelt vorstellen? Was macht man, wenn man eine Model-Agentur leitet? Grundsätzlich sage ich immer: Es ist nicht wie bei Heidi Klum und „Germanys Next Topmodel“. Das ist ein Showprogramm. Ich manage Talente und vermittle zwischen dem Kunden und meinem Model. Da agiere ich als Interessenvertreter des Models, das heißt, ich kümmere mich darum, dass die Gage stimmt und in einem Verhältnis zur Nutzung der entstehenden Bilder steht. Ein ganz wesentlicher Teil besteht darin, aus einem Mädchen ein Model zu machen. Neben viel psychologischer Vorbereitungsarbeit, auch in Kooperation mit den Eltern, gehört zum Beispiel auch dazu, dass die Mädchen lernen auf hohen Schuhen zu laufen. Wie bringen Sie das den Mädchen bei? Wir geben immer den Tipp, in den Schuhen das Kinderzimmer aufzuräumen. Da liegt rechts was, da liegt links was und wenn die dabei ihre Konfirmationsschuhe anhaben, das sind ja meistens die ersten hohen Schuhe eines Mädchens, dann lernen sie das Gleichgewicht darauf zu halten und irgendwann können wir dann auch am Walk arbeiten. Sie hören schon: Das ganze ist sehr facettenreich und ich könnte noch zehn weitere Aspekte meiner täglichen Arbeit nennen. Es ist wahnsinnig spannend, es geht um vertragliche Dinge, unwahrscheinlich viel menschliche Arbeit – weswegen ich meinen Job so liebe – und zusätzlich hat es auch viel mit Zahlen zu tun: Ich muss verhandeln. Es ist nie langweilig. Von außen betrachtet, erscheint die Mode-Welt leicht und unbeschwert. Nein, sie ist hart, ich arbeite sieben Tage die Woche 24 Stunden, ich bin immer erreichbar, es gibt keine Zeit, in der Sie mich nicht auf meinem Mobiltelefon erreichen. Ich bekomme ungefähr 150 E-Mails am Tag, die ich in der Regel auch am selben Tag beantworte, und wir haben, da wir international arbeiten, mit den Zeitzonen zu kämpfen. Das sind schon alles Nachteile. Aber irgendetwas muss doch auch Spaß machen? Wenn man in den Bereich kommt, wo es wirklich um Talent-Management geht, um den Werdegang eines Talents, dann macht das großen Spaß. Ich manage zum Beispiel die junge Schauspielerin Lisa Tomaschewsky, die bereits für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war und als Hauptdarstellerin mit der Serie „Deutschland 83“ den internationalen Emmy Award gewonnen hat. Für sie mache ich die gesamte Pressearbeit. Aktuell hat sie mit Matthias Schweighöfer und Til Schweiger den Film „Hot Dog“ gedreht, da komme ich mit zur Premiere, da passe ich auf, dass ihr niemand zu nahe kommt oder unerwünschte Fragen stellt – das macht schon Spaß. Da lernt man wahnsinnig interessante Leute kennen und nach so einer Veranstaltung an der Bar noch ein Bier mit Schweighöfer und Schweiger zu trinken – das ist für mich schon ein Erlebnis. Mit Lisa bin ich zum Beispiel auch mal nach Sylt mit dem Privat-Jet eingeflogen worden. Das ist wohl so das Leben, was man sich vorstellt, wenn man an die Branche denkt. Und ja: Das gibt es und das macht auch großen Spaß. Aber wobei mir das Herz aufgeht, ist eben ein Mädchen auf seinem Werdegang bis zum weltbekannten Model zu begleiten. Wie sieht ein Model aktuell aus? Erstmal muss ich sagen, dass die Modebranche unheimlich gesund geworden ist. Es gibt nicht mehr diesen Heroin-Chick mit den zu dünnen Models. Auch international gibt es ganz klare Vorschriften in Sachen Body-Mass-Index. In Paris braucht man zum Beispiel ein ärztliches Zertifikat, dass man einen gesunden Body-Mass-Index hat, in Mailand arbeitet man mit den Maßen, die stimmen müssen. Wenn ein Mädchen zu dünn ist, darf es an den Shows und Castings per Gesetz nicht teilnehmen. Gesundes Leben wird auch in der Mode-Welt immer mehr groß geschrieben – was ich sehr, sehr gut finde. Ansonsten muss man zwischen dem deutschen und internationalen Markt schon unterscheiden. Bei uns ist es immer noch die wunderschöne Frau Antje mit den blonden Haaren von nebenan, mit der sich jeder identifizieren kann. Im Ausland werden stärkere Gesichter und Typen gefragt – weil man damit natürlich auch großen Marken ein Gesicht geben will. Was macht das mit einem Menschen, wenn er sich fast ausschließlich mit Schönheit und Äußerlichkeiten befasst? Es macht einen demütig und führt dazu, dass ich nicht ein Model in meinem Freundeskreis habe. Ich habe auch keine Beziehungen mit Models – was ja auch gerne unterstellt wird. Das macht alles Spaß, aber für mich ist es auch eine wahnsinnige Bereicherung mich mit anderen Leuten zu unterhalten, die etwas ganz anderes machen. Weil: Wir arbeiten und befinden uns in einer Blase. Wenn eine große Marke für eine neue Kampagne castet, dann fliegen die zum Live-Casting zehn Mädchen aus der ganzen Welt ein, teilweise mit Business-Class-Tickets, und eine bekommt dann den Job. Das ist also alles so aufgebläht. Wenn morgen Krieg herrscht, bin ich der Erste, der arbeitslos ist. Und nach dem Krieg brauchen die Menschen irgendwann zum Beispiel wieder Möbel. Bis die aber wieder Models brauchen und so eine affektierte, aufgesetzte Branche akzeptieren, wie die, in der ich arbeite – das wird dauern. Waren Sie immer so reflektiert? Nein. Ich mache den Job jetzt seit über zehn Jahren und die Branche ist so, dass man sich in ihr auch verlieren kann und denkt, Ach, wir sind alle die Tollsten und die Wichtigsten und ohne uns geht gar nichts. Irgendwann kam aber so eine Selbsteinsicht und die Erkenntnis über die Branche, dass das zwar alles sehr viel Spaß macht und ich das Spiel auch von Herzen gerne mitspiele. Aber wenn ich mein Büro abschließe und rausgehe, dann treffe ich mich mit Freunden, die nichts damit zu tun haben und verbringe mein Leben ganz anders. Was machen Sie dann? Dann fahre ich zum Beispiel zu meinem Pferd und reite in der Gegend rum – das sind übrigens die einzigen 45 Minuten am Tag, an denen ich nicht ans Telefon gehe. Schickimicki, Küsschen links und Küsschen rechts, Privat-Jet nach Sylt und Til Schweiger hier und Matthias Schweighöfer dort – das ist alles toll und schön, aber es ist auch schön, da rauszutreten. Zum Beispiel nach Minden? Sind Sie noch oft in der alten Heimat? Ich bin gerne in Minden, ich habe natürlich noch meine Familie dort, mit der ich eng verbunden bin und die mir sehr am Herzen liegt. Allerdings sehr selten, was auch an meiner Selbstständigkeit liegt. Ich sage immer, wenn ich jetzt kein Geld verdiene und fleißig bin, wann soll ich das denn sonst machen? Und wenn ich dann mal ein freies Wochenende habe, lege ich mich auch mal ganz gerne auf die Couch. Ich muss aber auch sagen: Zwei Nächte in Minden sind wunderschön, ich treffe sehr gerne alte Freunde, die ich immer noch in Minden habe, mit denen ich eng verbunden bin. Aber nach zwei Tagen fällt mir die Decke auf den Kopf und ich muss ganz schnell wieder zurück.