Barkhausen

FDP zeichnet Hans-Martin Polte mit Ehrennadel aus

Carsten Korfesmeyer

Hans-Martin Polte (Mitte) freut sich über die Ehrennadel. Martin Bierwirth (von links), Cornelia Müller-Dieker, Kai Abruszat und Christian Sauter (MdB) zählen zu den Gratulanten. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Hans-Martin Polte (Mitte) freut sich über die Ehrennadel. Martin Bierwirth (von links), Cornelia Müller-Dieker, Kai Abruszat und Christian Sauter (MdB) zählen zu den Gratulanten. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Porta Westfalica-Barkhausen (mt). Hans-Martin Polte (FDP) ist am Samstag mit der Ehrennadel der Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker (VLK) geehrt worden. Vorsitzender Kai Abruszat überreichte dem 79-Jährigen die seltene Auszeichnung während des Parteitags der Portaner FDP im Barkhauser Business-Center. „Sie ist unser Dank für deine großen Leistungen“, sagte der VLK-Chef. Über 44 Jahre prägte Polte die heimische Kommunalpolitik. Aus Altersgründen zog er sich Anfang des Jahres aus ihr zurück (MT vom 3. Januar).

Der Geehrte gilt als Urgestein und bekleidete über lange Zeit viele verantwortungsvolle Ämter in zahlreichen Gremien. 1974 kandidierte Polte zum ersten Mal für den Portaner Stadtrat – und gewann seinen Wahlbezirk in Hausberge auf Anhieb. Diesen Erfolg konnte der hauptberufliche Lehrer 1979, 1984, 1989, 1994 und 1999 wiederholen. Lange prägte der Kommunalpolitiker auch die FDP-Politik im Kreistag. In seiner Laudatio ging Abruszat vor allem auf die Art und Weise ein, mit der Polte seine ehrenamtliche Politik machte. „Immer mit einem hohen Anspruch, Integrität und vor allem sehr viel Menschlichkeit. Polte, der sich über die Auszeichnung erkennbar freute, versprach auch weiterhin ein kritischer Beobachter der heimischen Politik zu sein.

Inhaltlich setzte sich der FDP-Parteitag vor allem mit der aktuellen Portaner Politik auseinander. Nachdem Bürgermeister Bernd Hedtmann angekündigt hatte, 2020 nicht erneut für das Amt des Stadtoberhaupts zu kandidieren, kann sich Vorsitzender Martin Bierwirth „durchaus vorstellen, wieder mit einem eigenen Kandidaten anzutreten“. Möglich sei auch, sich gemeinsam mit der CDU auf einen Bewerber zu einigen. „Wir werden diese Entscheidung mit der gebotenen Ruhe und Sorgfalt treffen“, sagte Bierwirth. Ähnlich äußerte sich auch Fraktionschefin Cornelia Müller-Dieker – und beide stellten der Rot-Grünen Ratsmehrheit ein schlechtes Zeugnis aus. In der Schulpolitik habe sie eine schlechte Figur gemacht und nach der Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals habe sich gezeigt, dass viele Probleme nicht rechtzeitig angepackt wurden. „Beispielsweise die Verkehrsführung“, sagte Müller-Dieker.

In der Veranstaltung, an der auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Sauter teilnahm, bezeichnete die Fraktionschef das Jahr 2017 als sehr arbeitsintensiv. „Ich hätte damals nicht gedacht, dass 2018 noch härter würde.“ Zu tun gebe es in Porta zurzeit einiges.

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BarkhausenFDP zeichnet Hans-Martin Polte mit Ehrennadel ausCarsten KorfesmeyerPorta Westfalica-Barkhausen (mt). Hans-Martin Polte (FDP) ist am Samstag mit der Ehrennadel der Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker (VLK) geehrt worden. Vorsitzender Kai Abruszat überreichte dem 79-Jährigen die seltene Auszeichnung während des Parteitags der Portaner FDP im Barkhauser Business-Center. „Sie ist unser Dank für deine großen Leistungen“, sagte der VLK-Chef. Über 44 Jahre prägte Polte die heimische Kommunalpolitik. Aus Altersgründen zog er sich Anfang des Jahres aus ihr zurück (MT vom 3. Januar). Der Geehrte gilt als Urgestein und bekleidete über lange Zeit viele verantwortungsvolle Ämter in zahlreichen Gremien. 1974 kandidierte Polte zum ersten Mal für den Portaner Stadtrat – und gewann seinen Wahlbezirk in Hausberge auf Anhieb. Diesen Erfolg konnte der hauptberufliche Lehrer 1979, 1984, 1989, 1994 und 1999 wiederholen. Lange prägte der Kommunalpolitiker auch die FDP-Politik im Kreistag. In seiner Laudatio ging Abruszat vor allem auf die Art und Weise ein, mit der Polte seine ehrenamtliche Politik machte. „Immer mit einem hohen Anspruch, Integrität und vor allem sehr viel Menschlichkeit. Polte, der sich über die Auszeichnung erkennbar freute, versprach auch weiterhin ein kritischer Beobachter der heimischen Politik zu sein. Inhaltlich setzte sich der FDP-Parteitag vor allem mit der aktuellen Portaner Politik auseinander. Nachdem Bürgermeister Bernd Hedtmann angekündigt hatte, 2020 nicht erneut für das Amt des Stadtoberhaupts zu kandidieren, kann sich Vorsitzender Martin Bierwirth „durchaus vorstellen, wieder mit einem eigenen Kandidaten anzutreten“. Möglich sei auch, sich gemeinsam mit der CDU auf einen Bewerber zu einigen. „Wir werden diese Entscheidung mit der gebotenen Ruhe und Sorgfalt treffen“, sagte Bierwirth. Ähnlich äußerte sich auch Fraktionschefin Cornelia Müller-Dieker – und beide stellten der Rot-Grünen Ratsmehrheit ein schlechtes Zeugnis aus. In der Schulpolitik habe sie eine schlechte Figur gemacht und nach der Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals habe sich gezeigt, dass viele Probleme nicht rechtzeitig angepackt wurden. „Beispielsweise die Verkehrsführung“, sagte Müller-Dieker. In der Veranstaltung, an der auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Sauter teilnahm, bezeichnete die Fraktionschef das Jahr 2017 als sehr arbeitsintensiv. „Ich hätte damals nicht gedacht, dass 2018 noch härter würde.“ Zu tun gebe es in Porta zurzeit einiges.