Die Rundgänge führen vom Kaiserhof über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der KZ-Häftlinge. Auch der Jakobsberg bildet eines Station. Die erste Führung 2019 startet am morgigen Samstag. Foto: pr - © pr
Die Rundgänge führen vom Kaiserhof über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der KZ-Häftlinge. Auch der Jakobsberg bildet eines Station. Die erste Führung 2019 startet am morgigen Samstag. Foto: pr (© pr)

Porta Westfalica

Führungen über ehemalige KZ-Porta-Außenanlagen werden fortgesetzt

veröffentlicht

Porta Westfalica (mt/dh). Der Verein KZ-Gedenk-und-Dokumentationsstätte Porta Westfalica bietet 2019 auch an mehreren Sonntagen Rundgänge an. Die Gästeführer des Vereins haben für die Zeit von Januar bis Ende April insgesamt 15 Termine festgelegt.

Wie im vergangenen Jahr sind die Experten am zweiten und vierten Samstag eins Monats unterwegs, Der Auftakt erfolgt morgen (12. Januar) um 11 Uhr am früheren Hotel Kaiserhof in Barkhausen. Darüber hinaus werden auch die zweiten und vierten Sonntage im Monat mit ins Programm aufgenommen – mit einer Ausnahme: Diesen Sonntag, 13. Januar, ist noch keine Führung.

Die Termine in der Übersicht: Samstag, 12. und 26. Januar, sowie Sonntag, 27. Januar; Samstag, 9. und 23. Februar, sowie Sonntag 10. und 24. Februar; Samstag, 9. und 23. März, sowie Sonntag, 10. und 24. März; Samstag, 13. und 27. April sowie Sonntag, 14. und 28. April. Beginn ist jeweils um 11 Uhr.

Wie der Verein mitteilt, ist eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber erwünscht, um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können. Die Anmeldung kann per Email an rundgaenge@gedenkstaette-porta.de erfolgen..

In der zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg. Eine zentrale Rolle in den Vorträgen spielt das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren.

Speziell qualifizierte Gästeführer leiten die Rundgänge. Sie haben sich mit der Portaner KZ-Geschichte intensiv auseinandergesetzt und werden kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet, berichte der Verein.

Die Rundgänge führen vom Kaiserhof aus über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge.

Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf und wieder hinunter geht, sollten die Teilnehmenden trittsicher auf Wanderwegen sein und gutes Schuhwerk tragen. Der Vorplatz der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 wird während Führung besucht, nicht eingeschlossen ist jedoch eine Besichtigung der Anlage im Innern des Jakobsberges. Hierfür bietet der Verein spezielle Führungen an, zu der sich Interessenten unter dachs1@gedenkstaette-porta.de separat anmelden kann.

Der Verein organisiert regelmäßige Rundgänge zu den Lebens- und Arbeitsorten KZ- Häftlinge seit dem vorigen Herbst. Annähernd 250 Männer und Frauen haben an zehn Rundgängen teilgenommen, berichtet Thomas Lange, Geschäftsführer des Vereins: „Wir hatten ein großes Interesse erwartet und sechs Termine ab Oktober bis kurz vor Weihnachten eingeplant. Doch unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen." Mit vier Zusatzterminen trug der Verein dem großen Interesse Rechnung und bietet nun auch sonntags die Rundgänge an.

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Porta WestfalicaFührungen über ehemalige KZ-Porta-Außenanlagen werden fortgesetztPorta Westfalica (mt/dh). Der Verein KZ-Gedenk-und-Dokumentationsstätte Porta Westfalica bietet 2019 auch an mehreren Sonntagen Rundgänge an. Die Gästeführer des Vereins haben für die Zeit von Januar bis Ende April insgesamt 15 Termine festgelegt. Wie im vergangenen Jahr sind die Experten am zweiten und vierten Samstag eins Monats unterwegs, Der Auftakt erfolgt morgen (12. Januar) um 11 Uhr am früheren Hotel Kaiserhof in Barkhausen. Darüber hinaus werden auch die zweiten und vierten Sonntage im Monat mit ins Programm aufgenommen – mit einer Ausnahme: Diesen Sonntag, 13. Januar, ist noch keine Führung. Die Termine in der Übersicht: Samstag, 12. und 26. Januar, sowie Sonntag, 27. Januar; Samstag, 9. und 23. Februar, sowie Sonntag 10. und 24. Februar; Samstag, 9. und 23. März, sowie Sonntag, 10. und 24. März; Samstag, 13. und 27. April sowie Sonntag, 14. und 28. April. Beginn ist jeweils um 11 Uhr. Wie der Verein mitteilt, ist eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, aber erwünscht, um die Teilnehmerzahl einschätzen zu können. Die Anmeldung kann per Email an rundgaenge@gedenkstaette-porta.de erfolgen.. In der zwei bis zweieinhalb Stunden dauernden Führung erhalten die Teilnehmenden fundierte Informationen über die drei Außenlager mit der Untertageverlagerung Dachs 1 im Jakobsberg. Eine zentrale Rolle in den Vorträgen spielt das Leiden der KZ-Häftlinge, die in den Lagern an der Porta Westfalica unter grausamen Bedingungen zur Arbeit gezwungen wurden und in erschütterndem Ausmaß Hunger, Krankheiten und Gewalt ausgesetzt waren. Speziell qualifizierte Gästeführer leiten die Rundgänge. Sie haben sich mit der Portaner KZ-Geschichte intensiv auseinandergesetzt und werden kontinuierlich auch im Hinblick auf wissenschaftlich gesicherte Fakten weitergebildet, berichte der Verein. Die Rundgänge führen vom Kaiserhof aus über die Weserbrücke zu den ehemaligen Arbeitsorten der Häftlinge am Jakobsberg. Der Rundgang endet am Mahnmal am Grünen Markt in Hausberge. Da es ein Stück des Weges den Jakobsberg hinauf und wieder hinunter geht, sollten die Teilnehmenden trittsicher auf Wanderwegen sein und gutes Schuhwerk tragen. Der Vorplatz der ehemaligen Untertageverlagerung Dachs 1 wird während Führung besucht, nicht eingeschlossen ist jedoch eine Besichtigung der Anlage im Innern des Jakobsberges. Hierfür bietet der Verein spezielle Führungen an, zu der sich Interessenten unter dachs1@gedenkstaette-porta.de separat anmelden kann. Der Verein organisiert regelmäßige Rundgänge zu den Lebens- und Arbeitsorten KZ- Häftlinge seit dem vorigen Herbst. Annähernd 250 Männer und Frauen haben an zehn Rundgängen teilgenommen, berichtet Thomas Lange, Geschäftsführer des Vereins: „Wir hatten ein großes Interesse erwartet und sechs Termine ab Oktober bis kurz vor Weihnachten eingeplant. Doch unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen." Mit vier Zusatzterminen trug der Verein dem großen Interesse Rechnung und bietet nun auch sonntags die Rundgänge an.