Hausberge

Kindergärten voll ausgelastet: Neubau bis 2020

Thomas Lieske

Porta Westfalica-Hausberge (mt). Eigentlich liegt die Auslastung schon längst bei 100 Prozent, erklärt Porta Westfalicas Jugendamtsleiter Jens Kütenbrink. Doch weil die Träger der verschiedenen Kindertagesstätten im Stadtgebiet mehr Plätze anbieten als sie müssten und damit ein künstliches Mehrangebot schaffen, steht auf dem Papier für Dezember 2018 ein Wert von 98,1 Prozent. Egal wie: Die Kitas in Porta Westfalica sind ausgelastet. Höchste Zeit also für weitere Plätze. Die sollen zum 1. August dieses Jahres in einem ersten Schritt mit einer neuen Waldkindergartengruppe entstehen, in einem zweiten Schritt spätestens zum 1. August 2020 mit dem Neubau einer Kita auf dem ehemaligen Minigolfplatz am Porta-Bad in Hausberge. Träger wird der Verein „Parität für Kinder“, an dessen Kita auch die Waldgruppe angegliedert werden soll.

Laut Kütenbrink können so bis 2020 maximal 75 neue Plätze in einer dann vierzügigen Kita entstehen. 16 davon für unter Dreijährige. Damit könnte die Gesamtzahl an Kitaplätzen in Porta Westfalica von jetzt 1.090 auf maximal 1.165 in dann 16 Kindertagesstätten wachsen. Parallel zu den Kitas, die alle in freier Trägerschaft sind, gebe es derzeit rund 40 Tagespflegeeinrichtungen mit insgesamt 170 Plätzen, „die das Angebot ergänzen“, sagt Kütenbrink – vor allem für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Der Minigolfplatz am Porta-Bad ist längst verwaist. Dort soll bis August 2020 ein Kita-Neubau entstehen, um die voll belegten Kitas im Stadtbereich zu entlasten. - © MT-Foto: Thomas Lieske
Der Minigolfplatz am Porta-Bad ist längst verwaist. Dort soll bis August 2020 ein Kita-Neubau entstehen, um die voll belegten Kitas im Stadtbereich zu entlasten. (© MT-Foto: Thomas Lieske)

Den Bedarf an weiteren Kitaplätzen hatte der Jugendhilfeausschuss im Verlauf des vergangenen Jahres erkannt. Zuvor hatten SPD und Grüne einen Prüfantrag zur Errichtung einer Waldkindergartengruppe gestellt. Beides mündet nun in dem Neubau der Kita am Minigolfplatz mit Angliederung der Waldgruppe. Der Verein „Parität für Kinder“ konnte mit seinem Konzept die politischen Gremien und die Elterninitiative für die Waldgruppe überzeugen. Jugendamtsleiter Kütenbrink schränkt die Euphorie aber noch ein wenig ein: „Hinsichtlich des Standes der Planung ist anzumerken, dass Jugendhilfeausschuss und Verwaltung ihre Arbeit zunächst getan haben und nunmehr die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Einrichtung an der genannten Örtlichkeit geschaffen werden müssen. Für die vorzeitige Inbetriebnahme der Waldkindergartengruppe, die zunächst für ein Jahr ein provisorisches Domizil am Porta-Bad beziehen soll, sind die entsprechenden Vorbereitungen in vollem Gange.“ Jetzt benötige man noch eine Mindestanzahl an Kindern, die ab 1. August dieses Jahres in die Waldgruppe aufgenommen werden wollen, ergänzt der Verwaltungsvertreter.

Volle Auslastung, faktische Überbelegung: Reicht der Neubau einer Kita aus, um den Bedarf in Porta Westfalica zu decken? „Zunächst gibt es keine Planungen zur Einrichtung weiterer Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen“, betont Jens Kütenbrink. Parallel werbe die Stadt aber „intensiv um neue Anbieter im Bereich der Kindertagespflege, um dem immer stärker werdenden Bedarf der Eltern nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige auch in der Zukunft möglichst flexibel gerecht werden zu können“.

Zweimal jährlich nimmt das Jugendamt für weitere Prognosen die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Neugeborenen bis Sechsjährigen unter die Lupe. Kütenbrink blickt dabei gelassen in die Zukunft: „Bisherigen Erkenntnissen zufolge kann man zwar feststellen, dass die betreuungsrelevanten Jahrgänge deutlich größer sind, als von den Demoskopen vor wenigen Jahren vorhergesagt wurde, inzwischen aber eine Beruhigung der Entwicklung absehbar ist.“

Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 267 oder Thomas.Lieske@MT.de

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HausbergeKindergärten voll ausgelastet: Neubau bis 2020Thomas LieskePorta Westfalica-Hausberge (mt). Eigentlich liegt die Auslastung schon längst bei 100 Prozent, erklärt Porta Westfalicas Jugendamtsleiter Jens Kütenbrink. Doch weil die Träger der verschiedenen Kindertagesstätten im Stadtgebiet mehr Plätze anbieten als sie müssten und damit ein künstliches Mehrangebot schaffen, steht auf dem Papier für Dezember 2018 ein Wert von 98,1 Prozent. Egal wie: Die Kitas in Porta Westfalica sind ausgelastet. Höchste Zeit also für weitere Plätze. Die sollen zum 1. August dieses Jahres in einem ersten Schritt mit einer neuen Waldkindergartengruppe entstehen, in einem zweiten Schritt spätestens zum 1. August 2020 mit dem Neubau einer Kita auf dem ehemaligen Minigolfplatz am Porta-Bad in Hausberge. Träger wird der Verein „Parität für Kinder“, an dessen Kita auch die Waldgruppe angegliedert werden soll. Laut Kütenbrink können so bis 2020 maximal 75 neue Plätze in einer dann vierzügigen Kita entstehen. 16 davon für unter Dreijährige. Damit könnte die Gesamtzahl an Kitaplätzen in Porta Westfalica von jetzt 1.090 auf maximal 1.165 in dann 16 Kindertagesstätten wachsen. Parallel zu den Kitas, die alle in freier Trägerschaft sind, gebe es derzeit rund 40 Tagespflegeeinrichtungen mit insgesamt 170 Plätzen, „die das Angebot ergänzen“, sagt Kütenbrink – vor allem für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren. Den Bedarf an weiteren Kitaplätzen hatte der Jugendhilfeausschuss im Verlauf des vergangenen Jahres erkannt. Zuvor hatten SPD und Grüne einen Prüfantrag zur Errichtung einer Waldkindergartengruppe gestellt. Beides mündet nun in dem Neubau der Kita am Minigolfplatz mit Angliederung der Waldgruppe. Der Verein „Parität für Kinder“ konnte mit seinem Konzept die politischen Gremien und die Elterninitiative für die Waldgruppe überzeugen. Jugendamtsleiter Kütenbrink schränkt die Euphorie aber noch ein wenig ein: „Hinsichtlich des Standes der Planung ist anzumerken, dass Jugendhilfeausschuss und Verwaltung ihre Arbeit zunächst getan haben und nunmehr die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Einrichtung an der genannten Örtlichkeit geschaffen werden müssen. Für die vorzeitige Inbetriebnahme der Waldkindergartengruppe, die zunächst für ein Jahr ein provisorisches Domizil am Porta-Bad beziehen soll, sind die entsprechenden Vorbereitungen in vollem Gange.“ Jetzt benötige man noch eine Mindestanzahl an Kindern, die ab 1. August dieses Jahres in die Waldgruppe aufgenommen werden wollen, ergänzt der Verwaltungsvertreter. Volle Auslastung, faktische Überbelegung: Reicht der Neubau einer Kita aus, um den Bedarf in Porta Westfalica zu decken? „Zunächst gibt es keine Planungen zur Einrichtung weiterer Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen“, betont Jens Kütenbrink. Parallel werbe die Stadt aber „intensiv um neue Anbieter im Bereich der Kindertagespflege, um dem immer stärker werdenden Bedarf der Eltern nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige auch in der Zukunft möglichst flexibel gerecht werden zu können“. Zweimal jährlich nimmt das Jugendamt für weitere Prognosen die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Neugeborenen bis Sechsjährigen unter die Lupe. Kütenbrink blickt dabei gelassen in die Zukunft: „Bisherigen Erkenntnissen zufolge kann man zwar feststellen, dass die betreuungsrelevanten Jahrgänge deutlich größer sind, als von den Demoskopen vor wenigen Jahren vorhergesagt wurde, inzwischen aber eine Beruhigung der Entwicklung absehbar ist.“ Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 267 oder Thomas.Lieske@MT.de