SEK-Einsatz in Hausberge: Keine scharfen Waffen gefunden

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Archivfoto: Friso Gentsch/dpa - © Friso Gentsch
Archivfoto: Friso Gentsch/dpa (© Friso Gentsch)

Porta Westfalica-Hausberge (mt/mkg/dh). Bei einem SEK-Einsatz in Hausberge haben die Ermittler am Dienstagabend in einer Wohnung mehrere Waffen samt Munition sowie eine Armbrust gefunden. Wie die Polizei mitteilt, gab es zunächst Hinweise, dass ein 36-Jähriger sich in der Straße Schalksburgstraße etwas antun wollte. Da außerdem von Waffen in der Wohnung die Rede war, wurde das Spezialeinsatzkommando aus Münster eingeschaltet. Sie nahmen den Mann am späten Abend fest.

Gestern Mittag gab die Polizei dann Entwarnung. Alle Waffen – darunter Pistolen und Langwaffen – seien genehmigungsfrei, teilte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer mit. Dazu betrifft zum Beispiel Schreckschuss- und Druckluftpistolen. Der Mann sei außerdem nicht polizeibekannt. „Er sagte, es handele sich um ein Missverständnis." Der 36-Jährige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, die Ermittlungen eingestellt.

Der Einsatz selbst hatte um kurz vor 23 Uhr nach dem Hinweis eines Unbekannten begonnen und mehrere Stunden gedauert. „Wir mussten sehr behutsam vorgehen, um den Mann vor sich selbst zu schützen", so ein Polizeisprecher am Morgen. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Einsatzkräfte noch davon aus, dass er sich etwas antun wollte. Um auch Gefahren für Unbeteiligte auszuschließen, sperrte die Polizei den Bereich rund um die Wohnung vorsorglich ab.

Der 36-Jährige meldete sich gestern beim MT  – noch spürbar mitgenommen vom SEK-Einsatz. Er habe vor der Polizeiaktion mit einer Bekannten über seine beruflichen und privaten Probleme gesprochen. Vermutlich habe die Nachbarin daraus die falschen Schlüsse gezogen und befürchtet, er wolle sich umbringen. Der Sportschütze beteuert, dass er niemals eine Waffe auf sich oder andere richten würde.⋌ Seite 13

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SEK-Einsatz in Hausberge: Keine scharfen Waffen gefundenPorta Westfalica-Hausberge (mt/mkg/dh). Bei einem SEK-Einsatz in Hausberge haben die Ermittler am Dienstagabend in einer Wohnung mehrere Waffen samt Munition sowie eine Armbrust gefunden. Wie die Polizei mitteilt, gab es zunächst Hinweise, dass ein 36-Jähriger sich in der Straße Schalksburgstraße etwas antun wollte. Da außerdem von Waffen in der Wohnung die Rede war, wurde das Spezialeinsatzkommando aus Münster eingeschaltet. Sie nahmen den Mann am späten Abend fest. Gestern Mittag gab die Polizei dann Entwarnung. Alle Waffen – darunter Pistolen und Langwaffen – seien genehmigungsfrei, teilte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer mit. Dazu betrifft zum Beispiel Schreckschuss- und Druckluftpistolen. Der Mann sei außerdem nicht polizeibekannt. „Er sagte, es handele sich um ein Missverständnis." Der 36-Jährige wurde wieder auf freien Fuß gesetzt, die Ermittlungen eingestellt. Der Einsatz selbst hatte um kurz vor 23 Uhr nach dem Hinweis eines Unbekannten begonnen und mehrere Stunden gedauert. „Wir mussten sehr behutsam vorgehen, um den Mann vor sich selbst zu schützen", so ein Polizeisprecher am Morgen. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Einsatzkräfte noch davon aus, dass er sich etwas antun wollte. Um auch Gefahren für Unbeteiligte auszuschließen, sperrte die Polizei den Bereich rund um die Wohnung vorsorglich ab. Der 36-Jährige meldete sich gestern beim MT  – noch spürbar mitgenommen vom SEK-Einsatz. Er habe vor der Polizeiaktion mit einer Bekannten über seine beruflichen und privaten Probleme gesprochen. Vermutlich habe die Nachbarin daraus die falschen Schlüsse gezogen und befürchtet, er wolle sich umbringen. Der Sportschütze beteuert, dass er niemals eine Waffe auf sich oder andere richten würde.⋌ Seite 13