SV Hausberge macht mit 150 000 Euro Weg zum Kunstrasen frei Sebastian Külbel Porta Westfalica (mt). Der Weg zum Kunstrasenplatz am Schulzentrum Porta Westfalica-Süd ist frei - zumindest vonseiten des SV Hausberge. 67 Vereinsmitglieder sprachen sich am vorigen Freitag bei einer außerordentlichen Versammlung für die Freigabe von 150 000 Euro aus, die der SVH als Zuschuss für die Errichtung der neuen Sportstätte einbringen will.Die Zustimmung der Vereinsbasis zur Aufnahme eines Kredits in genannter Höhe ist keine große Überraschung. Seit der Saison 2013/2014 tingeln die Hausberger Mannschaften für ihre Trainingseinheiten durch das ganze Stadtgebiet, denn vor allem in den Wintermonaten ist der Rasenplatz am Schulzentrum selten bespielbar. „Wir haben in dieser Zeit pro Saison etwa 5500 Euro an Platzmieten verbrannt“, sagt SVH-Vorsitzender Dirk Rekate.Nicht nur das ist ein gutes Argument für den Verein, in die Umwandlung des alten Geläufs zu investieren. Im Haushalt hat die Stadt Porta Westfalica 170 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt zur Wiederherstellung des alten Tennenplatzes bewilligt - zurück auf die rote Asche will beim SV Hausberge aber keiner. Der jetzt von den Mitgliedern freigegebene Betrag von 150 000 Euro deckt die Differenz, die für den Kunstrasenbelag und eine Flutlichtanlage zusätzlich anfällt. Rekate: „So günstig kommen wir nie wieder an eine vernünftige Trainingsanlage.“Der ganz große Wurf wird der Hausberger Kunstrasenplatz zwar nicht, denn Meisterschaftsspiele dürfen dort nur für die jüngeren Jahrgänge bis zur D-Jugend stattfinden. Für eine große Spielfläche fehlt schlicht der Platz, „da müssten wir schon zehn Meter vom Schulhof klauen“, sagt Rekate.Dennoch erhoffen sich er und sein Vorstandsteam einen Schub für ihren Verein: „Wir wollen den SV Hausberge wieder attraktiver machen, so ein Kunstrasen ist auch ein Argument für junge Spieler. Fußballer wollen Fußball spielen, auch im Winter. Und das tun sie zurzeit eben lieber in Dützen, Kutenhausen oder Bad Oeynhausen, wo es überall Kunstrasenplätze gibt.“ Langfristig erhoffen sich die Macher auch steigende Mitgliederzahlen.Jetzt brennen beim SV Hausberge alle darauf, dass es schnell losgeht. „Nach Aussage der Stadt soll der Platz im Juli oder August fertig sein“, schildert Vereinschef Rekate - pünktlich zur neuen Fußball-Saison. Der Verein rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten, deren Beginn steht noch nicht fest. „Wir warten jetzt auf die Stadt, die Ausschreibungen laufen“, sagt Rekate.Noch nicht ganz zu Ende verhandelt sei zudem der neue Pachtvertrag, wie sein Stellvertreter Matthias Riechmann betont. Auch eine Benutzerordnung für den Kunstrasen müsse erstellt werden, schließlich soll der Platz auch für den Schulsport genutzt werden. Wirkliche Hürden für den SV Hausberge, den das Thema Kunstrasen seit zwei Jahren mit viel Planung und Eigenleistung beschäftigt, sind das allerdings nicht. „Die größten Unwägbarkeiten sind beseitigt“, sagt Fußball-Spartenleiter Detlef Brandt.„Verglichen mit einem Marathon sind wir bei Kilometer 38. Und die letzten vier schaffen wir auch noch.“Dirk Rekate, Vorsitzender des SV Hausberge, über den Kunstrasenplatz am Schulzentrum Süd

SV Hausberge macht mit 150 000 Euro Weg zum Kunstrasen frei

Die Asche verschwindet: Der Tennenplatz am Schulzentrum Porta Westfalica-Süd soll in einen Kunstrasen umgewandelt werden. Die Mitglieder des SV Hausberge bewilligten jetzt 150 000 Euro für dessen Finanzierung. MT- © Foto: Sebastian Külbel

Porta Westfalica (mt). Der Weg zum Kunstrasenplatz am Schulzentrum Porta Westfalica-Süd ist frei - zumindest vonseiten des SV Hausberge. 67 Vereinsmitglieder sprachen sich am vorigen Freitag bei einer außerordentlichen Versammlung für die Freigabe von 150 000 Euro aus, die der SVH als Zuschuss für die Errichtung der neuen Sportstätte einbringen will.

Die Zustimmung der Vereinsbasis zur Aufnahme eines Kredits in genannter Höhe ist keine große Überraschung. Seit der Saison 2013/2014 tingeln die Hausberger Mannschaften für ihre Trainingseinheiten durch das ganze Stadtgebiet, denn vor allem in den Wintermonaten ist der Rasenplatz am Schulzentrum selten bespielbar. „Wir haben in dieser Zeit pro Saison etwa 5500 Euro an Platzmieten verbrannt“, sagt SVH-Vorsitzender Dirk Rekate.

Nicht nur das ist ein gutes Argument für den Verein, in die Umwandlung des alten Geläufs zu investieren. Im Haushalt hat die Stadt Porta Westfalica 170 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt zur Wiederherstellung des alten Tennenplatzes bewilligt - zurück auf die rote Asche will beim SV Hausberge aber keiner. Der jetzt von den Mitgliedern freigegebene Betrag von 150 000 Euro deckt die Differenz, die für den Kunstrasenbelag und eine Flutlichtanlage zusätzlich anfällt. Rekate: „So günstig kommen wir nie wieder an eine vernünftige Trainingsanlage.“

Der ganz große Wurf wird der Hausberger Kunstrasenplatz zwar nicht, denn Meisterschaftsspiele dürfen dort nur für die jüngeren Jahrgänge bis zur D-Jugend stattfinden. Für eine große Spielfläche fehlt schlicht der Platz, „da müssten wir schon zehn Meter vom Schulhof klauen“, sagt Rekate.

Dennoch erhoffen sich er und sein Vorstandsteam einen Schub für ihren Verein: „Wir wollen den SV Hausberge wieder attraktiver machen, so ein Kunstrasen ist auch ein Argument für junge Spieler. Fußballer wollen Fußball spielen, auch im Winter. Und das tun sie zurzeit eben lieber in Dützen, Kutenhausen oder Bad Oeynhausen, wo es überall Kunstrasenplätze gibt.“ Langfristig erhoffen sich die Macher auch steigende Mitgliederzahlen.

Jetzt brennen beim SV Hausberge alle darauf, dass es schnell losgeht. „Nach Aussage der Stadt soll der Platz im Juli oder August fertig sein“, schildert Vereinschef Rekate - pünktlich zur neuen Fußball-Saison. Der Verein rechnet mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten, deren Beginn steht noch nicht fest. „Wir warten jetzt auf die Stadt, die Ausschreibungen laufen“, sagt Rekate.

Noch nicht ganz zu Ende verhandelt sei zudem der neue Pachtvertrag, wie sein Stellvertreter Matthias Riechmann betont. Auch eine Benutzerordnung für den Kunstrasen müsse erstellt werden, schließlich soll der Platz auch für den Schulsport genutzt werden. Wirkliche Hürden für den SV Hausberge, den das Thema Kunstrasen seit zwei Jahren mit viel Planung und Eigenleistung beschäftigt, sind das allerdings nicht. „Die größten Unwägbarkeiten sind beseitigt“, sagt Fußball-Spartenleiter Detlef Brandt.

„Verglichen mit einem Marathon sind wir bei Kilometer 38. Und die letzten vier schaffen wir auch noch.“

Dirk Rekate, Vorsitzender des SV Hausberge, über den Kunstrasenplatz am Schulzentrum Süd

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