Verein „Pinocchio“ weiht Kindergarten in Namibia ein Dirk Haunhorst Porta Westfalica/Minden (mt). „Pinocchio für Afrikas Kinder“ feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Der Verein wird zehn Jahre alt. Für das schönste Geschenk sorgt Pinocchio selbst. Denn der neue Kindergarten im Norden Namibias kann endlich eröffnet werden.„Am 14. April erfolgt die feierliche Einweihung und Übergabe des Kindergartens an die dortige Community“, sagt Birgit Meier-Mundhenke. Die Vorsitzende von „Pinocchio“ freut sich, dass trotz mancher Schwierigkeiten und Verzögerungen der Kindergarten endlich fertig ist. Der Verein zahlt 25 000 Euro für das Gebäude, in dem 45 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren Platz finden. Dank weiterer Spenden zählt auch ein Spielplatz samt Schattennetz zum Omhedi-Kindergarten, der in der Ohangwena-Region nahe der Grenze zu Angola liegt.Pinocchio möchte künftig keine weiteren Gebäude errichten, sondern dafür sorgen, dass die zahlreichen Vereinsprojekte verlässlich weiterlaufen und von Einheimischen mitgetragen werden. Man sei hier auf einem guten Weg, sagt Meier-Mundhenke. „Die angestrebte Hilfe zur Selbsthilfe kommt jetzt allmählich zum Tragen.“Die ehemalige Portaner Ratsfrau begann 2002 in Namibia mit ersten Hilfsaktionen, die von Spendern aus Minden, Porta Westfalica und der Region finanziert wurden. Daraus entwickelte sich unter anderem das vielseitige Sunshine-Zentrum in Windhoeks Armenviertel Katutura. Unter Regie von Pinocchio entstanden dort Kindergarten, Suppenküche und ein Kreativbereich, mit dessen Hilfe Frauen ihren Lebensunterhalt verdienen können.Besonders stolz sind die nahezu 40 Vereinsmitglieder, dass zwei Frauen, die vor Jahren von Familienpatenschaft und Schulfonds profitierten, inzwischen selbst eigene kleine Kindergärten betreuen. Pinocchio kümmert sich derweil um die Beschaffung pädagogischer Materialien. Zudem wird der Verein Workshops anbieten. „Auf der Liste stehen bereits 40 Frauen, die einen Erzieherinnenkurs belegen möchten“, sagt Meier-Mundhenke.Sie wohnt inzwischen in Minden, nachdem sie mehrere Jahre in Namibia lebte und dort viel Energie in den Aufbau von Netzwerken steckte. Pinocchio verfügt nun auf zwei Kontinenten über Teams, die sich mithilfe moderner Medien rasch austauschen können. Um nachhaltige Entwicklungshilfe in Namibia kümmern sich zehn Aktive im „Team Deutschland“, drei Aktive zählt das „Team Namibia“. Das Controlling übernimmt ein Wirtschaftsprüfer in Namibia, die Kassenprüfung ist in Deutschland angesiedelt.Meier-Mundhenke wünscht, dass Namibier auch in der Vereinsführung Verantwortung übernehmen. Wie zum Beispiel Domingu A. Ruwa, der im Vorstand einen Besitzerposten innehat, und sich derzeit besonders um den Kindergartenbau in Omhedi kümmert.Domingu Ruwa wird demnächst Porta Westfalica einen Besuch abstatten und sich in Schulsekretariaten und Sportvereinen umsehen. Von den Erfahrungen möchte er später beruflich in seiner Heimat profiteren. Den Kontakt vermittelte übrigens der Portaner Jugendpfleger Olaf Böhne, der 2012 Katutura besucht hatte.

Verein „Pinocchio“ weiht Kindergarten in Namibia ein

Die Helfer bauen zurzeit die Spielgeräte auf. Das neue Kindergarten-Gebäude ist im Hintergrund zu sehen. 25 000 Euro hat der Verein „Pinocchio für Afrikas Kinder“ zu dem Projekt beigesteuert. Foto: Denis Hatutale/pr

Porta Westfalica/Minden (mt). „Pinocchio für Afrikas Kinder“ feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Der Verein wird zehn Jahre alt. Für das schönste Geschenk sorgt Pinocchio selbst. Denn der neue Kindergarten im Norden Namibias kann endlich eröffnet werden.

„Am 14. April erfolgt die feierliche Einweihung und Übergabe des Kindergartens an die dortige Community“, sagt Birgit Meier-Mundhenke. Die Vorsitzende von „Pinocchio“ freut sich, dass trotz mancher Schwierigkeiten und Verzögerungen der Kindergarten endlich fertig ist. Der Verein zahlt 25 000 Euro für das Gebäude, in dem 45 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren Platz finden. Dank weiterer Spenden zählt auch ein Spielplatz samt Schattennetz zum Omhedi-Kindergarten, der in der Ohangwena-Region nahe der Grenze zu Angola liegt.

Pinocchio möchte künftig keine weiteren Gebäude errichten, sondern dafür sorgen, dass die zahlreichen Vereinsprojekte verlässlich weiterlaufen und von Einheimischen mitgetragen werden. Man sei hier auf einem guten Weg, sagt Meier-Mundhenke. „Die angestrebte Hilfe zur Selbsthilfe kommt jetzt allmählich zum Tragen.“

Die ehemalige Portaner Ratsfrau begann 2002 in Namibia mit ersten Hilfsaktionen, die von Spendern aus Minden, Porta Westfalica und der Region finanziert wurden. Daraus entwickelte sich unter anderem das vielseitige Sunshine-Zentrum in Windhoeks Armenviertel Katutura. Unter Regie von Pinocchio entstanden dort Kindergarten, Suppenküche und ein Kreativbereich, mit dessen Hilfe Frauen ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Besonders stolz sind die nahezu 40 Vereinsmitglieder, dass zwei Frauen, die vor Jahren von Familienpatenschaft und Schulfonds profitierten, inzwischen selbst eigene kleine Kindergärten betreuen. Pinocchio kümmert sich derweil um die Beschaffung pädagogischer Materialien. Zudem wird der Verein Workshops anbieten. „Auf der Liste stehen bereits 40 Frauen, die einen Erzieherinnenkurs belegen möchten“, sagt Meier-Mundhenke.

Sie wohnt inzwischen in Minden, nachdem sie mehrere Jahre in Namibia lebte und dort viel Energie in den Aufbau von Netzwerken steckte. Pinocchio verfügt nun auf zwei Kontinenten über Teams, die sich mithilfe moderner Medien rasch austauschen können. Um nachhaltige Entwicklungshilfe in Namibia kümmern sich zehn Aktive im „Team Deutschland“, drei Aktive zählt das „Team Namibia“. Das Controlling übernimmt ein Wirtschaftsprüfer in Namibia, die Kassenprüfung ist in Deutschland angesiedelt.

Meier-Mundhenke wünscht, dass Namibier auch in der Vereinsführung Verantwortung übernehmen. Wie zum Beispiel Domingu A. Ruwa, der im Vorstand einen Besitzerposten innehat, und sich derzeit besonders um den Kindergartenbau in Omhedi kümmert.

Domingu Ruwa wird demnächst Porta Westfalica einen Besuch abstatten und sich in Schulsekretariaten und Sportvereinen umsehen. Von den Erfahrungen möchte er später beruflich in seiner Heimat profiteren. Den Kontakt vermittelte übrigens der Portaner Jugendpfleger Olaf Böhne, der 2012 Katutura besucht hatte.

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