Carolin Pagels seit zehn Jahren im Jugendzentrum aktiv Anja Schubert Porta Westfalica-Lerbeck (mt). Dynamisch, quirlig, voller Energie und immer gut gelaunt. So kennen die Kids im Jugendzentrum Porta 71 Carolin Pagels seit mehr als zehn Jahren.Dass sich die 26-Jährige jetzt, wo sie als Sporttherapeutin im Berufsleben steht, nicht mehr so oft blicken lässt wie in ihren Anfangszeiten als Ehrenamtliche, stört niemanden. Zu groß ist die Freude, wenn „Caro“ mal wieder reinschaut und einfach mit anpackt. Wann immer Zeit ist, lässt sie sich bei Ferienspielen und der „Offenen Tür“ blicken.„Ohne das Jugendzentrum, die Mitarbeiter und Kids kann ich einfach nicht“, sagt sie von sich selbst. „Gelangweilt zu Hause auf dem Sofa sitzen ist nicht mein Ding. Ich brauch Action und hier gibt’s jede Menge Spaß und gute Gespräche dazu.“Daher ist sie noch immer in das Ferienprogramm der Jugendpflege fest eingebunden, so wie es mit Beruf, Nebenjob im Fitnessstudio und ergänzendem Fernstudium vereinbar ist. „Die Betreuung der großen Helenensee-Freizeit lasse ich mir nicht nehmen. Dafür wird im Vorfeld frühzeitig Urlaub beantragt.“ Eine Woche lang den Heranwachsenden ein mit viel Programm gefülltes Zeltlager-Erlebnis ermöglichen, findet Carolin Pagels für die Kids und für sich selbst immer wieder spannend. Seit einigen Jahren ist sie sogar als Co-Leiterin in das Freizeitgeschehen involviert. „Kreative Bastel-, Spiel- und Sportangebote, Nachtwanderung, Disco, Lagerfeuer und Grillen und vieles mehr ermöglichen es auch uns Betreuern, immer wieder ein bisschen Kind zu sein“, gibt sie zu.Auch den Keller voller Spiele, Farben und Bastelmaterial kennt Caro in- und auswendig. „So viele Dinge habe ich hier mit den Kids gemacht.“ Keine Frage, dass sie beim Umzug des Jugendzentrums in die neuen Räumlichkeiten „Zur Porta 71“ tatkräftig mit dabei war.„Du bist mittendrin und ein Teil dessen, was daraus geworden ist. Das ist schon toll“, blickt sie freudestrahlend auf die beeindruckenden Graffitis, die im Kelleraufgang und auf dem Außengelände nach und nach entstanden sind.Als Helferin bei Ferienspielen gestartetDabei war es vor rund zehn Jahren eigentlich Zufall, dass Carolin als Helferin bei den Ferienspielen reinrutschte. „Nach der Gruppenhelferschulung wurden bei der Jugendpflege Ehrenamtliche für die Ferienspiele gesucht.“ Als Kind selbst in den Genuss solcher Veranstaltungen gekommen, leckte Caro Blut: „Ich habe gemerkt: Das ist genau mein Ding.“ Neben den Ferienspielen gewann die Begleitung von Freizeiten für sie immer mehr an Bedeutung. „Man gewinnt zudem ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Verantwortung, Lockerheit und jede Menge Spaß.“Begeistert engagierte sich die Handballspielerin auch im Sportverein als Trainerin. „Doch irgendwann kam ich zeitlich ans Limit. Da musste ich mich entscheiden, welchen Aktivitäten ich mit meiner zur Verfügung stehenden Zeit noch gerecht werden kann“, erzählt sie. „Es bringt keinem etwas, weder den Kindern noch den anderen Helfern, wenn man sich mehr schlecht als recht um etwas kümmern kann“, ist sie sich der Verantwortung bewusst. „Dann lieber ein Amt abgegeben und sich darauf zu konzentrieren, was machbar ist. Man muss Prioritäten setzen, das ist ganz klar. Auch wenn ich jetzt kürzertreten muss, bin ich bei dem, was ich tue, mit ganzem Herzen dabei.“Viel Action, Abwechslung und jede Menge neue Leute - all das hat ihr das Ehrenamt in den vergangenen Jahren beschert. Dazu haben nicht nur die Arbeit mit den Kids und die Teilnahme an den Helferschulungen beigetragen. „Ich habe als Ausbilderin zwei Jahre lang Seminare, die zum Erwerb der Jugendleitercard (JuLeiCa) berechtigen, mitgestaltet. Es ist schon ein bisschen komisch, wenn man plötzlich auf der anderen Seite steht, und die Lehrgangsteilnehmer manchmal älter sind als man selbst. Aber es ist ein tolles Gefühl.“Die Arbeitsgemeinschaft Ehrenamt im Kreis Minden-Lübbecke hat unter Federführung des Kreisjugendamtes das Jahr 2014 zum „Jahr des Ehrenamtes in der Kinder- und Jugendarbeit“ ausgerufen. Begleitend zu diesen Aktionen werden Ehrenamtliche aus dem gesamten Kreisgebiet und ihre Aktivitäten vorgestellt.

Carolin Pagels seit zehn Jahren im Jugendzentrum aktiv

Bleibende Erinnerungen: Bei den häufigen Verschönerungsaktionen im Jugendtreff Porta 71 mischte Carolin Pagels immer kräftig mit. - © Foto: Anja Schubert / AG Ehrenamt
Bleibende Erinnerungen: Bei den häufigen Verschönerungsaktionen im Jugendtreff Porta 71 mischte Carolin Pagels immer kräftig mit. - © Foto: Anja Schubert / AG Ehrenamt

Porta Westfalica-Lerbeck (mt). Dynamisch, quirlig, voller Energie und immer gut gelaunt. So kennen die Kids im Jugendzentrum Porta 71 Carolin Pagels seit mehr als zehn Jahren.

Dass sich die 26-Jährige jetzt, wo sie als Sporttherapeutin im Berufsleben steht, nicht mehr so oft blicken lässt wie in ihren Anfangszeiten als Ehrenamtliche, stört niemanden. Zu groß ist die Freude, wenn „Caro“ mal wieder reinschaut und einfach mit anpackt. Wann immer Zeit ist, lässt sie sich bei Ferienspielen und der „Offenen Tür“ blicken.

„Ohne das Jugendzentrum, die Mitarbeiter und Kids kann ich einfach nicht“, sagt sie von sich selbst. „Gelangweilt zu Hause auf dem Sofa sitzen ist nicht mein Ding. Ich brauch Action und hier gibt’s jede Menge Spaß und gute Gespräche dazu.“

Daher ist sie noch immer in das Ferienprogramm der Jugendpflege fest eingebunden, so wie es mit Beruf, Nebenjob im Fitnessstudio und ergänzendem Fernstudium vereinbar ist. „Die Betreuung der großen Helenensee-Freizeit lasse ich mir nicht nehmen. Dafür wird im Vorfeld frühzeitig Urlaub beantragt.“ Eine Woche lang den Heranwachsenden ein mit viel Programm gefülltes Zeltlager-Erlebnis ermöglichen, findet Carolin Pagels für die Kids und für sich selbst immer wieder spannend. Seit einigen Jahren ist sie sogar als Co-Leiterin in das Freizeitgeschehen involviert. „Kreative Bastel-, Spiel- und Sportangebote, Nachtwanderung, Disco, Lagerfeuer und Grillen und vieles mehr ermöglichen es auch uns Betreuern, immer wieder ein bisschen Kind zu sein“, gibt sie zu.

Auch den Keller voller Spiele, Farben und Bastelmaterial kennt Caro in- und auswendig. „So viele Dinge habe ich hier mit den Kids gemacht.“ Keine Frage, dass sie beim Umzug des Jugendzentrums in die neuen Räumlichkeiten „Zur Porta 71“ tatkräftig mit dabei war.

„Du bist mittendrin und ein Teil dessen, was daraus geworden ist. Das ist schon toll“, blickt sie freudestrahlend auf die beeindruckenden Graffitis, die im Kelleraufgang und auf dem Außengelände nach und nach entstanden sind.

Als Helferin bei Ferienspielen gestartet

Dabei war es vor rund zehn Jahren eigentlich Zufall, dass Carolin als Helferin bei den Ferienspielen reinrutschte. „Nach der Gruppenhelferschulung wurden bei der Jugendpflege Ehrenamtliche für die Ferienspiele gesucht.“ Als Kind selbst in den Genuss solcher Veranstaltungen gekommen, leckte Caro Blut: „Ich habe gemerkt: Das ist genau mein Ding.“ Neben den Ferienspielen gewann die Begleitung von Freizeiten für sie immer mehr an Bedeutung. „Man gewinnt zudem ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Verantwortung, Lockerheit und jede Menge Spaß.“

Begeistert engagierte sich die Handballspielerin auch im Sportverein als Trainerin. „Doch irgendwann kam ich zeitlich ans Limit. Da musste ich mich entscheiden, welchen Aktivitäten ich mit meiner zur Verfügung stehenden Zeit noch gerecht werden kann“, erzählt sie. „Es bringt keinem etwas, weder den Kindern noch den anderen Helfern, wenn man sich mehr schlecht als recht um etwas kümmern kann“, ist sie sich der Verantwortung bewusst. „Dann lieber ein Amt abgegeben und sich darauf zu konzentrieren, was machbar ist. Man muss Prioritäten setzen, das ist ganz klar. Auch wenn ich jetzt kürzertreten muss, bin ich bei dem, was ich tue, mit ganzem Herzen dabei.“

Viel Action, Abwechslung und jede Menge neue Leute - all das hat ihr das Ehrenamt in den vergangenen Jahren beschert. Dazu haben nicht nur die Arbeit mit den Kids und die Teilnahme an den Helferschulungen beigetragen. „Ich habe als Ausbilderin zwei Jahre lang Seminare, die zum Erwerb der Jugendleitercard (JuLeiCa) berechtigen, mitgestaltet. Es ist schon ein bisschen komisch, wenn man plötzlich auf der anderen Seite steht, und die Lehrgangsteilnehmer manchmal älter sind als man selbst. Aber es ist ein tolles Gefühl.“

Die Arbeitsgemeinschaft Ehrenamt im Kreis Minden-Lübbecke hat unter Federführung des Kreisjugendamtes das Jahr 2014 zum „Jahr des Ehrenamtes in der Kinder- und Jugendarbeit“ ausgerufen. Begleitend zu diesen Aktionen werden Ehrenamtliche aus dem gesamten Kreisgebiet und ihre Aktivitäten vorgestellt.

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