Zehn Kilo Äpfel ergeben ungefähr sechs Liter Saft Uchter Saftmobil macht Station an Eisberger Mühle / Organisatoren freuen sich über "bombastische Resonanz" Porta Westfalica-Eisbergen (who). Wie im Zeitrafferfilm konnten die Zuschauer und Kunden verfolgen, wie ihre Äpfel im Halbstundentakt den Aggregatzustand veränderten und zu trink- und lagerfähigem Saft wurden. Bei ihrem Arbeitsbesuch Röckemanns Windmühle in Ahmserort verflüssigte die Familie Wege mit ihrem Uchter Saftmobil mehr als zwei Tonnen Äpfel. Der Verein für Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) hatte in Zusammenarbeit mit der Mühlengruppe Eisbergen das fruchtige Erlebnis mit Vitamin-Gewinnung organisiert. Holger Hansing vom NHP freut sich über den Andrang. "Die Aktion hat eine bombastische Resonanz." Was nicht übertrieben war, denn abgesehen von der langen Anmeldeliste karrten zahlreiche Spontankunden ihr Obst zur mobilen Mosterei an der Windmühle.Hingegen hatte sich Familie Siekmöller gut vorbereitet auf den Safteinsatz. Nicht zuletzt weil es für sie als Anwohner ein Heimspiel war, stellte sie mit 200 Kilo Äpfeln auf dem Treckeranhänger allein ein Zehntel des Tagewerks für die Weges aus Uchte.Ewald Wege kümmert sich um die Technik und ums Entsorgen des Presskuchens, der unter anderem von einem Jäger zur Wildfütterung abgenommen wird oder einen hervorragenden Kompost abgibt.Ehefrau Karin füllt den fertigen Saft in Fünfliter-Beutel mit Zapfhahn im Saftkarton, während ihr Sohn Lutz im Akkord die Obstpresse mit Äpfeln füttert, die von der Maschine grob zerkleinert werden.Bei Lutz Wege sitzt jeder Handgriff, weil tausende Male praktiziert. Im Takt lässt er die Apfelstücke in sackartige grobe Tücher fallen, die er in gestapelten Rahmen unter die Presse schiebt. Den Rest mit Filtern und Erhitzen zum Haltbarmachen erledigt die mobile Anlage auf dem Anhänger.Zehn Kilo Äpfel ergeben gut sechs Liter Saft, der im ungeöffneten Container ungekühlt zwei Jahre und im offenen Behälter zwei Monate haltbar ist, ohne zu verderben.Mit dieser Aktion möchte der NHP nicht nur die üppige Obsternte gut verwertet wissen, sondern die Bevölkerung für alte Obstbaumwiesen und deren Erhalt interessieren.

Zehn Kilo Äpfel ergeben ungefähr sechs Liter Saft

Porta Westfalica-Eisbergen (who). Wie im Zeitrafferfilm konnten die Zuschauer und Kunden verfolgen, wie ihre Äpfel im Halbstundentakt den Aggregatzustand veränderten und zu trink- und lagerfähigem Saft wurden.

Lutz Wege an der Presse, jeder Handgriff sitzt, ist tausendmal geübt. - © Fotos: Werner Hoppe
Lutz Wege an der Presse, jeder Handgriff sitzt, ist tausendmal geübt. - © Fotos: Werner Hoppe

Bei ihrem Arbeitsbesuch Röckemanns Windmühle in Ahmserort verflüssigte die Familie Wege mit ihrem Uchter Saftmobil mehr als zwei Tonnen Äpfel. Der Verein für Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) hatte in Zusammenarbeit mit der Mühlengruppe Eisbergen das fruchtige Erlebnis mit Vitamin-Gewinnung organisiert. Holger Hansing vom NHP freut sich über den Andrang. "Die Aktion hat eine bombastische Resonanz." Was nicht übertrieben war, denn abgesehen von der langen Anmeldeliste karrten zahlreiche Spontankunden ihr Obst zur mobilen Mosterei an der Windmühle.

Ralf und Kerstin Siekmöller bringen 200 Kilogramm Äpfel mit, um daraus Saft machen zu lassen. Links Holger Hansing.
Ralf und Kerstin Siekmöller bringen 200 Kilogramm Äpfel mit, um daraus Saft machen zu lassen. Links Holger Hansing.

Hingegen hatte sich Familie Siekmöller gut vorbereitet auf den Safteinsatz. Nicht zuletzt weil es für sie als Anwohner ein Heimspiel war, stellte sie mit 200 Kilo Äpfeln auf dem Treckeranhänger allein ein Zehntel des Tagewerks für die Weges aus Uchte.

Ewald Wege kümmert sich um die Technik und ums Entsorgen des Presskuchens, der unter anderem von einem Jäger zur Wildfütterung abgenommen wird oder einen hervorragenden Kompost abgibt.

Ehefrau Karin füllt den fertigen Saft in Fünfliter-Beutel mit Zapfhahn im Saftkarton, während ihr Sohn Lutz im Akkord die Obstpresse mit Äpfeln füttert, die von der Maschine grob zerkleinert werden.

Bei Lutz Wege sitzt jeder Handgriff, weil tausende Male praktiziert. Im Takt lässt er die Apfelstücke in sackartige grobe Tücher fallen, die er in gestapelten Rahmen unter die Presse schiebt. Den Rest mit Filtern und Erhitzen zum Haltbarmachen erledigt die mobile Anlage auf dem Anhänger.

Zehn Kilo Äpfel ergeben gut sechs Liter Saft, der im ungeöffneten Container ungekühlt zwei Jahre und im offenen Behälter zwei Monate haltbar ist, ohne zu verderben.

Mit dieser Aktion möchte der NHP nicht nur die üppige Obsternte gut verwertet wissen, sondern die Bevölkerung für alte Obstbaumwiesen und deren Erhalt interessieren.

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