Wilde Orchideen blühen derzeit zwischen Nammen und Luhden im Wesergebirge Wilhelm Gerntrup Porta Westfalica-Nammen. Aufmerksame Wanderer und Spaziergänger können in diesen Tagen im Wesergebirge die ersten blühenden Wildorchideen bewundern. Auf Magerrasen-Flächen und lichten Waldrandlagen leuchten die purpurfarben Ähren der heimischen Knabenkraut-Arten hervor. Am wohlsten scheinen sich die unter Schutz stehenden und prächtigen Pflanzen auf den Abraumhalden ehemaliger Kalksteinbrüche zu fühlen. Aber auch auf den beim Autobahnbau in den 1930er-Jahren entstandenen Abbruchflächen sind heute kleinere Kolonien zu finden. Einige der beiderseits der schaumburgisch-mindener Grenze gelegenen Standorte sind als Naturschutzgebiete oder „geschützte Landschaftsbestandteile“ ausgewiesen. Als reichhaltigste heimische Orchideen-Reviere gelten die Berghänge oberhalb und zwischen Nammen und Luhden. Im Bereich der Barkser Heineberge ist – neben „geflecktem“ und „stattlichem“ Knabenkraut auch das „Weiße Waldvögelein“ zuhause. Seit den 1990er Jahren wurden einige der von auswuchernden Birken, Wildrosen und Heinebuchen bedrohten Lebensräume renaturiert. Heute werden derartige Aktionen bei Bedarf von den Kreisverwaltungen Stadthagen und Minden im Rahmen ihrer Aufgaben als Untere Naturschutzbehörden organisiert. Die heimischen Knabenkräuter sind, wie alle Wildorchideen, streng geschützt. Sie dürfen weder von Spaziergängern abgepflückt noch in den eigenen Hausgarten verpflanzt werden – was wegen ihrer ganz speziellen Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und Umgebung ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolglos wäre.

Wilde Orchideen blühen derzeit zwischen Nammen und Luhden im Wesergebirge

Porta Westfalica-Nammen. Aufmerksame Wanderer und Spaziergänger können in diesen Tagen im Wesergebirge die ersten blühenden Wildorchideen bewundern. Auf Magerrasen-Flächen und lichten Waldrandlagen leuchten die purpurfarben Ähren der heimischen Knabenkraut-Arten hervor.

Das Knabenkraut gehört zu den streng geschützten wildwachsenden Orchideenarten. Foto: Wilhelm Gerntrup - © Wilhelm Gerntrup
Das Knabenkraut gehört zu den streng geschützten wildwachsenden Orchideenarten. Foto: Wilhelm Gerntrup - © Wilhelm Gerntrup

Am wohlsten scheinen sich die unter Schutz stehenden und prächtigen Pflanzen auf den Abraumhalden ehemaliger Kalksteinbrüche zu fühlen. Aber auch auf den beim Autobahnbau in den 1930er-Jahren entstandenen Abbruchflächen sind heute kleinere Kolonien zu finden. Einige der beiderseits der schaumburgisch-mindener Grenze gelegenen Standorte sind als Naturschutzgebiete oder „geschützte Landschaftsbestandteile“ ausgewiesen.

Als reichhaltigste heimische Orchideen-Reviere gelten die Berghänge oberhalb und zwischen Nammen und Luhden. Im Bereich der Barkser Heineberge ist – neben „geflecktem“ und „stattlichem“ Knabenkraut auch das „Weiße Waldvögelein“ zuhause. Seit den 1990er Jahren wurden einige der von auswuchernden Birken, Wildrosen und Heinebuchen bedrohten Lebensräume renaturiert. Heute werden derartige Aktionen bei Bedarf von den Kreisverwaltungen Stadthagen und Minden im Rahmen ihrer Aufgaben als Untere Naturschutzbehörden organisiert.

Die heimischen Knabenkräuter sind, wie alle Wildorchideen, streng geschützt. Sie dürfen weder von Spaziergängern abgepflückt noch in den eigenen Hausgarten verpflanzt werden – was wegen ihrer ganz speziellen Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und Umgebung ohnehin mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolglos wäre.

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