Wie wärs zum Beispiel mal mit einer Biesterfelder Renette? Naturschutzverein Porta verschenkt Obstbäume mit alten und regionalen Sorten / Auch alte Bäume wichtig Porta Westfalica (mt/hy). "Noch gibt es sie in Porta Westfalica, die Streuobstwiesen neben den Bauernhöfen. Aber viele Obstbäume sind schon sehr alt und es fehlen die jungen Bäume, die den Streuobstwiesen als Natur- und Kulturgut eine Zukunft bieten könnten", sagt Herbert Wiese, Vorsitzender des Vereins "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP). Deshalb möchte der Verein das Nachpflanzen von jungen Obstbäumen fördern, indem er insgesamt 20 hochstämmige Obstbäume verschenkt. Allerdings müssen die Portaner, die in den Genuss eines Geschenks kommen möchten, bis Ende September mindestens drei Obstbäume von der Bestellliste der Biologischen Station des Kreises Herford erwerben (20 Euro pro Hochstamm).Herbert Wiese, erklärt, warum der NHP Wert auf die Bestellung bei der Biostation legt: "Auf der Bestellliste gibt es nur alte Obstsorten, die zum Teil als regionale Sorten zum ostwestfälischen Kulturgut gehören." Ein Beispiel ist die Biesterfelder Renette, eine regionale Apfelsorte, die um 1900 auf Schloss Biesterfeld bei Bad Pyrmont gezogen wurde.Der NHP möchte nicht nur die ehemalige Sortenvielfalt im Obstanbau fördern, sondern auch auf die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen hinweisen. Sie können vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, wie dem Vogel des Jahres, dem Gartenrotschwanz.Portaner mit alten Obstwiesen sollten überlegen, ob auf ihrer Wiese Platz für mindestens vier junge Hochstämme ist, pro Obstbaum werden allerdings zehn mal zehn Meter an Raum benötigt. "Es geht aber auf keinen Fall darum, dass Obstwiesenbesitzer ihre alten Bäume fällen, um neue Obstbäume zu pflanzen, da gerade die knorrigen, alten Exemplare einen großen ökologischen Wert besitzen, vor allem, wenn sie viel Totholz enthalten", ergänzt Holger Hansing (NHP).Wer sich einen der 20 Obstbäume sichern möchte, der sollte sich die Bestellliste von der Internetseite des NHP (www.nhporta.de) herunterladen und diese Liste ausgefüllt an die "Stabsstelle Umweltschutz" der Stadt Porta (Kempstraße 1) schicken.Werden mehr als 20 Förderanträge gestellt, entscheiden die Besonderheiten (Größe, Lage, Baumalter) der Obstwiese darüber, wer ein Baumgeschenk erhält. Gehen nur wenige Förderanträge ein, kann auch eine größere Pflanzung mit mehreren Obstbäumen unterstützt werden, etwa bei neun bestellten Obstbäumen könnten dann drei geschenkte Bäume hinzukommen.

Wie wärs zum Beispiel mal mit einer Biesterfelder Renette?

Porta Westfalica (mt/hy). "Noch gibt es sie in Porta Westfalica, die Streuobstwiesen neben den Bauernhöfen. Aber viele Obstbäume sind schon sehr alt und es fehlen die jungen Bäume, die den Streuobstwiesen als Natur- und Kulturgut eine Zukunft bieten könnten", sagt Herbert Wiese, Vorsitzender des Vereins "Naturschutz und Heimatpflege Porta" (NHP).

Der NHP fördert die Pflanzung alter Apfelsorten. - © Foto: dpa
Der NHP fördert die Pflanzung alter Apfelsorten. - © Foto: dpa

Deshalb möchte der Verein das Nachpflanzen von jungen Obstbäumen fördern, indem er insgesamt 20 hochstämmige Obstbäume verschenkt. Allerdings müssen die Portaner, die in den Genuss eines Geschenks kommen möchten, bis Ende September mindestens drei Obstbäume von der Bestellliste der Biologischen Station des Kreises Herford erwerben (20 Euro pro Hochstamm).

Herbert Wiese, erklärt, warum der NHP Wert auf die Bestellung bei der Biostation legt: "Auf der Bestellliste gibt es nur alte Obstsorten, die zum Teil als regionale Sorten zum ostwestfälischen Kulturgut gehören." Ein Beispiel ist die Biesterfelder Renette, eine regionale Apfelsorte, die um 1900 auf Schloss Biesterfeld bei Bad Pyrmont gezogen wurde.

Der NHP möchte nicht nur die ehemalige Sortenvielfalt im Obstanbau fördern, sondern auch auf die ökologische Bedeutung der Streuobstwiesen hinweisen. Sie können vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, wie dem Vogel des Jahres, dem Gartenrotschwanz.

Portaner mit alten Obstwiesen sollten überlegen, ob auf ihrer Wiese Platz für mindestens vier junge Hochstämme ist, pro Obstbaum werden allerdings zehn mal zehn Meter an Raum benötigt. "Es geht aber auf keinen Fall darum, dass Obstwiesenbesitzer ihre alten Bäume fällen, um neue Obstbäume zu pflanzen, da gerade die knorrigen, alten Exemplare einen großen ökologischen Wert besitzen, vor allem, wenn sie viel Totholz enthalten", ergänzt Holger Hansing (NHP).

Wer sich einen der 20 Obstbäume sichern möchte, der sollte sich die Bestellliste von der Internetseite des NHP (www.nhporta.de) herunterladen und diese Liste ausgefüllt an die "Stabsstelle Umweltschutz" der Stadt Porta (Kempstraße 1) schicken.

Werden mehr als 20 Förderanträge gestellt, entscheiden die Besonderheiten (Größe, Lage, Baumalter) der Obstwiese darüber, wer ein Baumgeschenk erhält. Gehen nur wenige Förderanträge ein, kann auch eine größere Pflanzung mit mehreren Obstbäumen unterstützt werden, etwa bei neun bestellten Obstbäumen könnten dann drei geschenkte Bäume hinzukommen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.