Wendemanöver schief gegangen: 40-Tonner rutscht von der Straße Thomas Lieske Porta Westfalica-Holtrup. Große Aufregung am Donnerstagmorgen an der Straßenecke Twellsiekstraße/Im Twellsiek in Holtrup: Ein voll beladener 40-Tonner ist bei einem Wendemanöver an der engen Straßenkreuzung eingebrochen und weggesackt. Der Kreuzungsbereich war stundenlang blockiert. Ein Autokran musste den beschädigten Auflieger wieder auf die Straße heben. Der Gesamtschaden liegt nach ersten Schätzungen vor Ort im fünfstelligen Bereich. Der polnische Fahrer mit dänischem Auflieger hatte sich offenbar verfahren und wollte umkehren, um zu einem nahe gelegenen Logistikbetrieb im Holtruper Gewerbegebiet zu kommen. Dabei überschätzte er offenbar die geringe Straßenbreite an der Ecke zur Twellsiekstraße. Der Auflieger geriet auf den Grünstreifen, brach ein und riss dabei einen Teil der Straße auf. Aus eigener Kraft schaffte es der 40-Tonner nicht mehr auf die Straße. Die Polizei sperrte den Bereich am Morgen ab. Auch das Ordnungsamt der Stadt Porta Westfalica war vor Ort. Anwohner berichteten, dass es immer wieder zu solchen Wendemanövern im engen Wohngebiet komme, weil Lkw-Fahrer sich verfahren würden. Der Unfall vom Donnerstagvormittag sei der traurige Höhepunkt gewesen. Zuvor seien Lkw-Fahrer bereits gegen Grundstücksmauern und auch Hauswände gestoßen. Zudem seien die Wassergräben bereits an mehreren Stellen von Lkw eingedrückt worden. Anwohner hatten in der Vergangenheit immer wieder beklagt, dass Lastwagen durch die Wohnstraßen führen und teilweise auch stecken blieben. Daraufhin begrenzte die Stadt bereits die Straße Im Twellsiek, die direkt an das Gewerbegebiet angrenzt, auf 3,5 Tonnen. Auch im Eschweg gab es regelmäßig Ärger mit Brummifahrern. Die Stadt ließ daraufhin zwei Höhenbegrenzungen aufstellen. Die werden allerdings regelmäßig umgefahren. Der Unfall vom Donnerstagmorgen lässt die Diskussion um weitere Begrenzungen für Anwohnerstraßen neu aufflammen. Frage an die Stadt: Besteht nach dem Unfall auch in der Twellsiekstraße Handlungsbedarf? Dafür sieht die Stadt derzeit keine Chance. Wie Stadtsprecherin Babette Lissner erklärt, handele es sich hier um eine sogenannte klassifizierte Straße mit überörtlicher Bedeutung. „Eine Beschränkung kommt deshalb grundsätzlich nicht in Frage." Aus der Stadtpolitik mehren sich am Donnerstagnachmittag nach Bekanntwerden des Unfalls aber die Stimmen, dass nun endlich eine Lösung für das lange bekannte Problem gefunden werden müsse. Seit Jahren ist die Beschilderung für die Zufahrt zum Gewerbegebiet ein Streitthema. Zudem sei die Twellsiekstraße ein Schulweg – und ein Kindergarten liegt auch an der Straße. Dort hätten Lkw, sagt eine Politikerin, nichts zu suchen.

Wendemanöver schief gegangen: 40-Tonner rutscht von der Straße

© Thomas Lieske

Porta Westfalica-Holtrup. Große Aufregung am Donnerstagmorgen an der Straßenecke Twellsiekstraße/Im Twellsiek in Holtrup: Ein voll beladener 40-Tonner ist bei einem Wendemanöver an der engen Straßenkreuzung eingebrochen und weggesackt. Der Kreuzungsbereich war stundenlang blockiert. Ein Autokran musste den beschädigten Auflieger wieder auf die Straße heben. Der Gesamtschaden liegt nach ersten Schätzungen vor Ort im fünfstelligen Bereich.

Der polnische Fahrer mit dänischem Auflieger hatte sich offenbar verfahren und wollte umkehren, um zu einem nahe gelegenen Logistikbetrieb im Holtruper Gewerbegebiet zu kommen. Dabei überschätzte er offenbar die geringe Straßenbreite an der Ecke zur Twellsiekstraße. Der Auflieger geriet auf den Grünstreifen, brach ein und riss dabei einen Teil der Straße auf. Aus eigener Kraft schaffte es der 40-Tonner nicht mehr auf die Straße. Die Polizei sperrte den Bereich am Morgen ab. Auch das Ordnungsamt der Stadt Porta Westfalica war vor Ort.

- © Thomas Lieske
© Thomas Lieske

Anwohner berichteten, dass es immer wieder zu solchen Wendemanövern im engen Wohngebiet komme, weil Lkw-Fahrer sich verfahren würden. Der Unfall vom Donnerstagvormittag sei der traurige Höhepunkt gewesen. Zuvor seien Lkw-Fahrer bereits gegen Grundstücksmauern und auch Hauswände gestoßen. Zudem seien die Wassergräben bereits an mehreren Stellen von Lkw eingedrückt worden.

Anwohner hatten in der Vergangenheit immer wieder beklagt, dass Lastwagen durch die Wohnstraßen führen und teilweise auch stecken blieben. Daraufhin begrenzte die Stadt bereits die Straße Im Twellsiek, die direkt an das Gewerbegebiet angrenzt, auf 3,5 Tonnen. Auch im Eschweg gab es regelmäßig Ärger mit Brummifahrern. Die Stadt ließ daraufhin zwei Höhenbegrenzungen aufstellen. Die werden allerdings regelmäßig umgefahren.

Der Unfall vom Donnerstagmorgen lässt die Diskussion um weitere Begrenzungen für Anwohnerstraßen neu aufflammen. Frage an die Stadt: Besteht nach dem Unfall auch in der Twellsiekstraße Handlungsbedarf? Dafür sieht die Stadt derzeit keine Chance. Wie Stadtsprecherin Babette Lissner erklärt, handele es sich hier um eine sogenannte klassifizierte Straße mit überörtlicher Bedeutung. „Eine Beschränkung kommt deshalb grundsätzlich nicht in Frage." Aus der Stadtpolitik mehren sich am Donnerstagnachmittag nach Bekanntwerden des Unfalls aber die Stimmen, dass nun endlich eine Lösung für das lange bekannte Problem gefunden werden müsse. Seit Jahren ist die Beschilderung für die Zufahrt zum Gewerbegebiet ein Streitthema.

Zudem sei die Twellsiekstraße ein Schulweg – und ein Kindergarten liegt auch an der Straße. Dort hätten Lkw, sagt eine Politikerin, nichts zu suchen.

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