Weitere Station auf dem Pfad der Menschenrechte eingeweiht Porta Westfalica-Barkhausen (mig). Wegen der Abstandsregeln ist die Stele Nr. 8 des „Pfads der Menschenrechte“ auf dem Gelände der Freilichtbühne eingeweiht worden. „Seine Meinung täglich frei äußern zu dürfen ist ein teures, vor allem aber unbedingt schützenswertes Gut“, sagte Astrid Schwake, auf deren Grundstück an der Kampstraße 10 in Barkhausen die Stele steht. Neben einigen – mitgesummten – Liedern stand auf der Freilichtbühne auch eine Darbietung von „Minden Moves“ auf dem Programm. Jan Kirchhoff und Kevin Neckar boten Körperkunst, die gleichzeitig kraftvoll und poetisch daherkam. Zuvor hatte die Initiatorin des Kunstprojekts, Annette Ziebeker, ein erstes Resümee gezogen. Leider habe wegen Corona manche Veranstaltung ausfallen oder verschoben werden müssen. Die Feier Anfang Mai sei ebenfalls kleiner ausgefallen als geplant. Dennoch: „Wir haben das Glück, dass wir ein großes Netzwerk von aktiven Helfern haben“, sagt Ziebeker. Die Stelen wünscht sie sich als „Anknüpfungspunkte“ für Schulen sowie Bürger, die den 42 Kilometer langen „Pfad der Menschenrechte“ begehen oder entlangradeln können. Trotz des durch Corona verursachten „Finanzknicks“ habe das Projekt viel Unterstützung erfahren. „So sind beispielsweise die Kunstwerke von den Künstlern gespendet worden.“ Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf der Webseite „www.Theater-Am-Eck.de“ oder über die an den Stelen angebrachten QR-Codes informieren lassen. Die im Garten von Astrid und Sebastian Schwake beheimatete Stele Nr. 8 erinnert an die Artikel 16 („Eheschließung, Familie“) und den Artikel 19 („Meinungsäußerungs– und Informationsfreiheit“). Das Holzobjekt wurde von Angelika van Wüllen gestaltet und zeigt eine brennende Fackel in einem Baumstamm („Herzenslicht“). Zum Artikel 19 sagte Astrid Schwanke, er gehöre zu den am meisten verletzten Menschenrechten. In manchen Ländern gebe es nur eine Meinung – „die des starken Mannes“. Das sei ein Versuch, die Zivilgesellschaft zu unterhöhlen. Demokratie dagegen könne eine andere Meinung aushalten, „solange es noch eine Meinung ist“. Eine Grenze sei da erreicht, wo andere verletzt würden. Dass die Stele mit den Artikeln 16 und 19 bei den Schwakes aufgestellt wurde, hat zwei Gründe. Zum einen hat das Paar drei Kinder. Zum einen ist Sebastian Schwake Journalist. Astrid Schwake: „Es muss immer wieder bewusst gemacht werden, welche Freiheiten wir haben und dass diese immer wieder neu geschützt werden müssen.“

Weitere Station auf dem Pfad der Menschenrechte eingeweiht

Porta Westfalica-Barkhausen (mig). Wegen der Abstandsregeln ist die Stele Nr. 8 des „Pfads der Menschenrechte“ auf dem Gelände der Freilichtbühne eingeweiht worden. „Seine Meinung täglich frei äußern zu dürfen ist ein teures, vor allem aber unbedingt schützenswertes Gut“, sagte Astrid Schwake, auf deren Grundstück an der Kampstraße 10 in Barkhausen die Stele steht.

Körperkunst: Kevin Neckar und Jan Kirchhoff („Minden Moves“ traten auf der Freilichtbühne auf. Foto: Grundmeier - © grundmeier
Körperkunst: Kevin Neckar und Jan Kirchhoff („Minden Moves“ traten auf der Freilichtbühne auf. Foto: Grundmeier - © grundmeier

Neben einigen – mitgesummten – Liedern stand auf der Freilichtbühne auch eine Darbietung von „Minden Moves“ auf dem Programm. Jan Kirchhoff und Kevin Neckar boten Körperkunst, die gleichzeitig kraftvoll und poetisch daherkam. Zuvor hatte die Initiatorin des Kunstprojekts, Annette Ziebeker, ein erstes Resümee gezogen. Leider habe wegen Corona manche Veranstaltung ausfallen oder verschoben werden müssen. Die Feier Anfang Mai sei ebenfalls kleiner ausgefallen als geplant. Dennoch: „Wir haben das Glück, dass wir ein großes Netzwerk von aktiven Helfern haben“, sagt Ziebeker.

Die Stelen wünscht sie sich als „Anknüpfungspunkte“ für Schulen sowie Bürger, die den 42 Kilometer langen „Pfad der Menschenrechte“ begehen oder entlangradeln können. Trotz des durch Corona verursachten „Finanzknicks“ habe das Projekt viel Unterstützung erfahren. „So sind beispielsweise die Kunstwerke von den Künstlern gespendet worden.“ Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf der Webseite „www.Theater-Am-Eck.de“ oder über die an den Stelen angebrachten QR-Codes informieren lassen.

Die im Garten von Astrid und Sebastian Schwake beheimatete Stele Nr. 8 erinnert an die Artikel 16 („Eheschließung, Familie“) und den Artikel 19 („Meinungsäußerungs– und Informationsfreiheit“). Das Holzobjekt wurde von Angelika van Wüllen gestaltet und zeigt eine brennende Fackel in einem Baumstamm („Herzenslicht“). Zum Artikel 19 sagte Astrid Schwanke, er gehöre zu den am meisten verletzten Menschenrechten. In manchen Ländern gebe es nur eine Meinung – „die des starken Mannes“. Das sei ein Versuch, die Zivilgesellschaft zu unterhöhlen. Demokratie dagegen könne eine andere Meinung aushalten, „solange es noch eine Meinung ist“. Eine Grenze sei da erreicht, wo andere verletzt würden. Dass die Stele mit den Artikeln 16 und 19 bei den Schwakes aufgestellt wurde, hat zwei Gründe. Zum einen hat das Paar drei Kinder. Zum einen ist Sebastian Schwake Journalist. Astrid Schwake: „Es muss immer wieder bewusst gemacht werden, welche Freiheiten wir haben und dass diese immer wieder neu geschützt werden müssen.“

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