Warum es immer wieder Ärger mit einem Großvermieter in Lerbeck gab Porta Westfalica-Lerbeck (lies). 35 Grad im Schatten und kein Wasser aus den Leitungen: Es ist der 24. Juli 2019, als mehrere hundert Mieter von Altro Mondo und der Bas-Gruppe als damaligem Besitzer eines der Hochhäuser plötzlich auf dem Trockenen sitzen. Die Stadtwerke Porta Westfalica haben die Wasserzufuhr gesperrt, weil seit geraumer Zeit keine Abschläge mehr gezahlt wurden. Den Stadtwerken reicht's, sie drehen den Hahn zu und bauen – wie gesetzlich vorgeschrieben – eine Notwasserversorgung direkt am Hydranten an der Straße auf. Längst nicht zum ersten Mal müssen die Mieter um die Wasser- oder die Stromzufuhr bangen. Etwa zwei- bis dreimal pro Jahr müssten die Stadtwerke Sperrungen der Energiezufuhren in der Georg-Rost-Straße androhen, erzählt Stadtwerke-Chef Randulph Noack nach dem Vorfall im Juli des letzten Jahres gegenüber dem MT. Altro Mondo sei an Rückständen von rund 200.000 Euro in den vergangenen 15 Jahren beteiligt gewesen. Auch an anderen Standorten von Altro Mondo gab es nach Medienberichten immer wieder Probleme: Schimmel, kaputte Aufzüge für Hochhäuser mit bis zu acht Stockwerken, Wasserschäden, monatelang nicht sanierte Brandschäden, fehlende Fenster – die Liste von WDR, Spiegel TV, Ruhrnachrichten und Co. ist lang. Im September 2019 schreitet schließlich das Landesbauministerium ein und startet eine Razzia in 136 Gebäuden von Altro Mondo – unter anderem acht Gebäude in Lemgo und Oerlinghausen. Das Ergebnis: „Die Aktion hat ein eindeutiges Zeichen gegenüber DEGAG/Altro Mondo gesetzt. Missstände in den verwalteten Häusern wurden aufgedeckt und es wurde durchgegriffen“, wird Ministerin Ina Scharrenbach zitiert. Unter den Mängeln waren fehlender Brandschutz – teils wurden ganze Wohnblöcke daraufhin geräumt –, Rattenbefall, kaputte Rohre, massive Wasserschäden, kaputte Haustüren, teilt das Ministerium mit. Die Mängel, die das Unternehmen auch gegenüber dem MT in Anwaltsschreiben stets bestritten hat, sind also von höchster Stelle festgestellt worden. Das Misstrauen der Mieter ist über Jahre gewachsen. Auch in der Georg-Rost-Straße in Lerbeck.

Warum es immer wieder Ärger mit einem Großvermieter in Lerbeck gab

Eine provisorische Wasserzufuhr gab es während der Sperre direkt auf der Straße. MT-Foto (Archiv): Lieske

Porta Westfalica-Lerbeck (lies). 35 Grad im Schatten und kein Wasser aus den Leitungen: Es ist der 24. Juli 2019, als mehrere hundert Mieter von Altro Mondo und der Bas-Gruppe als damaligem Besitzer eines der Hochhäuser plötzlich auf dem Trockenen sitzen. Die Stadtwerke Porta Westfalica haben die Wasserzufuhr gesperrt, weil seit geraumer Zeit keine Abschläge mehr gezahlt wurden. Den Stadtwerken reicht's, sie drehen den Hahn zu und bauen – wie gesetzlich vorgeschrieben – eine Notwasserversorgung direkt am Hydranten an der Straße auf.

Längst nicht zum ersten Mal müssen die Mieter um die Wasser- oder die Stromzufuhr bangen. Etwa zwei- bis dreimal pro Jahr müssten die Stadtwerke Sperrungen der Energiezufuhren in der Georg-Rost-Straße androhen, erzählt Stadtwerke-Chef Randulph Noack nach dem Vorfall im Juli des letzten Jahres gegenüber dem MT. Altro Mondo sei an Rückständen von rund 200.000 Euro in den vergangenen 15 Jahren beteiligt gewesen.

Auch an anderen Standorten von Altro Mondo gab es nach Medienberichten immer wieder Probleme: Schimmel, kaputte Aufzüge für Hochhäuser mit bis zu acht Stockwerken, Wasserschäden, monatelang nicht sanierte Brandschäden, fehlende Fenster – die Liste von WDR, Spiegel TV, Ruhrnachrichten und Co. ist lang.

Im September 2019 schreitet schließlich das Landesbauministerium ein und startet eine Razzia in 136 Gebäuden von Altro Mondo – unter anderem acht Gebäude in Lemgo und Oerlinghausen. Das Ergebnis: „Die Aktion hat ein eindeutiges Zeichen gegenüber DEGAG/Altro Mondo gesetzt. Missstände in den verwalteten Häusern wurden aufgedeckt und es wurde durchgegriffen“, wird Ministerin Ina Scharrenbach zitiert. Unter den Mängeln waren fehlender Brandschutz – teils wurden ganze Wohnblöcke daraufhin geräumt –, Rattenbefall, kaputte Rohre, massive Wasserschäden, kaputte Haustüren, teilt das Ministerium mit.

Die Mängel, die das Unternehmen auch gegenüber dem MT in Anwaltsschreiben stets bestritten hat, sind also von höchster Stelle festgestellt worden. Das Misstrauen der Mieter ist über Jahre gewachsen. Auch in der Georg-Rost-Straße in Lerbeck.

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