Die Saison ist vorbei: 2020 kein Theaterstück mehr auf der Freilichtbühne Porta Nicole Sielermann,Thomas Lieske,Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Barkhausen. Stillstand – der galt in den vergangenen Monaten auch für das Ensemble der Freilichtbühne Porta. Waren die Verantwortlichen anfangs noch optimistisch, wenigstens das Kinderstück auf die Bühne zu bekommen, steht nun fest: „Eine Probe mit Abstand war nicht zu realisieren. Das Familienstück lebt von vielen Leuten auf der Bühne", erklärt der Vorsitzende der Bühne, Andreas Müller. Deshalb werden Familien- und Abendstück auf 2021 geschoben. „Obwohl wir sogar rentabel hätten arbeiten können." Zumindest seit den Lockerungen. Doch die Gesamtrechnung wäre nicht aufgegangen. „Wir konnten die ganze Zeit nicht vernünftig proben", winkt Andreas Müller ab. Denn die Kontaktbeschränkungen reichten bis weit in den Mai. „Danach war die Zeit bis zum Sommer einfach zu kurz." Wegfallende Schülervorstellungen (in Summe rund 3.600 Zuschauer) und bis vor zwei Wochen nur 180 Zuschauer pro Vorführung: „Das hätte sich finanziell nicht gerechnet", bilanziert Andreas Müller. Inzwischen gab es weitere Lockerungen: „Jetzt dürften bis zu 300 Zuschauer pro Vorstellung hinein." Lohnenswerter. „Aber für die Bühne zu spät." Deshalb werden die Mitglieder der Freilichtbühne nun „mit aller Liebe und viel Freude 2021 die kleine Hexe spielen". Und auch der kleine Horrorladen wird als Abendstück 2021 nachgeholt. Das finanzielle Risiko war einfach zu hoch, um an der Aufführung in diesem Jahr bei ungewissem Verlauf der Infektionen festzuhalten. Allein die Produktion und die Aufführung des Abendstückes mit allem Drum und Dran – von Bühnenbild bis Technik, hätte für diese Saison bis zu 45.000 Euro gekostet, verriet Andreas Müller bereits Mitte März in einem Gespräch mit dem MT. Diese Verantwortung hätte die Freilichtbühne nicht übernehmen wollen. Und auch die gesundheitliche Verantwortung habe man ernst genommen. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, das kommt für die Schauspieler der Freilichtbühne nicht in Frage. Wenn schon der Sommer flach fällt – das Winterstück im Mindener Stadttheater ist bereits in Planung. Doch auch dort gibt es Veränderungen. Geplant war „Es ist ein Elch entsprungen", nun wird es „Ochs und Esel" – ein Zweimannstück. In den vergangenen Wochen war auf und hinter der Bühne vor allem Aufräumen angesagt. „Wir waren gefrustet", gesteht Müller. „Und wollten den Sommer über gar nichts machen." Inzwischen aber ist das Engagement zurück. Und einige Aufführungen sicher: „SpekSpek wird zu Gast sein, Schulen haben die Bühne für die Zeugnisvergaben gemietet, wir haben Konzertanfragen und Betriebsversammlungen", zählt der Werster Florist auf. Auch die Veranstaltungen der Portabühne, die im Sommer entlang des Mindener „Pfad der Menschenrechte" geschehen sollten, sind auf die Freilichtbühne verlegt worden. „Das bieten wir zusammen mit Bühnenführungen an", erklärt Müller. Viel sei das nicht, aber „besser als gar nichts". Außerdem sei der Sommer gerade erst angefangen und das Programm ausbaufähig. „Derzeit ist alles schwer planbar – ein Rückschlag und wir sind wieder bei Null."

Die Saison ist vorbei: 2020 kein Theaterstück mehr auf der Freilichtbühne Porta

Die Ränge der Freilichtbühne Porta bleiben in diesem Sommer leer. © Carsten Korfesmeyer

Porta Westfalica-Barkhausen. Stillstand – der galt in den vergangenen Monaten auch für das Ensemble der Freilichtbühne Porta. Waren die Verantwortlichen anfangs noch optimistisch, wenigstens das Kinderstück auf die Bühne zu bekommen, steht nun fest: „Eine Probe mit Abstand war nicht zu realisieren. Das Familienstück lebt von vielen Leuten auf der Bühne", erklärt der Vorsitzende der Bühne, Andreas Müller. Deshalb werden Familien- und Abendstück auf 2021 geschoben. „Obwohl wir sogar rentabel hätten arbeiten können." Zumindest seit den Lockerungen.

Doch die Gesamtrechnung wäre nicht aufgegangen. „Wir konnten die ganze Zeit nicht vernünftig proben", winkt Andreas Müller ab. Denn die Kontaktbeschränkungen reichten bis weit in den Mai. „Danach war die Zeit bis zum Sommer einfach zu kurz." Wegfallende Schülervorstellungen (in Summe rund 3.600 Zuschauer) und bis vor zwei Wochen nur 180 Zuschauer pro Vorführung: „Das hätte sich finanziell nicht gerechnet", bilanziert Andreas Müller. Inzwischen gab es weitere Lockerungen: „Jetzt dürften bis zu 300 Zuschauer pro Vorstellung hinein." Lohnenswerter. „Aber für die Bühne zu spät." Deshalb werden die Mitglieder der Freilichtbühne nun „mit aller Liebe und viel Freude 2021 die kleine Hexe spielen". Und auch der kleine Horrorladen wird als Abendstück 2021 nachgeholt.

Das finanzielle Risiko war einfach zu hoch, um an der Aufführung in diesem Jahr bei ungewissem Verlauf der Infektionen festzuhalten. Allein die Produktion und die Aufführung des Abendstückes mit allem Drum und Dran – von Bühnenbild bis Technik, hätte für diese Saison bis zu 45.000 Euro gekostet, verriet Andreas Müller bereits Mitte März in einem Gespräch mit dem MT. Diese Verantwortung hätte die Freilichtbühne nicht übernehmen wollen. Und auch die gesundheitliche Verantwortung habe man ernst genommen.

Doch den Kopf in den Sand zu stecken, das kommt für die Schauspieler der Freilichtbühne nicht in Frage. Wenn schon der Sommer flach fällt – das Winterstück im Mindener Stadttheater ist bereits in Planung. Doch auch dort gibt es Veränderungen. Geplant war „Es ist ein Elch entsprungen", nun wird es „Ochs und Esel" – ein Zweimannstück.

In den vergangenen Wochen war auf und hinter der Bühne vor allem Aufräumen angesagt. „Wir waren gefrustet", gesteht Müller. „Und wollten den Sommer über gar nichts machen." Inzwischen aber ist das Engagement zurück. Und einige Aufführungen sicher: „SpekSpek wird zu Gast sein, Schulen haben die Bühne für die Zeugnisvergaben gemietet, wir haben Konzertanfragen und Betriebsversammlungen", zählt der Werster Florist auf.

Auch die Veranstaltungen der Portabühne, die im Sommer entlang des Mindener „Pfad der Menschenrechte" geschehen sollten, sind auf die Freilichtbühne verlegt worden. „Das bieten wir zusammen mit Bühnenführungen an", erklärt Müller. Viel sei das nicht, aber „besser als gar nichts". Außerdem sei der Sommer gerade erst angefangen und das Programm ausbaufähig. „Derzeit ist alles schwer planbar – ein Rückschlag und wir sind wieder bei Null."

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