Von Bäumen bis Hausnummern: Geoinformatikerin optimiert Datenbanken Jan Lücking Porta Westfalica 23.075 Bäume und etwa 12.000 Hausnummern müssen in unterschiedlichen Datenbanken der Stadt Porta Westfalica erfasst und regelmäßig aktualisiert werden. Wie das in der Praxis umgesetzt wird, hat Susann Purucker, Geoinformatikerin in der Abteilung Stadtplanung, im Ausschuss für Digitalisierung und Klimaschutz vorgestellt. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem das Pflegen eines Baumkatasters, in dem der Zustand und der genaue Standort der Bäume erfasst ist. Baumkontrolleure des Bauhofes untersuchen regelmäßig den Baumbestand und dokumentieren ihre Arbeit auf mobilen Endgeräten, erklärte Susann Purucker.„Baumkontrollen müssen wir machen, weil wir die Verkehrssicherungspflicht herstellen müssen. Wir müssen unsere Arbeit auch dokumentieren, weil wir in einem Schadensfall, dementsprechend nachweisen müssen, dass wir unsere Arbeit ordentlich gemacht haben“, sagte die Expertin. Viele Bäume seien noch gar nicht erfasst. Bei 3.000 Bäumen sei der genaue Standort noch nicht korrekt im Kataster eingetragen. In der vergangenen Jahren hätten sich in das Kataster Fehler eingeschlichen, die man nun ausmerzen müsse, berichtete die Geoinformatikerin. Momentan ist die Verwaltung damit beschäftigt, bei den Baumkontrollen auch gleichzeitig eine Inventur des Bestandes durchzuführen, um Fehler im Kataster zu korrigieren. „Das große Ziel, das ja auch in den Ausschüssen gefordert wurde, ist es, das Baumkataster über das Internet öffentlich zugänglich zu machen“, sagte Purucker. Hier soll es die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger geben, online Schadensmeldungen von Bäumen zu erstellen.Ein weiterer Aufgabenbereich der Geoinformatikerin ist die Pflege einer Datenbank für Hausnummern, derzeit sind es etwa 12.000. Jährlich vergibt die Stadt 50 bis 100 neue Hausnummern, erfuhren die Ausschussmitglieder. In der Vergangenheit sei die Vergabe sehr aufwendig und mit viel Papier verbunden gewesen, erklärte die Fachfrau. Mithilfe der Digitalisierung vereinfacht sich der Prozess der Hausnummernvergabe für die Verwaltung erheblich. Darüber hinaus ist beispielsweise auch die Vergabe von Windelsäcken über die gleiche Datenbank möglich. In Zukunft soll auch eine digitale Erfassung von Baulücken und Baulasten umgesetzt werden, kündigte Susann Purucker an. Der Ausschuss diskutierte zudem über den Breitbandausbau. Ausschussvorsitzender Marc Weber (Grüne) erklärte, man wolle sich in einer der nächsten Sitzungen Anfang 2022 genauer aufzeigen lassen, welche Breitbandabdeckung in Porta derzeit vorhanden ist, wo es noch Lücken gibt und was die Verwaltung tun kann, um die Versorgung mit schnellem Internet im Stadtgebiet zu verbessern. Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) brachte eine stadteigene Breitbandgesellschaft ins Gespräch. „Wir sehen ja schon in anderen Kommunen die unterschiedlichsten Modelle, etwa mit stadteigenen Gesellschaften, damit man flächendeckend eine Versorgung hat. Da müssen wir uns eben überlegen, welches Modell für uns eine Variante sein könnte“, sagte sie.

Von Bäumen bis Hausnummern: Geoinformatikerin optimiert Datenbanken

Porta Westfalica 23.075 Bäume und etwa 12.000 Hausnummern müssen in unterschiedlichen Datenbanken der Stadt Porta Westfalica erfasst und regelmäßig aktualisiert werden. Wie das in der Praxis umgesetzt wird, hat Susann Purucker, Geoinformatikerin in der Abteilung Stadtplanung, im Ausschuss für Digitalisierung und Klimaschutz vorgestellt.

Arbeitet als Geoinformatikerin im Ressort Stadtplanung: Susann Purucker. Foto: privat - © dhaunhorst
Arbeitet als Geoinformatikerin im Ressort Stadtplanung: Susann Purucker. Foto: privat - © dhaunhorst

Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem das Pflegen eines Baumkatasters, in dem der Zustand und der genaue Standort der Bäume erfasst ist. Baumkontrolleure des Bauhofes untersuchen regelmäßig den Baumbestand und dokumentieren ihre Arbeit auf mobilen Endgeräten, erklärte Susann Purucker.

„Baumkontrollen müssen wir machen, weil wir die Verkehrssicherungspflicht herstellen müssen. Wir müssen unsere Arbeit auch dokumentieren, weil wir in einem Schadensfall, dementsprechend nachweisen müssen, dass wir unsere Arbeit ordentlich gemacht haben“, sagte die Expertin. Viele Bäume seien noch gar nicht erfasst. Bei 3.000 Bäumen sei der genaue Standort noch nicht korrekt im Kataster eingetragen. In der vergangenen Jahren hätten sich in das Kataster Fehler eingeschlichen, die man nun ausmerzen müsse, berichtete die Geoinformatikerin.

Momentan ist die Verwaltung damit beschäftigt, bei den Baumkontrollen auch gleichzeitig eine Inventur des Bestandes durchzuführen, um Fehler im Kataster zu korrigieren. „Das große Ziel, das ja auch in den Ausschüssen gefordert wurde, ist es, das Baumkataster über das Internet öffentlich zugänglich zu machen“, sagte Purucker. Hier soll es die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger geben, online Schadensmeldungen von Bäumen zu erstellen.

Ein weiterer Aufgabenbereich der Geoinformatikerin ist die Pflege einer Datenbank für Hausnummern, derzeit sind es etwa 12.000. Jährlich vergibt die Stadt 50 bis 100 neue Hausnummern, erfuhren die Ausschussmitglieder. In der Vergangenheit sei die Vergabe sehr aufwendig und mit viel Papier verbunden gewesen, erklärte die Fachfrau. Mithilfe der Digitalisierung vereinfacht sich der Prozess der Hausnummernvergabe für die Verwaltung erheblich. Darüber hinaus ist beispielsweise auch die Vergabe von Windelsäcken über die gleiche Datenbank möglich. In Zukunft soll auch eine digitale Erfassung von Baulücken und Baulasten umgesetzt werden, kündigte Susann Purucker an.

Der Ausschuss diskutierte zudem über den Breitbandausbau. Ausschussvorsitzender Marc Weber (Grüne) erklärte, man wolle sich in einer der nächsten Sitzungen Anfang 2022 genauer aufzeigen lassen, welche Breitbandabdeckung in Porta derzeit vorhanden ist, wo es noch Lücken gibt und was die Verwaltung tun kann, um die Versorgung mit schnellem Internet im Stadtgebiet zu verbessern.

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Patrick Schwemmling

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Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) brachte eine stadteigene Breitbandgesellschaft ins Gespräch. „Wir sehen ja schon in anderen Kommunen die unterschiedlichsten Modelle, etwa mit stadteigenen Gesellschaften, damit man flächendeckend eine Versorgung hat. Da müssen wir uns eben überlegen, welches Modell für uns eine Variante sein könnte“, sagte sie.

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