Viel Luft nach oben: Bislang wenig Zuschauer im Open-Air-Kino Michael Grundmeier Porta Westfalica-Barkhausen. Das Sommerkino ging zum Auftakt vor weitgehen leeren Rängen über die Bühne Die Veranstalter hoffen auf Besserung und ähnliche Zahlen wie im vorigen Jahr, als das „Sommerkino“ ein echter Zuschauermagnet war. Weder „Greenland“ am ersten Abend noch „After Truth“ am zweiten konnten das Publikum bisher aus dem Haus oder hinterm Grill hervorlocken. Die Ränge blieben weitgehend leer, nur wenige Zuschauer verloren sich in dem vor Regen gut geschützten Rund der Goethe-Freilichtbühne. Von den 320 coronakonform ausgewiesenen Plätze waren am Donnerstagabend nur rund 20 besetzt. Warum es diesmal weniger gut läuft? Christoph Imming, Technischer Leiter der Freilichtbühne und Mitinhaber der Firma Audio-Systeme, hat darauf keine endgültige Antwort. „Vielleicht liegt es daran, dass das Angebot heute schon wieder größer ist als noch vor einem Jahr“, mutmaßt er. Darüber hinaus hätte vielleicht auch mehr Werbung laufen müssen. Ein weiteres Problem kommt hinzu: Zwischen dem Start im Kino und im Freien machen Verleiher einen Unterschied. „Man muss mindestens acht Wochen warten, deshalb kommen auch die Blockbuster, die gerade angelaufen sind, für das Sommerkino nicht in Frage.“ Er hätte gerne „Catweazle“, den neuen Film mit Otto Waalkes gezeigt, sagt Imming. „Das ging leider nicht.“ Er hätte sich gewünscht, dass die Verleiher in diese besonderen Zeit anders reagieren. Noch hat das Publikum einige Gelegenheiten, Plätze im Sommerkino zu buchen. In den nächsten Tagen gibt es jede Menge Programm (Infos unter www.portabuehne.de), beispielsweise „Wonder Woman 1984“ am Mittwoch, „They want me dead“ am Donnerstag, „Mortal Kombat“ am Freitag oder „The New Mutants“ am Sonntag. „Darunter sind Topfilme aus den letzten Monaten, die aber keiner sehen konnte, weil die Kinos geschlossen waren“, erklärt Imming. Besonders sehens- und hörenswert, sagen Kritiker, ist „Bohemian Rhapsody“ (Queen), der am nächsten Samstag gezeigt wird. „Mit unserer 5.1-Beschallung wird der Film zu einem echten Erlebnis“, sagt Imming. Auch für Actionfilme sei die 150.000 Euro teure Anlage von einem führenden Hersteller bestens geeignet. „Wenn die loslegt, hebt einen das aus dem Sitz. So eine Anlage findet man nicht so oft.“ Dazu kommt ein Beamer mit 6.500 Watt Leistung, der auch bei gerade einsetzender Dämmerung für ein gestochen klares Bild sorgt. Der Film wird auf einen Server aufgespielt und ist aufgrund eines Codes nur für einen genau definierten Zeitraum abspielbar. „Wir sind hier bestens ausgerüstet, jetzt fehlen uns nur noch die Zuschauer“, sagt Imming. Auf mehr Publikum hofft auch der Veranstalter des „Sommerkinos“, Alexander Thye. Auf die Frage nach der geringen Resonanz verweist Thye auf die Filmindustrie. Die habe wegen der Pandemie nur wenig Werbung gemacht . „Die Leute kennen die Filme, die vor einigen Monaten gelaufen sind, deshalb gar nicht“. Zufriedener ist Thye mit seinem Kino“ in Rahden, das seit nun wieder Filme zeigen darf. „Das ist gut angelaufen, allerdings haben wir noch nicht wieder die normalen Besucherzahlen.“ Angst, dass das Kino irgendwann obsolet sein könnte, hat Thye nicht. „Wir haben schon viele Veränderungen mitgemacht. Das Kino wird sich immer wieder neu erfinden und irgendwann vielleicht mehr in Richtung Premiumerlebnis gehen.“

Viel Luft nach oben: Bislang wenig Zuschauer im Open-Air-Kino

Haben die Technik im Griff: Christoph Imming (hinten) und Janek Lewin. © Picasa

Porta Westfalica-Barkhausen. Das Sommerkino ging zum Auftakt vor weitgehen leeren Rängen über die Bühne Die Veranstalter hoffen auf Besserung und ähnliche Zahlen wie im vorigen Jahr, als das „Sommerkino“ ein echter Zuschauermagnet war.

Weder „Greenland“ am ersten Abend noch „After Truth“ am zweiten konnten das Publikum bisher aus dem Haus oder hinterm Grill hervorlocken. Die Ränge blieben weitgehend leer, nur wenige Zuschauer verloren sich in dem vor Regen gut geschützten Rund der Goethe-Freilichtbühne. Von den 320 coronakonform ausgewiesenen Plätze waren am Donnerstagabend nur rund 20 besetzt.

Warum es diesmal weniger gut läuft? Christoph Imming, Technischer Leiter der Freilichtbühne und Mitinhaber der Firma Audio-Systeme, hat darauf keine endgültige Antwort. „Vielleicht liegt es daran, dass das Angebot heute schon wieder größer ist als noch vor einem Jahr“, mutmaßt er. Darüber hinaus hätte vielleicht auch mehr Werbung laufen müssen.


Ein weiteres Problem kommt hinzu: Zwischen dem Start im Kino und im Freien machen Verleiher einen Unterschied. „Man muss mindestens acht Wochen warten, deshalb kommen auch die Blockbuster, die gerade angelaufen sind, für das Sommerkino nicht in Frage.“ Er hätte gerne „Catweazle“, den neuen Film mit Otto Waalkes gezeigt, sagt Imming. „Das ging leider nicht.“ Er hätte sich gewünscht, dass die Verleiher in diese besonderen Zeit anders reagieren.

Viel Luft nach oben im Open-Air-Kino: An den ersten beiden Abenden bleiben viele Plätze leer. Fotos: Grundmeier - © Grundmeier
Viel Luft nach oben im Open-Air-Kino: An den ersten beiden Abenden bleiben viele Plätze leer. Fotos: Grundmeier - © Grundmeier

Noch hat das Publikum einige Gelegenheiten, Plätze im Sommerkino zu buchen. In den nächsten Tagen gibt es jede Menge Programm (Infos unter www.portabuehne.de), beispielsweise „Wonder Woman 1984“ am Mittwoch, „They want me dead“ am Donnerstag, „Mortal Kombat“ am Freitag oder „The New Mutants“ am Sonntag. „Darunter sind Topfilme aus den letzten Monaten, die aber keiner sehen konnte, weil die Kinos geschlossen waren“, erklärt Imming.

Besonders sehens- und hörenswert, sagen Kritiker, ist „Bohemian Rhapsody“ (Queen), der am nächsten Samstag gezeigt wird. „Mit unserer 5.1-Beschallung wird der Film zu einem echten Erlebnis“, sagt Imming. Auch für Actionfilme sei die 150.000 Euro teure Anlage von einem führenden Hersteller bestens geeignet. „Wenn die loslegt, hebt einen das aus dem Sitz. So eine Anlage findet man nicht so oft.“ Dazu kommt ein Beamer mit 6.500 Watt Leistung, der auch bei gerade einsetzender Dämmerung für ein gestochen klares Bild sorgt. Der Film wird auf einen Server aufgespielt und ist aufgrund eines Codes nur für einen genau definierten Zeitraum abspielbar. „Wir sind hier bestens ausgerüstet, jetzt fehlen uns nur noch die Zuschauer“, sagt Imming.

Auf mehr Publikum hofft auch der Veranstalter des „Sommerkinos“, Alexander Thye. Auf die Frage nach der geringen Resonanz verweist Thye auf die Filmindustrie. Die habe wegen der Pandemie nur wenig Werbung gemacht . „Die Leute kennen die Filme, die vor einigen Monaten gelaufen sind, deshalb gar nicht“.

Zufriedener ist Thye mit seinem Kino“ in Rahden, das seit nun wieder Filme zeigen darf. „Das ist gut angelaufen, allerdings haben wir noch nicht wieder die normalen Besucherzahlen.“ Angst, dass das Kino irgendwann obsolet sein könnte, hat Thye nicht. „Wir haben schon viele Veränderungen mitgemacht. Das Kino wird sich immer wieder neu erfinden und irgendwann vielleicht mehr in Richtung Premiumerlebnis gehen.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica