Verjüngter Wahlkampf: 25-jähriger Portaner soll für die CDU in den Landtag einziehen Thomas Lieske Minden/Porta Westfalica. Die CDU im Wahlkreis Minden/Porta Westfalica/Bad Oeynhausen setzt auf eine Verjüngungskur. Mit einer absoluten Mehrheit gleich im ersten Wahldurchgang haben die Delegierten der Ortsunionen den Portaner Jonas Horstmann zu ihrem Landtagskandidaten für die Wahl im kommenden Jahr gekürt. Der 25-Jährige wird im Mai 2022 in das Rennen um ein Mandat für den Landtag in Düsseldorf gehen. Er erhielt 31 von 53 Stimmen und erzielte damit am Samstag knapp 60 Prozent. Damit will er die Nachfolge von Kirstin Korte antreten, die aktuell den Wahlkreis noch im Landtag vertritt, aber nicht wieder antreten will. Erfahrungen in der politischen Arbeit hat Horstmann bereits seit einigen Jahren sammeln können. Er ist in der CDU Porta Westfalica aktiv, saß bis zum vergangenen Jahr im Stadtrat, ist Vorsitzender der Jungen Union Minden-Lübbecke und sowieso seitdem er 13 ist, an Politik interessiert. Er hat Management sozialer Dienstleistungen auf Master studiert und arbeitet als kaufmännischer Angestellter. Mit seinem angestrebten Wahlprogramm konnte er sich am Samstag bei der Versammlung der Delegierten im Kaisersaal in Minden klar gegen seine Mitbewerber Lennart Ulrich aus Minden, Mitarbeiter in Kirstin Kortes Landtagsbüro, und Joachim Knollmann aus Bad Oeynhausen, Geschäftsführer einer diakonischen Einrichtung, durchsetzen. Sie bekamen 16 beziehungsweise sechs Stimmen. Jonas Horstmann ist in Porta Westfalica und im Mühlenkreis fest verwurzelt. Nicht nur parteipolitisch, sondern auch privat. Etwa durch die Jagd, den Schützenverein oder den Fußball. Tradition liege ihm am Herzen, sagte er vor den Delegierten. Dennoch dürfe sich die CDU nicht scheuen, für „eine echte Digitalisierung“ zu arbeiten. „Ich will das Ende des Faxzeitalters einleiten. Auch in den Behörden“, betont Horstmann. Das stelle Kommunen vor große Herausforderungen, und dafür müsse das Land Hilfestellungen geben. Das gelte auch für die innere Sicherheit. Vor allem Bad Oeynhausen sei im Landeskriminalbericht im Bereich der Clankriminalität aufgefallen. „Bei den Recherchen zu dem Thema ist mir übel geworden“, sagt Horstmann. „Wir brauchen mehr Polizisten auf der Straße, Videoüberwachung und eine Null-Toleranz-Politik gegen diese Verbrecher“, betont er. Am Herzen liege ihm auch die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich. Er wolle sich in Düsseldorf dafür einsetzen, dass das Land die Klinikstandorte hier vor Ort stärkt. Vor Ort, das ist ohnehin Jonas Horstmanns Thema. „Wir müssen die Jobs hier im Mühlenkreis sichern, nicht in Köln oder Berlin. Wir müssen Anreize schaffen, die jungen Leute hier im Mühlenkreis zu halten.“ Und es müsse sich lohnen, Leistung zu bringen, zu arbeiten. Er werde nicht für weitere Steuererhöhungen oder neue Steuern stimmen, sagt er. Vielmehr wolle er die Arbeit der CDU anders machen, „mit einem anderen Stil und dem Herz auf der Zunge“. Jonas Horstmann ist aus diversen politischen Sitzungen bekannt dafür, dass er Dinge klar anspricht und Lösungen einfordert. Bei allem Selbstvertrauen, mit dem er in die Kandidatur gehen wolle, sei ihm aber auch bewusst, dass es im Wahlkampf „um eine echte SPD-Hochburg“ gehe. Die Kandidaten unterschieden sich in ihren Profilen kaum. Alle drei sind fest im Mühlenkreis verwurzelt, sparten weder mit Lobeshymnen auf die CDU-Arbeit auf Landesebene, noch mit Kritik an anderen Parteien. Inhaltlich gab es große Schnittmengen, am Ende zählte offenbar der persönliche Eindruck unter den Vertretern der Christdemokraten. Und den konnte Jonas Horstmann klar für sich entscheiden. Kirstin Korte bezeichnete alle drei Kandidaten zuvor als „hoch engagierte Leute, die alle fähig sind“. Und sie machte noch einmal Werbung für einen engagierten Endspurt im Bundestagswahlkampf – mit Worten, die sicherlich für einige Diskussionen sorgen werden: „Wir alle wissen von der rot-rot-grünen Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist. Wir haben verflixt viel zu verlieren.“ Unter den CDU-Vertretern sorgte die Aussage zumindest für tosenden Applaus.

Verjüngter Wahlkampf: 25-jähriger Portaner soll für die CDU in den Landtag einziehen

Gratulation von der aktuellen CDU-Landtagsabgeordneten: Jonas Horstmann aus Porta Westfalica soll Nachfolger von Kirstin Korte werden. Das hat die Delegiertenversammlung mit absoluter Mehrheit bestimmt. MT-Foto: Thomas Lieske © Thomas Lieske

Minden/Porta Westfalica. Die CDU im Wahlkreis Minden/Porta Westfalica/Bad Oeynhausen setzt auf eine Verjüngungskur. Mit einer absoluten Mehrheit gleich im ersten Wahldurchgang haben die Delegierten der Ortsunionen den Portaner Jonas Horstmann zu ihrem Landtagskandidaten für die Wahl im kommenden Jahr gekürt. Der 25-Jährige wird im Mai 2022 in das Rennen um ein Mandat für den Landtag in Düsseldorf gehen. Er erhielt 31 von 53 Stimmen und erzielte damit am Samstag knapp 60 Prozent. Damit will er die Nachfolge von Kirstin Korte antreten, die aktuell den Wahlkreis noch im Landtag vertritt, aber nicht wieder antreten will.

Erfahrungen in der politischen Arbeit hat Horstmann bereits seit einigen Jahren sammeln können. Er ist in der CDU Porta Westfalica aktiv, saß bis zum vergangenen Jahr im Stadtrat, ist Vorsitzender der Jungen Union Minden-Lübbecke und sowieso seitdem er 13 ist, an Politik interessiert. Er hat Management sozialer Dienstleistungen auf Master studiert und arbeitet als kaufmännischer Angestellter. Mit seinem angestrebten Wahlprogramm konnte er sich am Samstag bei der Versammlung der Delegierten im Kaisersaal in Minden klar gegen seine Mitbewerber Lennart Ulrich aus Minden, Mitarbeiter in Kirstin Kortes Landtagsbüro, und Joachim Knollmann aus Bad Oeynhausen, Geschäftsführer einer diakonischen Einrichtung, durchsetzen. Sie bekamen 16 beziehungsweise sechs Stimmen.

Jonas Horstmann ist in Porta Westfalica und im Mühlenkreis fest verwurzelt. Nicht nur parteipolitisch, sondern auch privat. Etwa durch die Jagd, den Schützenverein oder den Fußball. Tradition liege ihm am Herzen, sagte er vor den Delegierten. Dennoch dürfe sich die CDU nicht scheuen, für „eine echte Digitalisierung“ zu arbeiten. „Ich will das Ende des Faxzeitalters einleiten. Auch in den Behörden“, betont Horstmann. Das stelle Kommunen vor große Herausforderungen, und dafür müsse das Land Hilfestellungen geben.


Das gelte auch für die innere Sicherheit. Vor allem Bad Oeynhausen sei im Landeskriminalbericht im Bereich der Clankriminalität aufgefallen. „Bei den Recherchen zu dem Thema ist mir übel geworden“, sagt Horstmann. „Wir brauchen mehr Polizisten auf der Straße, Videoüberwachung und eine Null-Toleranz-Politik gegen diese Verbrecher“, betont er.

Am Herzen liege ihm auch die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich. Er wolle sich in Düsseldorf dafür einsetzen, dass das Land die Klinikstandorte hier vor Ort stärkt. Vor Ort, das ist ohnehin Jonas Horstmanns Thema. „Wir müssen die Jobs hier im Mühlenkreis sichern, nicht in Köln oder Berlin. Wir müssen Anreize schaffen, die jungen Leute hier im Mühlenkreis zu halten.“ Und es müsse sich lohnen, Leistung zu bringen, zu arbeiten. Er werde nicht für weitere Steuererhöhungen oder neue Steuern stimmen, sagt er.

Vielmehr wolle er die Arbeit der CDU anders machen, „mit einem anderen Stil und dem Herz auf der Zunge“. Jonas Horstmann ist aus diversen politischen Sitzungen bekannt dafür, dass er Dinge klar anspricht und Lösungen einfordert. Bei allem Selbstvertrauen, mit dem er in die Kandidatur gehen wolle, sei ihm aber auch bewusst, dass es im Wahlkampf „um eine echte SPD-Hochburg“ gehe.

Die Kandidaten unterschieden sich in ihren Profilen kaum. Alle drei sind fest im Mühlenkreis verwurzelt, sparten weder mit Lobeshymnen auf die CDU-Arbeit auf Landesebene, noch mit Kritik an anderen Parteien. Inhaltlich gab es große Schnittmengen, am Ende zählte offenbar der persönliche Eindruck unter den Vertretern der Christdemokraten. Und den konnte Jonas Horstmann klar für sich entscheiden.

Kirstin Korte bezeichnete alle drei Kandidaten zuvor als „hoch engagierte Leute, die alle fähig sind“. Und sie machte noch einmal Werbung für einen engagierten Endspurt im Bundestagswahlkampf – mit Worten, die sicherlich für einige Diskussionen sorgen werden: „Wir alle wissen von der rot-rot-grünen Gefahr, die nicht zu unterschätzen ist. Wir haben verflixt viel zu verlieren.“ Unter den CDU-Vertretern sorgte die Aussage zumindest für tosenden Applaus.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica