Update: Brandserie und andere Einsätze halten Feuerwehr Porta in Atem - Verdächtiger auf freiem Fuß Fabian Terwey,Patrick Schwemling,Thomas Lieske Porta Westfalica/Bad Oeynhausen. Eine Brandserie hat die Feuerwehr Porta am Wochenende in Atem gehalten. Noch während der Löscharbeiten im Vogelparadies in Costedt hat die Polizei Minden-Lübbecke einen mutmaßlichen Brandstifter aus Bad Oeynhausen festgenommen. Der 23-Jährige steht unter dem Verdacht, in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen in Porta Westfalica gezündelt zu haben. Das teilte die Polizei am Montagmittag mit. Sollte sich der Anfangsverdacht gegen den Mann bestätigen, liegt Tatort Nummer eins in Holzhausen in der Straße Wittenhusen. Dort brannten am vergangenen Freitag mehrere auf einer Wiese gelagerte Heuballen. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der Mann sie in Brand gesetzt haben könnte. Nahezu parallel brannten weitere Heuballen im Maschweg – nur wenige hundert Meter von der ersten Einsatzstelle entfernt. Polizei und Feuerwehr glauben nicht an einen Zufall. Denn: vier Stunden nach dem ersten Feuer brannten wieder Heuballen in der Straße Witthusen. In diesen vier Stunden gab es auch in anderen Stadtteilen Alarm. Gleich dreimal musste die Feuerwehr zu Busch- und Heckenbränden ausrücken: In den Straßen „Zur Weser“ in Neesen, Alte Poststraße in Barkhausen sowie direkt um die Ecke in der Osterfeldstraße. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe dieser Brände liegt der Verdacht nahe, dass es sich dabei um Brandstiftung handeln könnte. Deutlich größer fiel ein Feuer im benachbarten Evesen bei Bückeburg aus. Dort brannten – auch am Freitag – zunächst einige Heuballen. Der Brand wurde am frühen Freitagnachmittag gemeldet und konnte erst in der Nacht zu Samstag endgültig gelöscht werden. Die Feuerwehr war bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30 Grad mit rund 100 Einsatzkräften mehr als zehn Stunden lang in einem kräftezehrenden Einsatz. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehr als 30.000 Euro. Das Feuer griff schnell auf die Überdachung über, sodass die Feuerwehrleute große Mühe hatten, zumindest Teile des Gebäudes zu retten. Am Samstag setzte sich die Brandserie fort: Polizei und Feuerwehr wurden am Nachmittag zu einem erneuten Heuballen-Brand nach Holzhausen zum Vogelparadies gerufen. Dort trafen die Beamten während der Löscharbeiten auf den 23-Jährigen, der sich mit einem Fahrrad in der Nähe des Brandortes aufhielt. Im Zuge einer ersten Befragung und weiterer Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den jungen Mann, sodass die Beamten ihn vorübergehend festnahmen. Die Beamten prüfen nicht nur, ob der Bad Oeynhausener für die Heuballen- und Böschungsbrände in Porta Westfalica verantwortlich ist, sondern klären derzeit auch einen möglichen Zusammenhang zu dem Brand des Strohlagers im benachbarten Bückeburger Ortsteil Evesen, das nahezu komplett niederbrannte. Ob der 23-Jährige diesen Brand auch gelegt hatte, wollte die Polizei auf MT-Nachfrage nicht kommentieren. Nur so viel: „Dazu geben wir keine Stellung ab“, sagte Pressesprecher Ralf Steinmeyer. Wie die Polizei jedoch mitteilt, gab der 23-Jährige in seiner Vernehmung zu, einen Teil der im vorgeworfenen Brände gelegt zu haben. Allerdings: Aufgrund fehlender Haftgründe wurde der Beschuldigte in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Auch ein weiterer aufwendiger Einsatz am Samstag sorgte dafür, dass die Feuerwehrleute nicht zur Ruhe kamen: Gegen 21.30 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei zwei Personen am Hang des Jakobsberges. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, will der Anrufer gesehen haben, dass einer der beiden hilfslos wirkte. Darauf schickte die Leitstelle Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Fernsehturm hoch. An der Einsatzstelle konnten die Rettungskräfte allerdings keine Person ausfindig machen. Nach Angaben von Michael Horst, Sprecher der Feuerwehr Porta, haben die Einsatzkräfte sowohl den Bereich rund um die Portakanzel, als auch vom Eingang des Stollens an der B482 abgeleuchtet. Zu finden war allerdings nichts. So kamen die zusätzlich alarmierten Höhenretter aus Espelkamp auch nicht zum Einsatz.

Update: Brandserie und andere Einsätze halten Feuerwehr Porta in Atem - Verdächtiger auf freiem Fuß

Die Wehrleute rückten zu mehreren Böschungsbränden aus. © Michael Horst,M.Horst@gmx.de

Porta Westfalica/Bad Oeynhausen. Eine Brandserie hat die Feuerwehr Porta am Wochenende in Atem gehalten. Noch während der Löscharbeiten im Vogelparadies in Costedt hat die Polizei Minden-Lübbecke einen mutmaßlichen Brandstifter aus Bad Oeynhausen festgenommen. Der 23-Jährige steht unter dem Verdacht, in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen in Porta Westfalica gezündelt zu haben. Das teilte die Polizei am Montagmittag mit.

Sollte sich der Anfangsverdacht gegen den Mann bestätigen, liegt Tatort Nummer eins in Holzhausen in der Straße Wittenhusen. Dort brannten am vergangenen Freitag mehrere auf einer Wiese gelagerte Heuballen. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der Mann sie in Brand gesetzt haben könnte.

Nahezu parallel brannten weitere Heuballen im Maschweg – nur wenige hundert Meter von der ersten Einsatzstelle entfernt. Polizei und Feuerwehr glauben nicht an einen Zufall. Denn: vier Stunden nach dem ersten Feuer brannten wieder Heuballen in der Straße Witthusen. In diesen vier Stunden gab es auch in anderen Stadtteilen Alarm. Gleich dreimal musste die Feuerwehr zu Busch- und Heckenbränden ausrücken: In den Straßen „Zur Weser“ in Neesen, Alte Poststraße in Barkhausen sowie direkt um die Ecke in der Osterfeldstraße. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe dieser Brände liegt der Verdacht nahe, dass es sich dabei um Brandstiftung handeln könnte.

Nicht an allen Stellen hatte der mutmaßliche Brandstifter Erfolg: Diese Heuballen waren offenbar zu nass. Fotos: Feuerwehr Porta/Michael Horst
Nicht an allen Stellen hatte der mutmaßliche Brandstifter Erfolg: Diese Heuballen waren offenbar zu nass. Fotos: Feuerwehr Porta/Michael Horst

Deutlich größer fiel ein Feuer im benachbarten Evesen bei Bückeburg aus. Dort brannten – auch am Freitag – zunächst einige Heuballen. Der Brand wurde am frühen Freitagnachmittag gemeldet und konnte erst in der Nacht zu Samstag endgültig gelöscht werden. Die Feuerwehr war bei hochsommerlichen Temperaturen jenseits der 30 Grad mit rund 100 Einsatzkräften mehr als zehn Stunden lang in einem kräftezehrenden Einsatz. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehr als 30.000 Euro. Das Feuer griff schnell auf die Überdachung über, sodass die Feuerwehrleute große Mühe hatten, zumindest Teile des Gebäudes zu retten.

Das Strohlager im Bückeburger Ortsteil Evesen brannte nahezu komplett nieder. Der Einsatz bei Temperaturen über 30 Grad war kräftezehrend. - © Foto: Moritz Gumin/Feuerwehr Bückeburg
Das Strohlager im Bückeburger Ortsteil Evesen brannte nahezu komplett nieder. Der Einsatz bei Temperaturen über 30 Grad war kräftezehrend. - © Foto: Moritz Gumin/Feuerwehr Bückeburg

Am Samstag setzte sich die Brandserie fort: Polizei und Feuerwehr wurden am Nachmittag zu einem erneuten Heuballen-Brand nach Holzhausen zum Vogelparadies gerufen. Dort trafen die Beamten während der Löscharbeiten auf den 23-Jährigen, der sich mit einem Fahrrad in der Nähe des Brandortes aufhielt. Im Zuge einer ersten Befragung und weiterer Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den jungen Mann, sodass die Beamten ihn vorübergehend festnahmen.

Die Beamten prüfen nicht nur, ob der Bad Oeynhausener für die Heuballen- und Böschungsbrände in Porta Westfalica verantwortlich ist, sondern klären derzeit auch einen möglichen Zusammenhang zu dem Brand des Strohlagers im benachbarten Bückeburger Ortsteil Evesen, das nahezu komplett niederbrannte.

Ob der 23-Jährige diesen Brand auch gelegt hatte, wollte die Polizei auf MT-Nachfrage nicht kommentieren. Nur so viel: „Dazu geben wir keine Stellung ab“, sagte Pressesprecher Ralf Steinmeyer. Wie die Polizei jedoch mitteilt, gab der 23-Jährige in seiner Vernehmung zu, einen Teil der im vorgeworfenen Brände gelegt zu haben. Allerdings: Aufgrund fehlender Haftgründe wurde der Beschuldigte in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen.

Auch ein weiterer aufwendiger Einsatz am Samstag sorgte dafür, dass die Feuerwehrleute nicht zur Ruhe kamen: Gegen 21.30 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei zwei Personen am Hang des Jakobsberges. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilt, will der Anrufer gesehen haben, dass einer der beiden hilfslos wirkte.

Darauf schickte die Leitstelle Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Fernsehturm hoch. An der Einsatzstelle konnten die Rettungskräfte allerdings keine Person ausfindig machen. Nach Angaben von Michael Horst, Sprecher der Feuerwehr Porta, haben die Einsatzkräfte sowohl den Bereich rund um die Portakanzel, als auch vom Eingang des Stollens an der B482 abgeleuchtet. Zu finden war allerdings nichts. So kamen die zusätzlich alarmierten Höhenretter aus Espelkamp auch nicht zum Einsatz.

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