Teurer Wunsch: Maroder Abschnitt des Weserradwegs soll erneuert werden Thomas Lieske Porta Westfalica (lies). Die Stadt Porta Westfalica will sich in Sachen Tourismus weiter nach vorne bringen. Darin sind sich Verwaltung und Politik einig. Doch das bedeutet unter Umständen auch, die eine oder andere mitunter teurere Baustelle anzupacken – zum Beispiel den Weserradweg zwischen Eisbergen und Veltheim. Aus Sicht von Karl Erich Schmeding (CDU) handelt es sich hierbei nämlich um den „schlechtesten Teil des Weserradwegs auf Portaner Stadtgebiet“. So formulierte es der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus vor Kurzem in einer Sitzung des Ausschusses. Er spricht von großen Schlaglöchern und sogar illegalem Autoverkehr. Das Problem sei der Verwaltung bestens bekannt, erklärte der Technische Beigeordnete Stefan Mohme den Ausschussmitgliedern. „Die wassergebundene Decke macht uns seit Jahren Probleme.“ Den illegalen Verkehr habe die Stadt bei mehreren Kontrollen im Sommer vergangenen Jahres kontrolliert. „Das hat einiges bewirkt. Wir haben auch schon darüber nachgedacht, mit einer massiven Sperre dauerhaft dagegen vorzugehen“, betont Mohme. Allerdings sei die Frage dann, wie man den touristischen Verkehr weiterhin ermöglichen könne. Ein weiteres Problem sei, dass einige Landwirte den Weg mit ihren schweren Maschinen nutzen müssten, um zu ihren Grundstücken zu kommen. All das produziere auf der geschotterten Fläche immer wieder Schlaglöcher. Deswegen wünschen sich Verwaltung und Politik, eine nachhaltige Lösung für den Abschnitt des Weserradweges finden zu können. Dabei müsse man sich auch Gedanken über eine Teerdecke machen, sagt Mohme. Aber: „Das wird dann richtig teuer. Und die Frage ist, ob das so gewünscht ist.“ Ausschussvorsitzender Karl Erich Schmeding schlägt eine sogenannte Treckerschleuse vor: Betonierte Bodenkissen würden dann verhindern, dass Autos weiterhin über den Weserradweg fahren, höhere Treckergespanne allerdings könnten den Bereich weiter passieren. Davor warnen allerdings Jörg Horstmeier und Dirk Rahnenführer (beide SPD). „Solche Pollerkissen sind für Radfahrer ziemlich gefährlich“, findet Horstmeier. Er und sein Fraktionskollege erinnern in diesem Zusammenhang auch noch einmal an so manchen „kuriosen“ Fahrradunfall auf dem Weserradweg. Wichtig ist Dirk Rahnenführer, mögliche Förderkulissen für eine Sanierung oder einen Teilneubau des Weserradweges zu prüfen. Für die SPD, sagt der Fraktionsvorsitzende, sei das eine „Grundvoraussetzung“, um einer aufwendigeren Sanierung zuzustimmen. Die Verwaltung will nun verschiedene Varianten zur Ertüchtigung des Radweges prüfen und der Politik in absehbarer Zeit die Pläne vorlegen, um auch die weiteren Kosten abzuschätzen. Bis dahin bleibt ein verbesserter Zustand des Weserradweges zwischen Eisbergen und Veltheim erst einmal ein teurer Wunsch.

Teurer Wunsch: Maroder Abschnitt des Weserradwegs soll erneuert werden

Der Weserradweg zwischen Eisbergen und Veltheim hat keine Teerdecke. Foto (Archiv): Stefan Lyrath © Stefan Lyrath

Porta Westfalica (lies). Die Stadt Porta Westfalica will sich in Sachen Tourismus weiter nach vorne bringen. Darin sind sich Verwaltung und Politik einig. Doch das bedeutet unter Umständen auch, die eine oder andere mitunter teurere Baustelle anzupacken – zum Beispiel den Weserradweg zwischen Eisbergen und Veltheim. Aus Sicht von Karl Erich Schmeding (CDU) handelt es sich hierbei nämlich um den „schlechtesten Teil des Weserradwegs auf Portaner Stadtgebiet“.

So formulierte es der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus vor Kurzem in einer Sitzung des Ausschusses. Er spricht von großen Schlaglöchern und sogar illegalem Autoverkehr. Das Problem sei der Verwaltung bestens bekannt, erklärte der Technische Beigeordnete Stefan Mohme den Ausschussmitgliedern. „Die wassergebundene Decke macht uns seit Jahren Probleme.“

Den illegalen Verkehr habe die Stadt bei mehreren Kontrollen im Sommer vergangenen Jahres kontrolliert. „Das hat einiges bewirkt. Wir haben auch schon darüber nachgedacht, mit einer massiven Sperre dauerhaft dagegen vorzugehen“, betont Mohme. Allerdings sei die Frage dann, wie man den touristischen Verkehr weiterhin ermöglichen könne.

Ein weiteres Problem sei, dass einige Landwirte den Weg mit ihren schweren Maschinen nutzen müssten, um zu ihren Grundstücken zu kommen. All das produziere auf der geschotterten Fläche immer wieder Schlaglöcher. Deswegen wünschen sich Verwaltung und Politik, eine nachhaltige Lösung für den Abschnitt des Weserradweges finden zu können. Dabei müsse man sich auch Gedanken über eine Teerdecke machen, sagt Mohme. Aber: „Das wird dann richtig teuer. Und die Frage ist, ob das so gewünscht ist.“

Ausschussvorsitzender Karl Erich Schmeding schlägt eine sogenannte Treckerschleuse vor: Betonierte Bodenkissen würden dann verhindern, dass Autos weiterhin über den Weserradweg fahren, höhere Treckergespanne allerdings könnten den Bereich weiter passieren. Davor warnen allerdings Jörg Horstmeier und Dirk Rahnenführer (beide SPD). „Solche Pollerkissen sind für Radfahrer ziemlich gefährlich“, findet Horstmeier. Er und sein Fraktionskollege erinnern in diesem Zusammenhang auch noch einmal an so manchen „kuriosen“ Fahrradunfall auf dem Weserradweg. Wichtig ist Dirk Rahnenführer, mögliche Förderkulissen für eine Sanierung oder einen Teilneubau des Weserradweges zu prüfen. Für die SPD, sagt der Fraktionsvorsitzende, sei das eine „Grundvoraussetzung“, um einer aufwendigeren Sanierung zuzustimmen.

Die Verwaltung will nun verschiedene Varianten zur Ertüchtigung des Radweges prüfen und der Politik in absehbarer Zeit die Pläne vorlegen, um auch die weiteren Kosten abzuschätzen. Bis dahin bleibt ein verbesserter Zustand des Weserradweges zwischen Eisbergen und Veltheim erst einmal ein teurer Wunsch.

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