Teuer und kompliziert: Gleich mehrere Straßenbauprojekte fordern derzeit viel Arbeitsaufwand Thomas Lieske Porta Westfalica. Kaum etwas ist derzeit schwerer kalkulierbar als Baukosten. Gleiche eine Reihe von Faktoren macht detaillierten Kostenplanungen schon kurze Zeit später wieder einen Strich durch die Rechnung. Auch die Stadt Porta Westfalica muss gezwungenermaßen nachrechnen. Zum Beispiel bei der Sanierung der Lohfelder Straße. Aber auch an anderen Stellen kommen für das kommende Jahr erhebliche Kosten auf die Stadt zu. Spannend könnte sich eine mögliche neue Verbindungsstraße zwischen der Porta-Allee und dem Erbeweg in Barkhausen entwickeln. Der neue Weg würde als Zufahrt für den angedachten Neubau des Entsorger Prezero dienen. Während die Stadt davon ausgeht, dass die Straße im kommenden Jahr gebaut wird und vorsichtshalber Kosten von 1,45 Millionen Euro in den kommenden Haushalt einplanen will, äußerte sich der Entsorger selbst zuletzt eher zurückhaltend zu den Plänen. Das Unternehmen wolle zunächst prüfen, ob ein Verwaltungsneubau überhaupt noch notwendig sei oder ob sich durch die Pandemie neue Formen der Büroorganisation etablieren lassen und dezentrale Arbeitsplätze effektiver sein könnten. Auf kurzfristige erneute MT-Nachfrage zum aktuellen Stand gab es am Freitag noch keine Auskunft. Teuer sieht es derzeit in der Tabelle des Stadtkämmerers auch in der Zeile Lohfelder Straße aus. Wie berichtet, würden die Baukosten vor allem für den zweiten Abschnitt explodieren, wenn die Stadt weiter an den Plänen einer nahezu grundhaften Sanierung festhalten würde. Gleichzeitig ist die Stadt rechtlich gezwungen, zu prüfen, ob Anwohner an den Kosten beteiligt werden müssten. Das hatten Politik und Verwaltung in den vergangenen Jahren stets abgelehnt und immer Lösungswege ohne Anwohnerbeteiligung gefunden. In diesem Fall hieße das womöglich auch deutlich höhere Kosten für die Stadt oder eine kostengünstigere Sanierung, die nicht so lange hält, wie eigentlich vorgesehen. 3,7 Millionen Euro stehen derzeit im Plan. Aufgrund der aktuellen Diskussion ist dieser Punkt aber noch einmal zurückgestellt worden. Ähnlich prekär stellt sich die Lage an der Eisberger Weserbrücke dar. Während die Eisberger mittlerweile von einer unendlichen Geschichte sprechen, müssen in der Verwaltung die Zahlen hin- und hergeschoben werden. Satte sieben Millionen Euro würde nach derzeitigen groben Schätzungen allein eine Sanierung des Bauwerks kosten. Die wäre nämlich sehr aufwendig. Ein Neubau allerdings, so heißt es aus dem Rathaus, käme noch deutlich teurer und komme derzeit – so lautet auch das mehrheitliche Votum aus der Politik – nicht in Frage. Derzeit ist die Brücke aufgrund von statischen Mängeln für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Landwirte müssen damit in der Hochsaison lange Umwege über Rinteln nehmen. Kompliziert stellt sich derzeit auch die Lage in Nammen dar. Dort soll das Gewerbegebiet an die Hauptverkehrsstraße angebunden werden. Die Stadt Porta Westfalica wartet dazu allerdings noch auf eine Stellungnahme ihres Rechtsanwaltes. Dabei geht es auch um die Übernahme von Kosten. Denn die Anbindung wird nicht günstig: Deutlich mehr als eine Million Euro wird das Bauvorhaben vermutlich kosten, auf das die ansässigen Gewerbebetriebe nach MT-Informationen mit Nachdruck pochen. Ansonsten sieht der Investitionsplan der Stadt Porta Westfalica für Straßen ein eher überschaubares Programm vor. Zum einen soll die Oehrkstraße in Holtrup verlängert werden, zum anderen sollen Buswartehäuschen erneuert werden. Dafür steht allerdings eine hohe Förderung zur Verfügung. Zudem führt die Stadt derzeit Gespräche mit Grundstückseigentümern in der Aue (Eisbergen). Dort soll ein Teil des Weserradweges von der viel zu schmalen Straße auf einen eigenen Radweg verlegt werden. Der müsste allerdings erst gebaut werden und würde über etliche Fremdgrundstücke führen, die die Stadt ankaufen müsste. Nach den Ferien wird die Politik weiter beraten.

Teuer und kompliziert: Gleich mehrere Straßenbauprojekte fordern derzeit viel Arbeitsaufwand

Blick von der Kreisstraße in Richtung Gewerbegebiet Barkhausen: Auf diesem Gelände könnte die neue Verwaltungszentrale des Entsorgers Prezero entstehen. Die Fläche liegt zwischen Porta-Allee und Erbeweg. Die Stadt geht davon aus, dass diese Straßen 2022 verbunden werden. MT-Foto: Dirk Haunhorst © Haunhorst

Porta Westfalica. Kaum etwas ist derzeit schwerer kalkulierbar als Baukosten. Gleiche eine Reihe von Faktoren macht detaillierten Kostenplanungen schon kurze Zeit später wieder einen Strich durch die Rechnung. Auch die Stadt Porta Westfalica muss gezwungenermaßen nachrechnen. Zum Beispiel bei der Sanierung der Lohfelder Straße. Aber auch an anderen Stellen kommen für das kommende Jahr erhebliche Kosten auf die Stadt zu.

Spannend könnte sich eine mögliche neue Verbindungsstraße zwischen der Porta-Allee und dem Erbeweg in Barkhausen entwickeln. Der neue Weg würde als Zufahrt für den angedachten Neubau des Entsorger Prezero dienen. Während die Stadt davon ausgeht, dass die Straße im kommenden Jahr gebaut wird und vorsichtshalber Kosten von 1,45 Millionen Euro in den kommenden Haushalt einplanen will, äußerte sich der Entsorger selbst zuletzt eher zurückhaltend zu den Plänen. Das Unternehmen wolle zunächst prüfen, ob ein Verwaltungsneubau überhaupt noch notwendig sei oder ob sich durch die Pandemie neue Formen der Büroorganisation etablieren lassen und dezentrale Arbeitsplätze effektiver sein könnten. Auf kurzfristige erneute MT-Nachfrage zum aktuellen Stand gab es am Freitag noch keine Auskunft.

Teuer sieht es derzeit in der Tabelle des Stadtkämmerers auch in der Zeile Lohfelder Straße aus. Wie berichtet, würden die Baukosten vor allem für den zweiten Abschnitt explodieren, wenn die Stadt weiter an den Plänen einer nahezu grundhaften Sanierung festhalten würde. Gleichzeitig ist die Stadt rechtlich gezwungen, zu prüfen, ob Anwohner an den Kosten beteiligt werden müssten. Das hatten Politik und Verwaltung in den vergangenen Jahren stets abgelehnt und immer Lösungswege ohne Anwohnerbeteiligung gefunden. In diesem Fall hieße das womöglich auch deutlich höhere Kosten für die Stadt oder eine kostengünstigere Sanierung, die nicht so lange hält, wie eigentlich vorgesehen. 3,7 Millionen Euro stehen derzeit im Plan. Aufgrund der aktuellen Diskussion ist dieser Punkt aber noch einmal zurückgestellt worden.


Ähnlich prekär stellt sich die Lage an der Eisberger Weserbrücke dar. Während die Eisberger mittlerweile von einer unendlichen Geschichte sprechen, müssen in der Verwaltung die Zahlen hin- und hergeschoben werden. Satte sieben Millionen Euro würde nach derzeitigen groben Schätzungen allein eine Sanierung des Bauwerks kosten. Die wäre nämlich sehr aufwendig. Ein Neubau allerdings, so heißt es aus dem Rathaus, käme noch deutlich teurer und komme derzeit – so lautet auch das mehrheitliche Votum aus der Politik – nicht in Frage. Derzeit ist die Brücke aufgrund von statischen Mängeln für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Landwirte müssen damit in der Hochsaison lange Umwege über Rinteln nehmen.

Kompliziert stellt sich derzeit auch die Lage in Nammen dar. Dort soll das Gewerbegebiet an die Hauptverkehrsstraße angebunden werden. Die Stadt Porta Westfalica wartet dazu allerdings noch auf eine Stellungnahme ihres Rechtsanwaltes. Dabei geht es auch um die Übernahme von Kosten. Denn die Anbindung wird nicht günstig: Deutlich mehr als eine Million Euro wird das Bauvorhaben vermutlich kosten, auf das die ansässigen Gewerbebetriebe nach MT-Informationen mit Nachdruck pochen.

Ansonsten sieht der Investitionsplan der Stadt Porta Westfalica für Straßen ein eher überschaubares Programm vor. Zum einen soll die Oehrkstraße in Holtrup verlängert werden, zum anderen sollen Buswartehäuschen erneuert werden. Dafür steht allerdings eine hohe Förderung zur Verfügung. Zudem führt die Stadt derzeit Gespräche mit Grundstückseigentümern in der Aue (Eisbergen). Dort soll ein Teil des Weserradweges von der viel zu schmalen Straße auf einen eigenen Radweg verlegt werden. Der müsste allerdings erst gebaut werden und würde über etliche Fremdgrundstücke führen, die die Stadt ankaufen müsste. Nach den Ferien wird die Politik weiter beraten.

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