Suche nach der seltenen Elsbeere Naturfreunde lassen sich Baum des Jahres im Wiehengebirge zeigen / Pflanzaktion im Kurpark Von Robert Kauffeld Porta Westfalica-Barkhausen (rkm). Die Elsbeere ist Baum des Jahres 2011. Mitglieder des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta haben sich zu einem der seltenen Standorte führen lassen, um mehr über den Baum zu erfahren. Achim Büscher vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe führte die kleine Gruppe, die sich an der Wittekindsburg traf, zu einem in der Nähe des Kammweges weiter westlich gelegenen Standort, wo eine große Elsbeere bewundert werden kann - sofern man den Baum auch erkennt. Denn die Elsbeere hat sehr große Ähnlichkeit mit einem Ahorn.Die Teilnehmer der kleinen Exkursion mussten ein wenig am steilen Hang emporkraxeln, um den Stamm und die neuen aus dem Boden treibenden Triebe betrachten zu können. Achim Büscher hatte zuvor an einer bildlichen Darstellung die Eigenarten des Baumes erklärt und Dr. Ulrike Schaksmeier die Eisbeere ausführlich beschrieben, sodass die Naturfreunde bald die charakteristischen Merkmale erkennen konnten.Im Gegensatz zum Ahorn hat die Elsbeere sehr variabel ausgebildete Blätter, die nicht gegenständig, sondern wechselständig am Spross stehen. Sie stehen sich also niemals wie beim Ahorn zu zweit gegenüber, sondern sind spiralförmig am Zweig verteilt.Im weiteren Umkreis der Wittekindsburg sind nur sechs Elsbeeren zu finden, und zwar an der östlichen Seite des Wiehengebirges. Es sind Wärme liebende Bäume, die überall wachsen könnten, die sich aber in Wäldern mit dichtem Kronenschluss nicht behaupten können.Die Elsbeere kann bis zu 300 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von mehr als einem Meter erreichen. Das Holz der Elsbeere ist eines der härtesten europäischen Hölzer und wurde früher auch für die Herstellung hochwertiger hölzerner Rechenschieber verwendet. Es werden extrem hohe Preise für das wertvolle Holz erzielt, berichtete Achim Büscher.Aber nicht nur aus diesem Grunde sei die Anpflanzung dieses Baumes zu empfehlen, meinte Ulrike Schaksmeier, denn "die Herbstfärbung der Elsbeere ist mit einem leuchtenden Gold oder Rot geradezu spektakulär, was ihr schon aus ästhetischen Gründen dazu verhelfen sollte, jeden Park oder jede große Grünanlage zu schmücken". Deshalb haben die NHP-Mitglieder noch am selben Tag einen jungen Elsbeeren-Hochstamm im Kurpark Hausberge gepflanzt.

Suche nach der seltenen Elsbeere

Porta Westfalica-Barkhausen (rkm). Die Elsbeere ist Baum des Jahres 2011. Mitglieder des Vereins Naturschutz und Heimatpflege Porta haben sich zu einem der seltenen Standorte führen lassen, um mehr über den Baum zu erfahren.

Förster Achim Büscher (rechts) zeigte Mitgliedern des Portaner Naturschutzvereins eine Elsbeere in der Nähe der Wittekindsburg. - © Foto: Robert Kauffeld
Förster Achim Büscher (rechts) zeigte Mitgliedern des Portaner Naturschutzvereins eine Elsbeere in der Nähe der Wittekindsburg. - © Foto: Robert Kauffeld

Achim Büscher vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe führte die kleine Gruppe, die sich an der Wittekindsburg traf, zu einem in der Nähe des Kammweges weiter westlich gelegenen Standort, wo eine große Elsbeere bewundert werden kann - sofern man den Baum auch erkennt. Denn die Elsbeere hat sehr große Ähnlichkeit mit einem Ahorn.

Die Teilnehmer der kleinen Exkursion mussten ein wenig am steilen Hang emporkraxeln, um den Stamm und die neuen aus dem Boden treibenden Triebe betrachten zu können. Achim Büscher hatte zuvor an einer bildlichen Darstellung die Eigenarten des Baumes erklärt und Dr. Ulrike Schaksmeier die Eisbeere ausführlich beschrieben, sodass die Naturfreunde bald die charakteristischen Merkmale erkennen konnten.

Im Gegensatz zum Ahorn hat die Elsbeere sehr variabel ausgebildete Blätter, die nicht gegenständig, sondern wechselständig am Spross stehen. Sie stehen sich also niemals wie beim Ahorn zu zweit gegenüber, sondern sind spiralförmig am Zweig verteilt.

Im weiteren Umkreis der Wittekindsburg sind nur sechs Elsbeeren zu finden, und zwar an der östlichen Seite des Wiehengebirges. Es sind Wärme liebende Bäume, die überall wachsen könnten, die sich aber in Wäldern mit dichtem Kronenschluss nicht behaupten können.

Die Elsbeere kann bis zu 300 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von mehr als einem Meter erreichen. Das Holz der Elsbeere ist eines der härtesten europäischen Hölzer und wurde früher auch für die Herstellung hochwertiger hölzerner Rechenschieber verwendet. Es werden extrem hohe Preise für das wertvolle Holz erzielt, berichtete Achim Büscher.

Aber nicht nur aus diesem Grunde sei die Anpflanzung dieses Baumes zu empfehlen, meinte Ulrike Schaksmeier, denn "die Herbstfärbung der Elsbeere ist mit einem leuchtenden Gold oder Rot geradezu spektakulär, was ihr schon aus ästhetischen Gründen dazu verhelfen sollte, jeden Park oder jede große Grünanlage zu schmücken". Deshalb haben die NHP-Mitglieder noch am selben Tag einen jungen Elsbeeren-Hochstamm im Kurpark Hausberge gepflanzt.

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