Streit ums Essensgeld: Trotz Lockdown verlangen AWO-Kitas die Hälfte der Verpflegungskosten Porta Westfalica (dh). Der Portaner Jugendamtselternbeirat (JAEB) wehrt sich dagegen, dass AWO-Kindertagesstätten die Hälfte der Verpflegungskosten verlangen, obwohl die Kinder während des Lockdowns dort gar nicht gegessen haben. Der Beirat fordert in einem Brief an den AWO-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe „die Rückzahlung der Verpflegungspauschale an alle Eltern und Erziehungsberechtigten, die die Betreuung im Dezember und Januar nicht (oder nur sehr eingeschränkt) in Anspruch genommen haben“. Der AWO-Bezirksverband erklärt seine Regelung damit, „dass in jeder Kita dauerhaft hauswirtschaftliche Kräfte beschäftigt werden, die für Arbeiten rund um die Verpflegung zuständig sind. Die Lohnkosten sind anteilig in der Kalkulation des Essensgeldes berücksichtigt. Wenn kein Essensgeld erhoben wird, fehlt entsprechend ein Teil der Finanzierung für die hauswirtschaftlichen Kräfte“. Der Kompromiss sehe so aus, dass seit Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember Eltern, deren Kinder nicht in der Kita betreut würden, den Lebensmittelanteil im Verpflegungsgeld in Höhe von 50 Prozent der Kosten für die Monate Dezember und Januar erstattet bekämen. „Seit dem 1. Februar zahlen wir 100 Prozent des Essensgeldes an die Eltern zurück, deren Kinder die Kita nicht besuchen und tragen somit die vollen Kosten.“ Wie Ulrich Bach vom JAEB mitteilt, will sich der Beirat mit der Erklärung nicht zufriedengeben. Andere Träger, so Bach, rechneten spitz ab und verlangten kein Geld, wenn die Kinder zu Hause blieben. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Eltern, die ihre Kinder im Lockdown zu Hause betreuen und verpflegen, zur Kasse gebeten werden, obwohl sie die Leistungen der Kitas gar nicht in Anspruch nähmen.

Streit ums Essensgeld: Trotz Lockdown verlangen AWO-Kitas die Hälfte der Verpflegungskosten

Dürfen Kitas Geld fürs Essen verlangen, wenn die Kinder zu Hause verpflegt werden? Foto: dpa © Andreas Arnold

Porta Westfalica (dh). Der Portaner Jugendamtselternbeirat (JAEB) wehrt sich dagegen, dass AWO-Kindertagesstätten die Hälfte der Verpflegungskosten verlangen, obwohl die Kinder während des Lockdowns dort gar nicht gegessen haben. Der Beirat fordert in einem Brief an den AWO-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe „die Rückzahlung der Verpflegungspauschale an alle Eltern und Erziehungsberechtigten, die die Betreuung im Dezember und Januar nicht (oder nur sehr eingeschränkt) in Anspruch genommen haben“.

Der AWO-Bezirksverband erklärt seine Regelung damit, „dass in jeder Kita dauerhaft hauswirtschaftliche Kräfte beschäftigt werden, die für Arbeiten rund um die Verpflegung zuständig sind. Die Lohnkosten sind anteilig in der Kalkulation des Essensgeldes berücksichtigt. Wenn kein Essensgeld erhoben wird, fehlt entsprechend ein Teil der Finanzierung für die hauswirtschaftlichen Kräfte“. Der Kompromiss sehe so aus, dass seit Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember Eltern, deren Kinder nicht in der Kita betreut würden, den Lebensmittelanteil im Verpflegungsgeld in Höhe von 50 Prozent der Kosten für die Monate Dezember und Januar erstattet bekämen. „Seit dem 1. Februar zahlen wir 100 Prozent des Essensgeldes an die Eltern zurück, deren Kinder die Kita nicht besuchen und tragen somit die vollen Kosten.“

Wie Ulrich Bach vom JAEB mitteilt, will sich der Beirat mit der Erklärung nicht zufriedengeben. Andere Träger, so Bach, rechneten spitz ab und verlangten kein Geld, wenn die Kinder zu Hause blieben. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass Eltern, die ihre Kinder im Lockdown zu Hause betreuen und verpflegen, zur Kasse gebeten werden, obwohl sie die Leistungen der Kitas gar nicht in Anspruch nähmen.

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