Start in die Ferienspiele mit einem Ständchen für den Bürgermeister Porta Westfalica (dh). Wer Geburtstag hat, bekommt Geschenke. Bürgermeister Bernd Hedtmann, der am vergangenen Samstag 60 Jahre alt wurde, verteilte hingegen am Montag selbst kleine Präsente. Zur Eröffnung der Ferienspiele erhielten die Gruppen an der Realschule sowie der Grundschule Hausberge einige Bälle. Ganz leer ging aber auch der Bürgermeister nicht aus. Die Kinder sangen ihm gleich zwei Geburtstagsständchen. Hedtmann freute sich über „Gänsehautmomente“. Der Ferienspielauftakt im Doppelpack ist noch recht jung. Erst seit dem vorigen Jahr bietet die Volkshochschule (VHS) Minden-Bad Oeynhausen zusätzlich zum offenen Ganztag an Grundschulen auch Ferienbetreuung an. Sie ergänzt das bewährte Programm der städtischen Jugendpflege. Die schlug vor Jahren Alarm, weil ihre Kapazitäten die Nachfrage bei Weitem nicht abdeckte. Kaum war das Ferienprogramm veröffentlicht, war auch schon die Reserveliste voll. Manche Eltern waren regelrecht verzweifelt, weil sie ihre Kinder nicht unterbringen konnten. Das bekam sogar der Bürgermeister zu spüren: Eine Mutter habe ihm gedroht, ihr Kind vor sein Büro zu setzen, berichtet Hedtmann am Montag. Seit 2019 sitzt die VHS mit im Ferienspielboot. Durchschnittlich zehn Euro im Monat zahlen die Eltern der „Ganztagskinder“ monatlich mehr und erwerben damit Anspruch auf Ferienbetreuung. Sonja Kruse von der VHS ist allerdings froh, dass in Coronazeiten deutlich weniger Eltern als möglich das Angebot in Anspruch genommen haben. Das wäre nämlich aufgrund der besonderen Auflagen mit zusätzlicher Gruppenbildung personell nicht zu schaffen gewesen, sagt Kruse. An der Grundschule Hausberge starten in dieser Woche 50 Kinder in die Ferien. Weitere VHS-Stützpunkte sind in Eisbergen und Vennebeck. Die städtische Jugendpflege, deren Angebote je Ferienwoche und Teilnehmer 40 oder 50 Euro (mit Frühbetreuung) kosten, arbeitet vorwiegend mit jungen ehrenamtlichen Helfern. Diese haben in der Realschule mehrere Klassenräume mit ihren Schützlingen bezogen. Als am Montagvormittag ein Regenschauer niedergeht, spielen die Kinder in kleinen Gruppen Karten, die turbulente „Reise nach Jerusalem“ oder malen Bilder. Alle hoffen auf gutes Wetter, damit auch draußen Programm ist. Obwohl es nicht zu heiß werden darf, sagt Olaf Böhne, Leiter des Jugendpflegeteams. Denn spontane Schwimmbadbesuche, die sonst an heißen Tagen gerne eingestreut wurden, sind diesmal nicht möglich. Bürgermeister Hedtmann hat letztmals die Ferienspiele eröffnet. Seine Amtszeit endet im Herbst nach der Kommunal. Im nächsten Sommer wird sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin diese angenehme Aufgabe übernehmen – Maskenpflicht und Abstandsregelung sind dann hoffentlich Vergangenheit. Bernd Hedtmann freut sich schon auf den Sommer 2021. Er möchte dann seine ausgefallene große Party nachholen – unmittelbar vor seinem 61. Geburtstag.

Start in die Ferienspiele mit einem Ständchen für den Bürgermeister

Letztmals eröffnete Bürgermeister Bernd Hedtmann die Ferienspiele. Erstmals sangen ihm die Kinder Geburtstagslieder. Hedtmann wurde am Samstag 60. MT-Foto: Dirk Haunhorst © Haunhorst

Porta Westfalica (dh). Wer Geburtstag hat, bekommt Geschenke. Bürgermeister Bernd Hedtmann, der am vergangenen Samstag 60 Jahre alt wurde, verteilte hingegen am Montag selbst kleine Präsente. Zur Eröffnung der Ferienspiele erhielten die Gruppen an der Realschule sowie der Grundschule Hausberge einige Bälle. Ganz leer ging aber auch der Bürgermeister nicht aus. Die Kinder sangen ihm gleich zwei Geburtstagsständchen. Hedtmann freute sich über „Gänsehautmomente“.

Der Ferienspielauftakt im Doppelpack ist noch recht jung. Erst seit dem vorigen Jahr bietet die Volkshochschule (VHS) Minden-Bad Oeynhausen zusätzlich zum offenen Ganztag an Grundschulen auch Ferienbetreuung an. Sie ergänzt das bewährte Programm der städtischen Jugendpflege. Die schlug vor Jahren Alarm, weil ihre Kapazitäten die Nachfrage bei Weitem nicht abdeckte. Kaum war das Ferienprogramm veröffentlicht, war auch schon die Reserveliste voll. Manche Eltern waren regelrecht verzweifelt, weil sie ihre Kinder nicht unterbringen konnten. Das bekam sogar der Bürgermeister zu spüren: Eine Mutter habe ihm gedroht, ihr Kind vor sein Büro zu setzen, berichtet Hedtmann am Montag.

Seit 2019 sitzt die VHS mit im Ferienspielboot. Durchschnittlich zehn Euro im Monat zahlen die Eltern der „Ganztagskinder“ monatlich mehr und erwerben damit Anspruch auf Ferienbetreuung. Sonja Kruse von der VHS ist allerdings froh, dass in Coronazeiten deutlich weniger Eltern als möglich das Angebot in Anspruch genommen haben. Das wäre nämlich aufgrund der besonderen Auflagen mit zusätzlicher Gruppenbildung personell nicht zu schaffen gewesen, sagt Kruse. An der Grundschule Hausberge starten in dieser Woche 50 Kinder in die Ferien. Weitere VHS-Stützpunkte sind in Eisbergen und Vennebeck.

Die städtische Jugendpflege, deren Angebote je Ferienwoche und Teilnehmer 40 oder 50 Euro (mit Frühbetreuung) kosten, arbeitet vorwiegend mit jungen ehrenamtlichen Helfern. Diese haben in der Realschule mehrere Klassenräume mit ihren Schützlingen bezogen. Als am Montagvormittag ein Regenschauer niedergeht, spielen die Kinder in kleinen Gruppen Karten, die turbulente „Reise nach Jerusalem“ oder malen Bilder. Alle hoffen auf gutes Wetter, damit auch draußen Programm ist. Obwohl es nicht zu heiß werden darf, sagt Olaf Böhne, Leiter des Jugendpflegeteams. Denn spontane Schwimmbadbesuche, die sonst an heißen Tagen gerne eingestreut wurden, sind diesmal nicht möglich.

Bürgermeister Hedtmann hat letztmals die Ferienspiele eröffnet. Seine Amtszeit endet im Herbst nach der Kommunal. Im nächsten Sommer wird sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin diese angenehme Aufgabe übernehmen – Maskenpflicht und Abstandsregelung sind dann hoffentlich Vergangenheit. Bernd Hedtmann freut sich schon auf den Sommer 2021. Er möchte dann seine ausgefallene große Party nachholen – unmittelbar vor seinem 61. Geburtstag.

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