Staatsschutz ermittelt in Holzhausen - Skandal-Video hat auch sportrechlich Folgen Thomas Lieske,Sebastian Külbel Porta Westfalica (mt). Der Staatsschutz der Polizei hat nach der Veröffentlichung eines umstrittenen Videos, das offenbar Teile der ersten Fußballmannschaft TuS Holzhausen/Porta mit „Sieg heil"-Rufen zeigt, Ermittlungen aufgenommen. Das hat Polizeisprecherin Sonja Rehmert auf MT-Anfrage bestätigt. Die Polizei Minden habe die Fachabteilung eingeschaltet, weil der Anfangsverdacht besteht, dass mehrere Personen mit dem Ausruf „Sieg heil" verfassungswidrige Kennzeichen verwenden. Derzeit prüfe der Staatsschutz, ob der Ort, an dem das Video entstanden ist – vermutlich eine der Spielerkabinen im Vereinsheim des TuS Holzhausen/Porta –, ein öffentlicher oder nicht-öffentlicher Raum sei. Das sei ausschlaggebend, ob der Vorfall strafrechtlich weiter verfolgt werde. Eine Bewertung darüber liege aber noch nicht vor. Ob die Ermittlungen sich gegen eine oder mehrere Personen richtet, dazu wollte Rehmert noch nichts sagen. Nur eines betonte sie: „Allein das Verbreiten des Videos mit dem Inhalt über WhatsApp ist strafbar." Die Staatsanwaltschaft sei bereits informiert, bestätigte Sprecher Moritz Kutkuhn. Die Ermittlungen lägen aber noch beim Staatsschutz. Sportjuristische Folgen dürfte das Skandal-Video für den Verein in jedem Fall haben. Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußballkreises Minden, hat den Fall an das Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbands abgegeben, der diesen nun vor das Verbandssportgericht bringen wird. FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski listet im Online-Portal fupa.net mögliche Strafen wie Zwangsabstieg, Punktabzüge oder Ausschluss einer Mannschaft auf. Zugleich arbeitet der TuS mit dem Verband zusammen, um die Schuldigen zu ermitteln und diese dann aus dem Verein auszuschließen. Lesen Sie zu diesem Thema auch "Spiel abgesagt - Portaner treten nach Skandal um Nazi-Parolen nicht gegen Maaslingen an" "Konfliktforscher Heitmeyer: "Tus Holzhausen/Porta sollte sich in öffentlicher Veranstaltung positionieren" "Kommentar zu Nazi-Parolen bei Portaner Fußballern: Bierselige Entgleisung?"

Staatsschutz ermittelt in Holzhausen - Skandal-Video hat auch sportrechlich Folgen

Der Staatsschutz der Polizei hat nach der Veröffentlichung eines umstrittenen Videos, das offenbar Teile der ersten Fußballmannschaft TuS Holzhausen/Porta mit „Sieg heil“-Rufen zeigt, Ermittlungen aufgenommen. MT- © Foto: Alex Lehn

Porta Westfalica (mt). Der Staatsschutz der Polizei hat nach der Veröffentlichung eines umstrittenen Videos, das offenbar Teile der ersten Fußballmannschaft TuS Holzhausen/Porta mit „Sieg heil"-Rufen zeigt, Ermittlungen aufgenommen. Das hat Polizeisprecherin Sonja Rehmert auf MT-Anfrage bestätigt. Die Polizei Minden habe die Fachabteilung eingeschaltet, weil der Anfangsverdacht besteht, dass mehrere Personen mit dem Ausruf „Sieg heil" verfassungswidrige Kennzeichen verwenden.

Derzeit prüfe der Staatsschutz, ob der Ort, an dem das Video entstanden ist – vermutlich eine der Spielerkabinen im Vereinsheim des TuS Holzhausen/Porta –, ein öffentlicher oder nicht-öffentlicher Raum sei. Das sei ausschlaggebend, ob der Vorfall strafrechtlich weiter verfolgt werde. Eine Bewertung darüber liege aber noch nicht vor. Ob die Ermittlungen sich gegen eine oder mehrere Personen richtet, dazu wollte Rehmert noch nichts sagen. Nur eines betonte sie: „Allein das Verbreiten des Videos mit dem Inhalt über WhatsApp ist strafbar." Die Staatsanwaltschaft sei bereits informiert, bestätigte Sprecher Moritz Kutkuhn. Die Ermittlungen lägen aber noch beim Staatsschutz.

Sportjuristische Folgen dürfte das Skandal-Video für den Verein in jedem Fall haben. Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußballkreises Minden, hat den Fall an das Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbands abgegeben, der diesen nun vor das Verbandssportgericht bringen wird. FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski listet im Online-Portal fupa.net mögliche Strafen wie Zwangsabstieg, Punktabzüge oder Ausschluss einer Mannschaft auf. Zugleich arbeitet der TuS mit dem Verband zusammen, um die Schuldigen zu ermitteln und diese dann aus dem Verein auszuschließen.

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