Spielplatz mit Feuerwehrauto: Kinderwünsche gehen in Erfüllung Porta Westfalica-Veltheim (dh). Sektkorken knallen auf Spielplätzen eher selten. Doch in dieser Woche geschah das im Veltheimer Neubaugebiet Boksköppen. Anlässlich der Einweihung eines neuen, 850 Quadratmeter großen Spielgeländes stießen einige Erwachsene mit Sekt an. Für die Kinder gab es Eis, spendiert von Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU). Die Mädchen und Jungen waren am Tag der Eröffnung von den Spielgeräten sichtlich begeistert. Keine Wunder, denn sie hatten bei der Auswahl großes Mitspracherecht. „An der Planung beteiligten sich 90 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren“, berichtet Ute Grieger, stellvertretende Leiterin des Jugendamtes. Ein paar Vorgaben gab es aber doch. So sollten Spielgeräte ausgewählt werden, die sich von denen an der Grundschule und in privaten Gärten unterscheiden. Außerdem sollten sich jüngere und ältere Kinder gleichermaßen angesprochen fühlen. Deshalb gibt es zum Beispiele keinen Sandkasten. Die Mädchen und Jungen durften aus Vorschlägen ihre Favoriten wählen und zusätzliche Ideen einbringen. So wurde der Balancier- und Kletterparcours den Wünschen der Kinder entsprechend um Turnstangen und eine Kletterwand ergänzt. Eine Nest- und Brettschaukel, ein Karussell und ein Schaukelpferd sorgen für ordentlich Schwung. Ein Highlight ist sicherlich das Feuerwehrspielauto zum Klettern und Rutschen. Dieses Gerät gewann die Abstimmung unter den Kindern mit großem Vorsprung.Allerdings fehlen noch schattenspendende Bäume sowie die Bepflanzung der Böschung. Das soll im Herbst nachgeholt werden. Spielgeräte, Zaun und Mobiliar kosten die Stadt 45.500 Euro. Die Herrichtung des Platzes schlägt mit 11.000 Euro zu Buche. Die Auswahl des Geländes unterstreicht den Charakter eines örtlichen Gemeinschaftsprojekts. So war eigentlich eine andere Fläche vorgesehen, die allerdings nur über einen Privatweg zu erreichen ist. Auf Anregung von Hans-Herbert Hawes, Vorsitzender des Veltheimer Heimatvereins, schaute man sich nach einer Alternative in der Nähe um und fand sie in einer Fläche, die ursprünglich ein Baugrundstück war. Der Eigentümer habe es der Stadt kostenfrei als Spielgelände zur Verfügung gestellt, sagte Bürgermeister Gerlach bei der kleinen Einweihungsfeier. Politik und Verwaltung hatten in den vergangenen Jahren zahlreiche, zum Teil leidenschaftliche Diskussionen über geeignete Standorte für Spielplätze geführt. Dabei spielte der Blick auf die Kosten einen große Rolle. Einem Grundsatzbeschluss zufolge soll die aktuelle Zahl von stadtweit 22 Spielplätzen nicht erhöht werden. Darüber hinaus gibt es noch Geräte an den acht Grundschulen, eine Skateanlage und einen Bolzplatz. Wenn neue Spielplätze wie jetzt in Veltheim entstehen, muss an anderer Stelle, wo inzwischen deutlich geringerer Bedarf besteht, eine Fläche zurückgebaut werden. Im Veltheimer Fall betrifft das den Feldrain in Kleinenbremen. Die Geräte dort finden Verwendung im selben Ort – nämlich auf dem Spielplatz Am Rehm. Vergleichbares soll demnächst in Hausberge geschehen: Im Baugebiet Tielosen entsteht ein neuer Spielplatz, der dann mit Geräten der Waterloostraße bestückt werden soll. Die Spielplatzunterhaltung kostete im vorigen Jahr rund 180.000 Euro, teilt die Verwaltung auf Anfrage mit, wobei der Personaleinsatz (Baubetriebshof, Jugendamt) ungefähr 160.000 Euro ausmacht. Weitere Aufgaben warten: Nach dem Projekt in Veltheim wird sich die Stadt um die Erneuerung des Spielplatzes im Lehmstich (Möllbergen) kümmern. Und auch am Wesertreff in Barkhausen tut sich etwas.

Spielplatz mit Feuerwehrauto: Kinderwünsche gehen in Erfüllung

Ursprünglich war die Spielplatzfläche ein Baugrundstück. Der Erschließungsträger des Neubaugebietes stellte der Stadt das 850 Quadratmeter große Gelände kostenfrei zur Verfügung. MT-Foto: Dirk Haunhorst © Dirk Haunhorst

Porta Westfalica-Veltheim (dh). Sektkorken knallen auf Spielplätzen eher selten. Doch in dieser Woche geschah das im Veltheimer Neubaugebiet Boksköppen. Anlässlich der Einweihung eines neuen, 850 Quadratmeter großen Spielgeländes stießen einige Erwachsene mit Sekt an. Für die Kinder gab es Eis, spendiert von Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU).

Die Mädchen und Jungen waren am Tag der Eröffnung von den Spielgeräten sichtlich begeistert. Keine Wunder, denn sie hatten bei der Auswahl großes Mitspracherecht. „An der Planung beteiligten sich 90 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren“, berichtet Ute Grieger, stellvertretende Leiterin des Jugendamtes. Ein paar Vorgaben gab es aber doch. So sollten Spielgeräte ausgewählt werden, die sich von denen an der Grundschule und in privaten Gärten unterscheiden. Außerdem sollten sich jüngere und ältere Kinder gleichermaßen angesprochen fühlen. Deshalb gibt es zum Beispiele keinen Sandkasten.

Die Mädchen und Jungen durften aus Vorschlägen ihre Favoriten wählen und zusätzliche Ideen einbringen. So wurde der Balancier- und Kletterparcours den Wünschen der Kinder entsprechend um Turnstangen und eine Kletterwand ergänzt. Eine Nest- und Brettschaukel, ein Karussell und ein Schaukelpferd sorgen für ordentlich Schwung. Ein Highlight ist sicherlich das Feuerwehrspielauto zum Klettern und Rutschen. Dieses Gerät gewann die Abstimmung unter den Kindern mit großem Vorsprung.Allerdings fehlen noch schattenspendende Bäume sowie die Bepflanzung der Böschung. Das soll im Herbst nachgeholt werden.


Spielgeräte, Zaun und Mobiliar kosten die Stadt 45.500 Euro. Die Herrichtung des Platzes schlägt mit 11.000 Euro zu Buche.

Die Auswahl des Geländes unterstreicht den Charakter eines örtlichen Gemeinschaftsprojekts. So war eigentlich eine andere Fläche vorgesehen, die allerdings nur über einen Privatweg zu erreichen ist. Auf Anregung von Hans-Herbert Hawes, Vorsitzender des Veltheimer Heimatvereins, schaute man sich nach einer Alternative in der Nähe um und fand sie in einer Fläche, die ursprünglich ein Baugrundstück war. Der Eigentümer habe es der Stadt kostenfrei als Spielgelände zur Verfügung gestellt, sagte Bürgermeister Gerlach bei der kleinen Einweihungsfeier.

Politik und Verwaltung hatten in den vergangenen Jahren zahlreiche, zum Teil leidenschaftliche Diskussionen über geeignete Standorte für Spielplätze geführt. Dabei spielte der Blick auf die Kosten einen große Rolle. Einem Grundsatzbeschluss zufolge soll die aktuelle Zahl von stadtweit 22 Spielplätzen nicht erhöht werden. Darüber hinaus gibt es noch Geräte an den acht Grundschulen, eine Skateanlage und einen Bolzplatz. Wenn neue Spielplätze wie jetzt in Veltheim entstehen, muss an anderer Stelle, wo inzwischen deutlich geringerer Bedarf besteht, eine Fläche zurückgebaut werden. Im Veltheimer Fall betrifft das den Feldrain in Kleinenbremen. Die Geräte dort finden Verwendung im selben Ort – nämlich auf dem Spielplatz Am Rehm. Vergleichbares soll demnächst in Hausberge geschehen: Im Baugebiet Tielosen entsteht ein neuer Spielplatz, der dann mit Geräten der Waterloostraße bestückt werden soll.

Die Spielplatzunterhaltung kostete im vorigen Jahr rund 180.000 Euro, teilt die Verwaltung auf Anfrage mit, wobei der Personaleinsatz (Baubetriebshof, Jugendamt) ungefähr 160.000 Euro ausmacht.

Weitere Aufgaben warten: Nach dem Projekt in Veltheim wird sich die Stadt um die Erneuerung des Spielplatzes im Lehmstich (Möllbergen) kümmern. Und auch am Wesertreff in Barkhausen tut sich etwas.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica