Seniorenwohnungen und Kita im Berghotel? Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Hausberge (mt). Es gibt neue Überlegungen, das frühere Porta Berghotel wieder mit Leben zu füllen. Der Christliche Schulverein Minden hat an der leerstehenden Immobilie Interesse. Aktuell führt der Vorstand Gespräche mit Vertretern der Stadt, wie Geschäftsführer Eduard Reimer am Dienstag auf Anfrage bestätigte. Zu den genauen Plänen will Reimer sich noch nicht äußern. MT-Informationen zufolge könnte die Immobilie unter anderem als Wohnanlage für Senioren mit Pflegedienstanbindung genutzt werden. Ein Investor soll dafür bereitstehen. Weiter gediehen sind auf Vereinsseite offenbar Überlegungen, das ehemalige Ärztehaus des Berghotels anzumieten und dort eine zweigruppige Kindertagesstätte unterzubringen. Dazu hat der Christliche Schulverein im Portaner Jugendhilfeausschuss Ende November einen Antrag vorgelegt, über den noch nicht entschieden wurde. Der Ausschuss vertagte die Beratung auf Anfang März. Dann sollen die Kindergartenbedarfsplanung 2021/2022 vorgelegt und Aussagen zur Entwicklung des Betreuungsangebotes in Porta gemacht werden. Der Christliche Verein Minden betreibt im Mühlenkreis seit 2001 private Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Dies sind die Freien Evangelischen Schulen (FES) in Minden und Stemwede. Zudem hat der Verein 2017 den Betrieb von zwei Kindertageseinrichtungen in Minden und Espelkamp aufgenommen. In den vergangenen Jahren hätten den Verein bezüglich der Kita-Pläne immer wieder Anfragen und Anmeldungen aus der Stadt Porta Westfalia erreicht, schreibt der Verein in seinem Antrag. „Auch aktuell liegt uns eine Liste von interessierten Eltern vor.“ Eigentümer des ehemaligen Hotelkomplexes ist die RIMC-Gruppe aus Hamburg. Sie kaufte das Berghotel im Jahr 2010 der Eigentümerfamilie Horstmann ab. Das Hotel firmierte danach unter der Marke Mercure, später hieß es Hotel Porta Westfalica. Trotz hoher Investitionen waren die Eigentümer schließlich nicht mehr bereit, weitere Millionen in das Gebäude zu stecken, um das angestrebte Vier-Sterne-Niveau zu halten. Das Unternehmen bot 2015 das Hotel als Flüchtlingsunterkunft an. Als daraus nichts wurde, entschloss sich RIMC zum Verkauf. Seitdem ist immer wieder von Interessenten die Rede, Edeka und Lidl waren ebenso vorübergehend im Gespräch wie eine – abgespeckte – Hotellösung. Eine MT-Anfrage in der vergangenen Woche bei der RIMC-Geschäftsführung zur aktuellen Entwicklung und möglichen Verkaufsplänen ist bis jetzt unbeantwortet. Auch im Rathaus halten sich die Verantwortlichen bedeckt. „Die Stadt kann bestätigen, dass es einen Interessenten für diese Immobilie gibt und Gespräche stattfinden werden“, lautet die Mitteilung. Konkrete Angaben könnten noch nicht gemacht werden. „Das kann einerseits eine Riesenchance für Hausberge sein“, meinte gestern ein Politiker, der nicht namentlich zitiert werden wollte, angesichts des jahrelangen Leerstands an prominenter Stelle. Anderseits müsse man genau hinschauen, was der Verein auf dem „Filetgrundstück“ vorhabe. In den Abwägungsprozess müsse zum Beispiel einbezogen werden, dass die katholische Kirchengemeinde direkte Nachbarin ist. Das Meinungsbild in der Politik ist offenbar bislang nicht einheitlich. Möglicherweise ändert sich das nach einem heutigen nicht-öffentlichen Informationsabend. Dann will der Verein seine Pläne der Politik vorstellen.

Seniorenwohnungen und Kita im Berghotel?

Das ehemalige Porta Berghotel steht seit fünf Jahren leer. Etliche Verkaufsgespräche sind seither gescheitert. Nun gibt es einen neuen Interessenten. MT-Foto: Dirk Haunhorst © Haunhorst

Porta Westfalica-Hausberge (mt). Es gibt neue Überlegungen, das frühere Porta Berghotel wieder mit Leben zu füllen. Der Christliche Schulverein Minden hat an der leerstehenden Immobilie Interesse. Aktuell führt der Vorstand Gespräche mit Vertretern der Stadt, wie Geschäftsführer Eduard Reimer am Dienstag auf Anfrage bestätigte. Zu den genauen Plänen will Reimer sich noch nicht äußern. MT-Informationen zufolge könnte die Immobilie unter anderem als Wohnanlage für Senioren mit Pflegedienstanbindung genutzt werden. Ein Investor soll dafür bereitstehen.

Weiter gediehen sind auf Vereinsseite offenbar Überlegungen, das ehemalige Ärztehaus des Berghotels anzumieten und dort eine zweigruppige Kindertagesstätte unterzubringen. Dazu hat der Christliche Schulverein im Portaner Jugendhilfeausschuss Ende November einen Antrag vorgelegt, über den noch nicht entschieden wurde. Der Ausschuss vertagte die Beratung auf Anfang März. Dann sollen die Kindergartenbedarfsplanung 2021/2022 vorgelegt und Aussagen zur Entwicklung des Betreuungsangebotes in Porta gemacht werden.

Der Christliche Verein Minden betreibt im Mühlenkreis seit 2001 private Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Dies sind die Freien Evangelischen Schulen (FES) in Minden und Stemwede. Zudem hat der Verein 2017 den Betrieb von zwei Kindertageseinrichtungen in Minden und Espelkamp aufgenommen. In den vergangenen Jahren hätten den Verein bezüglich der Kita-Pläne immer wieder Anfragen und Anmeldungen aus der Stadt Porta Westfalia erreicht, schreibt der Verein in seinem Antrag. „Auch aktuell liegt uns eine Liste von interessierten Eltern vor.“

Eigentümer des ehemaligen Hotelkomplexes ist die RIMC-Gruppe aus Hamburg. Sie kaufte das Berghotel im Jahr 2010 der Eigentümerfamilie Horstmann ab. Das Hotel firmierte danach unter der Marke Mercure, später hieß es Hotel Porta Westfalica. Trotz hoher Investitionen waren die Eigentümer schließlich nicht mehr bereit, weitere Millionen in das Gebäude zu stecken, um das angestrebte Vier-Sterne-Niveau zu halten.

Das Unternehmen bot 2015 das Hotel als Flüchtlingsunterkunft an. Als daraus nichts wurde, entschloss sich RIMC zum Verkauf. Seitdem ist immer wieder von Interessenten die Rede, Edeka und Lidl waren ebenso vorübergehend im Gespräch wie eine – abgespeckte – Hotellösung. Eine MT-Anfrage in der vergangenen Woche bei der RIMC-Geschäftsführung zur aktuellen Entwicklung und möglichen Verkaufsplänen ist bis jetzt unbeantwortet.

Auch im Rathaus halten sich die Verantwortlichen bedeckt. „Die Stadt kann bestätigen, dass es einen Interessenten für diese Immobilie gibt und Gespräche stattfinden werden“, lautet die Mitteilung. Konkrete Angaben könnten noch nicht gemacht werden.

„Das kann einerseits eine Riesenchance für Hausberge sein“, meinte gestern ein Politiker, der nicht namentlich zitiert werden wollte, angesichts des jahrelangen Leerstands an prominenter Stelle. Anderseits müsse man genau hinschauen, was der Verein auf dem „Filetgrundstück“ vorhabe. In den Abwägungsprozess müsse zum Beispiel einbezogen werden, dass die katholische Kirchengemeinde direkte Nachbarin ist.

Das Meinungsbild in der Politik ist offenbar bislang nicht einheitlich. Möglicherweise ändert sich das nach einem heutigen nicht-öffentlichen Informationsabend. Dann will der Verein seine Pläne der Politik vorstellen.

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