Schulinitiative vom Ergebnis des Bürgerentscheids überwältigt Dirk Haunhorst Porta Westfalica (mt). Sektkorken knallten nicht, die Sieger stießen mit ein paar Flaschen Bier an. Martin Bohnsack, Bettina Fleissner und Volker Weichert brauchten gestern Abend im Ratssaal nicht lange zu warten, bis sie sich als Gewinner fühlen durften. Punkt 19 Uhr jubelten sie, als bei der Auszählung im Rathaus die kritische Marke von 6.000 Ja-Stimmen übertroffen wurde. In dem Moment war klar: Die Grundschule Neesen wird nicht nach Lerbeck umziehen, Veltheim nicht geschlossen und der Standort Kleinenbremen wird saniert. Das sind die Hauptziele der Bürgerinitiative (BI), die sie mit ihrem Begehren samt Bürgerentscheid gegen die Ratsmehrheit durchgesetzt hat. „Ein großes Dankeschön an die Portaner Bürger", lautete Bohnsacks erste Reaktion. Der Veltheimer sagte, er sei überglücklich. Die Neeserin Bettina Fleissner bezeichnete das Ergebnis als sensationell. Von mehr 70 Prozent nach einer Wahl würde man in Bayern träumen, fügte der Kleinenbremer Volkert Weichert ausgelassen hinzu. Obwohl das Trio insbesondere für Erhalt und Sanierung der drei Grundschulen in „ihren" Dörfern gekämpft hatte, betonten es den ortsübergreifenden Charakter des Bürgerentscheids. Die Anzahl von fast 12.000 abgegebenen Stimmen zeige, dass die Grundschuldebatte nicht nur Kleinenbremer, Neeser und Veltheimer bewegt habe. „Sondern ganz Porta", sagte Bohnsack. Nun müsse das Ergebnis zügig umgesetzt werden. SPD und Bündnisgrüne hätten sich ein anderes Resultat gewünscht. Die Ratsmehrheit hatte weitreichende Beschlüsse für die Grundschullandschaft gefasst, gegen die sich BI mit dem Begehren wehrte. SPD-Fraktionschef Dirk Rahnenführer (SPD) gratulierte den Vertretern der Schulinitiative gestern im Ratssaal zu dem „respektablen Ergebnis". Bürgermeister Bernd Hedtmann betonte den Wert der Bürgerbeteiligung für die Demokratie und dankte der Initiative Schulerhalt für ihren Einsatz. „Jetzt heißt es, die Entscheidung zu akzeptieren und gemeinsam wieder nach vorne zu schauen."?Seite 1

Schulinitiative vom Ergebnis des Bürgerentscheids überwältigt

Jubel im Ratssaal: Volker Weichert (links), Martin Bohnsack und Bettina Fleissner von der Bürgerinitiative feiern ihren Erfolg. MT-Foto: Dirk Haunhorst © haunhorst

Porta Westfalica (mt). Sektkorken knallten nicht, die Sieger stießen mit ein paar Flaschen Bier an. Martin Bohnsack, Bettina Fleissner und Volker Weichert brauchten gestern Abend im Ratssaal nicht lange zu warten, bis sie sich als Gewinner fühlen durften. Punkt 19 Uhr jubelten sie, als bei der Auszählung im Rathaus die kritische Marke von 6.000 Ja-Stimmen übertroffen wurde. In dem Moment war klar: Die Grundschule Neesen wird nicht nach Lerbeck umziehen, Veltheim nicht geschlossen und der Standort Kleinenbremen wird saniert. Das sind die Hauptziele der Bürgerinitiative (BI), die sie mit ihrem Begehren samt Bürgerentscheid gegen die Ratsmehrheit durchgesetzt hat. „Ein großes Dankeschön an die Portaner Bürger", lautete Bohnsacks erste Reaktion. Der Veltheimer sagte, er sei überglücklich. Die Neeserin Bettina Fleissner bezeichnete das Ergebnis als sensationell. Von mehr 70 Prozent nach einer Wahl würde man in Bayern träumen, fügte der Kleinenbremer Volkert Weichert ausgelassen hinzu.

Obwohl das Trio insbesondere für Erhalt und Sanierung der drei Grundschulen in „ihren" Dörfern gekämpft hatte, betonten es den ortsübergreifenden Charakter des Bürgerentscheids. Die Anzahl von fast 12.000 abgegebenen Stimmen zeige, dass die Grundschuldebatte nicht nur Kleinenbremer, Neeser und Veltheimer bewegt habe. „Sondern ganz Porta", sagte Bohnsack. Nun müsse das Ergebnis zügig umgesetzt werden.

SPD und Bündnisgrüne hätten sich ein anderes Resultat gewünscht. Die Ratsmehrheit hatte weitreichende Beschlüsse für die Grundschullandschaft gefasst, gegen die sich BI mit dem Begehren wehrte. SPD-Fraktionschef Dirk Rahnenführer (SPD) gratulierte den Vertretern der Schulinitiative gestern im Ratssaal zu dem „respektablen Ergebnis".

Bürgermeister Bernd Hedtmann betonte den Wert der Bürgerbeteiligung für die Demokratie und dankte der Initiative Schulerhalt für ihren Einsatz. „Jetzt heißt es, die Entscheidung zu akzeptieren und gemeinsam wieder nach vorne zu schauen."?Seite 1

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