Schnelles Internet in Porta: Das müssen Kunden wissen Thomas Lieske Porta Westfalica. Seit Ende Februar rollen die ersten Baumaschinen im Bereich Vennebeck, Holtrup und Costedt. Zehn Kilometer Glasfaserkabel hat das Unternehmen Greenfiber bereits verlegt. Doch bis das schnelle Internet im Zuge des geförderten Ausbaus alle unterversorgten Gebiete in Porta Westfalica erreicht, dauert es noch eine Weile: Im dritten Quartal 2022 plant die Firma mit den letzten Bauarbeiten. Dann sollen zumindest alle Haushalte profitieren, die derzeit eine Internetleitung von unter 30 Mbit/Sekunde haben. Diese Informationen hat das Unternehmen nun bei einem Live-Stream im Internet bekanntgegeben. Was ist in Porta Westfalica geplant? „Insgesamt sollen 145 Kilometer Kabel verlegt werden“, erklärt Unternehmensleiter Bernd Klaus. Zudem sollen acht von zehn Schulstandorten in Porta Westfalica an das Netz von Greenfiber angeschlossen werden – und zwar bis zum 31. August dieses Jahres, also bis zum neuen Schuljahr (MT berichtete). Derzeit gebe es bereits einige Anfragen aus dem Bereich Porta aus Wohngebieten, die nicht in die Förderung fallen, informiert Uwe Krabbe, der geschäftsführende Gesellschafter von Greenfiber. „Grundsätzlich würden wir jeden anschließen. Es kommt dann immer darauf an, wie sich die Kosten verhalten. Gibt es etwa ein ganzes Neubaugebiet das angeschlossen werden will, reduzieren sich die Kosten für die Kunden natürlich.“ Zuletzt habe das Unternehmen einen großen landwirtschaftlichen Hof in Rahden angeschlossen. „Bei solchen Einzelprojekten wird es für den Abnehmer natürlich teurer.“ Übrigens: Wo es geht, greift Greenfiber auf eine sogenannte Pflugmethode zum Vergraben der Kabel zurück. Dabei muss die Erde nicht mehr mit Baggern aufgebuddelt werde, sondern mit wenig Aufwand in die den Boden eingelassen werde. „Außerdem schauen wir, dass wir die wunderschöne Landschaft in Porta nicht schädigen“, sagt Krabbe. Sollten etwa Bäume zu dicht an der Kabeltrasse liegen, würden die Arbeiter die Kabel in ausreichender Tiefe unter den Bäumen durchschießen. Was bekommen Kunden, die mitmachen? Greenfiber stellt ein Angebot zur Verfügung, die mindestens 200 Mbit/Sekunde im Download und 100 Mbit/Sekunde im Upload sicherstellt. Es gibt aber auch Pakete, in denen das Unternehmen bis zu 10 Gigabit/Sekunde anbietet. Hier handelt es sich um Geschäftsanschlüsse für deutlich mehr Geld. Grundsätzlich können sich aber auch Privatkunden solch einen Anschluss buchen. Die Leitungen werden bis in die Innenwand des Hauses gelegt. „Zusätzlich überlassen wir dem Kunden kostenfrei ein 15 Meter langes Glasfaserkabel, das er innerhalb des Hauses selbst noch in weitere Räume verlegen kann“, erklärt Krabbe. Der Anschluss selbst werde bis zur entsprechenden Verteilerdose gelegt. „Die Hausanschlüsse sind Handarbeit, die Kabel werden außen in rund 60 Zentimeter Tiefe ans Haus gelegt.“ Ein Bagger, betont der Geschäftsführer, rolle dabei nicht durch die Gärten. Das Unternehmen, erklärt Geschäftsleiter Klaus, arbeite mit hauseigenen Montageteams – „das sind unsere Glasfaserchirurgen“, scherzt Klaus. Zusätzlich zum Glasfaseranschluss stellt Greenfiber auch einen sogenannten Cloudspeicher von drei Gigabyte zur Verfügung – also einen virtuellen Speicher. „Der ersetzt den USB-Stick. Kunden können dann ihre dort gespeicherten Dokumente unterwegs von überall aus abrufen.“ Was müssen potenzielle Kunden beachten? Zunächst sollte das betroffene Grundstück in einem Bereich liegen, der für den geförderten Ausbau des Mühlenkreises infrage kommt. Sollte sich ein Portaner Haushalt für Greenfiber entscheiden, übernimmt die Firma die Kündigung und auch den Anschluss des neuen Netzes, versichert Vertriebsleiter Alfred Jungmair. „Es gibt nicht die Geschichten, die man schon überall gehört hat, dass Kunden dann plötzlich tagelang keinen Anschluss haben.“ Und: Die angegebenen Geschwindigkeiten der Tarife seien keine „Bis-zu-Geschwindigkeiten“, sondern sie kommen laut Jungmair direkt am Haus an. Wer den vergünstigen Bauanschluss von 100 Euro pro Haus haben möchte, muss sich in Porta bis spätestens 30. April entschieden haben. Danach kostet ein Anschluss an das Greenfiber-Netz 500 Euro. Fragen dazu beantworten die Mitarbeiter in den Niederlassungen in Preußisch Oldendorf und Minden-Todtenhausen, Graßhoffstraße 35. „Diese Geschäftsstellen bleiben auch nach dem Ausbau erhalten“, versichert Geschäftsführer Krabbe. Sollten die Türen einmal verschlossen sein, hängen dort auch Briefkästen. Wie funktionieren die Internetnetze? Die Netzfirma, die nach Uwe Krabbes Angaben seit vielen Jahren in der Branche aktiv ist, setzt auf Knotenpunkte in Hamburg und Frankfurt am Main. Von dort aus laufen die Leistungen über mindestens doppelt abgesicherte Netze in den Mühlenkreis und auch nach Porta. „Fällt mal ein Knotenpunkt aus, merkt der Kunde davon nichts“, versichert der Geschäftsführer. Das könne etwa bei Wartungsarbeiten passieren. „Aber selbst wenn ein Hauptknoten nicht zur Verfügung steht, bleiben die Leitungen sicher.“ Eine Aussage, an der sich das Unternehmen im Realbetrieb noch wird messen lassen müssen. Wer später auf einen anderen Anbieter als Greenfiber zurückgreifen will, könne dies unter Umständen tun, heißt es vom Unternehmen. Grundsätzlich habe es bereits Kooperationsgespräche mit anderen Anbietern gegeben. Die Telekom sei bisher aber noch nicht dabei – „das Netz ist derzeit vermutlich noch zu klein“, vermutet Krabbe. Was geschieht im übrigen Kreisgebiet? Aktuell plant Greenfiber mit insgesamt 1.800 Kilometern Glasfasertrasse durch den Mühlenkreis. Der Ausbau hat im Norden des Gebiets begonnen und schreitet nun sukzessive voran. Ursprünglich geplant waren einmal 1.600 Kilometer. Bisher sind 1.050 Kilometer bereits verlegt. Derzeit konzentriert sich der Ausbau unter anderem auf Porta Westfalica und Bad Oeynhausen. Knapp 3.000 Gebäude im Kreisgebiet haben bereits ein Leerrohr für das spätere Kabel ans Haus bekommen. 6.500 Grundstücke seien inspiziert worden. „Die Abstimmung über die Bautermine auf den einzelnen Höfen findet mit jedem Kunden individuell statt“, erklärt der Geschäftsführer. 800 Kunden im Kreisgebiet sind bereits freigeschaltet und können die neue Leitung schon nutzen. Derzeit schreitet das Bauteam von Greenfiber mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern Trasse pro Monat voran – dazu kommen noch die individuellen Hausanschlüsse. Auch andere Unternehmen bauen aus Nicht nur Greenfiber ist in Porta Westfalica am Start. Vodafone etwa hat sich zum Ziel gesetzt, das Gewerbegebiet Holtrup an schnelles Netz anzuschließen (MT berichtete). Zudem hat die Politik vorigen Montag die Verwaltung beauftragt, einen Kooperationsvertrags mit der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH zu unterzeichnen. Die Deutsche Glasfaser hat der Stadt angeboten, mehrere Siedlungsbereiche per Glasfaserkabel mit Hausanschlüssen auszubauen und zu versorgen, sofern eine Vermarktungsquote von mindestens 40 Prozent erreicht wird. Der Ausbau soll eigenwirtschaftlich erfolgen. Der Stadt entstehen keine Kosten. Das Unternehmen ist bereits in umliegenden Kommunen aktiv. In Vlotho läuft bereits die Vermarktungsphase, in Bad Oeynhausen und Hüllhorst ist eine Kooperation unterschrieben worden. Greenfiber und der Ausbau im Mühlenkreis Im Jahr 2016 hat der Kreis ein externes Unternehmen damit beauftragt, einen sogenannten Masterplan für den Breitbandausbau zu erstellen. Mithilfe der dabei gesammelten Daten konnte der Kreis schließlich einen Förderantrag beim Bund und einen Antrag auf Kofinanzierung beim Land NRW stellen. 2017 erhielt der Kreis von Bund und Land die Zusage zur Förderung. Die Studie hat sogenannte unterversorgte Gebiete ermittelt. Mit den Fördergeldern sollte einem Unternehmen ermöglicht werden, diese Gebiete wirtschaftlich zu erschließen. Die Ausschreibung hat das Unternehmen Greenfiber schließlich gewonnen. Das Kreisgebiet wurde für die Ausschreibung zunächst auf acht Bereiche aufgeteilt. Die Bewerber konnten sich entscheiden, ob sie sich für ein, mehrere oder alle Gebiete bewerben. Greenfiber hat alle acht Gebiete in der Ausschreibung gewonnen. Der Ausbau selbst läuft seit Ende September 2019. Die Tiefbauarbeiten haben in Stemwede begonnen. Weil das Unternehmen sich von Norden nach Süden vorarbeiten will, wurden einige Ausbaupläne der Kommunen, darunter Porta, zwischendurch noch einmal durcheinander gewirbelt.

Schnelles Internet in Porta: Das müssen Kunden wissen

Der Internetausbau in Porta Westfalica hat Ende Februar in den Bereichen Vennebeck, Costedt und Holtrup begonnen. Insgesamt sollen 145 Kilometer Glasfaserkabel im Stadtbereich verlegt werden – bis zum dritten Quartal 2022. Symbolfoto: Arnulf Hettrich/imago images © imago/Arnulf Hettrich

Porta Westfalica. Seit Ende Februar rollen die ersten Baumaschinen im Bereich Vennebeck, Holtrup und Costedt. Zehn Kilometer Glasfaserkabel hat das Unternehmen Greenfiber bereits verlegt. Doch bis das schnelle Internet im Zuge des geförderten Ausbaus alle unterversorgten Gebiete in Porta Westfalica erreicht, dauert es noch eine Weile: Im dritten Quartal 2022 plant die Firma mit den letzten Bauarbeiten. Dann sollen zumindest alle Haushalte profitieren, die derzeit eine Internetleitung von unter 30 Mbit/Sekunde haben. Diese Informationen hat das Unternehmen nun bei einem Live-Stream im Internet bekanntgegeben.

Was ist in Porta Westfalica geplant?

„Insgesamt sollen 145 Kilometer Kabel verlegt werden“, erklärt Unternehmensleiter Bernd Klaus. Zudem sollen acht von zehn Schulstandorten in Porta Westfalica an das Netz von Greenfiber angeschlossen werden – und zwar bis zum 31. August dieses Jahres, also bis zum neuen Schuljahr (MT berichtete). Derzeit gebe es bereits einige Anfragen aus dem Bereich Porta aus Wohngebieten, die nicht in die Förderung fallen, informiert Uwe Krabbe, der geschäftsführende Gesellschafter von Greenfiber. „Grundsätzlich würden wir jeden anschließen. Es kommt dann immer darauf an, wie sich die Kosten verhalten. Gibt es etwa ein ganzes Neubaugebiet das angeschlossen werden will, reduzieren sich die Kosten für die Kunden natürlich.“ Zuletzt habe das Unternehmen einen großen landwirtschaftlichen Hof in Rahden angeschlossen. „Bei solchen Einzelprojekten wird es für den Abnehmer natürlich teurer.“

Anfang März erfolgte an der Grundschule Holzhausen der symbolische Spatenstich für den Breitbandausbau. Foto (Archiv): Michael Grundmeier - © Grundmeier
Anfang März erfolgte an der Grundschule Holzhausen der symbolische Spatenstich für den Breitbandausbau. Foto (Archiv): Michael Grundmeier - © Grundmeier

Übrigens: Wo es geht, greift Greenfiber auf eine sogenannte Pflugmethode zum Vergraben der Kabel zurück. Dabei muss die Erde nicht mehr mit Baggern aufgebuddelt werde, sondern mit wenig Aufwand in die den Boden eingelassen werde. „Außerdem schauen wir, dass wir die wunderschöne Landschaft in Porta nicht schädigen“, sagt Krabbe. Sollten etwa Bäume zu dicht an der Kabeltrasse liegen, würden die Arbeiter die Kabel in ausreichender Tiefe unter den Bäumen durchschießen.

Was bekommen Kunden, die mitmachen?

Greenfiber stellt ein Angebot zur Verfügung, die mindestens 200 Mbit/Sekunde im Download und 100 Mbit/Sekunde im Upload sicherstellt. Es gibt aber auch Pakete, in denen das Unternehmen bis zu 10 Gigabit/Sekunde anbietet. Hier handelt es sich um Geschäftsanschlüsse für deutlich mehr Geld. Grundsätzlich können sich aber auch Privatkunden solch einen Anschluss buchen. Die Leitungen werden bis in die Innenwand des Hauses gelegt.

„Zusätzlich überlassen wir dem Kunden kostenfrei ein 15 Meter langes Glasfaserkabel, das er innerhalb des Hauses selbst noch in weitere Räume verlegen kann“, erklärt Krabbe. Der Anschluss selbst werde bis zur entsprechenden Verteilerdose gelegt. „Die Hausanschlüsse sind Handarbeit, die Kabel werden außen in rund 60 Zentimeter Tiefe ans Haus gelegt.“ Ein Bagger, betont der Geschäftsführer, rolle dabei nicht durch die Gärten. Das Unternehmen, erklärt Geschäftsleiter Klaus, arbeite mit hauseigenen Montageteams – „das sind unsere Glasfaserchirurgen“, scherzt Klaus.

Zusätzlich zum Glasfaseranschluss stellt Greenfiber auch einen sogenannten Cloudspeicher von drei Gigabyte zur Verfügung – also einen virtuellen Speicher. „Der ersetzt den USB-Stick. Kunden können dann ihre dort gespeicherten Dokumente unterwegs von überall aus abrufen.“

Was müssen potenzielle Kunden beachten?

Zunächst sollte das betroffene Grundstück in einem Bereich liegen, der für den geförderten Ausbau des Mühlenkreises infrage kommt. Sollte sich ein Portaner Haushalt für Greenfiber entscheiden, übernimmt die Firma die Kündigung und auch den Anschluss des neuen Netzes, versichert Vertriebsleiter Alfred Jungmair. „Es gibt nicht die Geschichten, die man schon überall gehört hat, dass Kunden dann plötzlich tagelang keinen Anschluss haben.“ Und: Die angegebenen Geschwindigkeiten der Tarife seien keine „Bis-zu-Geschwindigkeiten“, sondern sie kommen laut Jungmair direkt am Haus an.

Wer den vergünstigen Bauanschluss von 100 Euro pro Haus haben möchte, muss sich in Porta bis spätestens 30. April entschieden haben. Danach kostet ein Anschluss an das Greenfiber-Netz 500 Euro. Fragen dazu beantworten die Mitarbeiter in den Niederlassungen in Preußisch Oldendorf und Minden-Todtenhausen, Graßhoffstraße 35. „Diese Geschäftsstellen bleiben auch nach dem Ausbau erhalten“, versichert Geschäftsführer Krabbe. Sollten die Türen einmal verschlossen sein, hängen dort auch Briefkästen.

Wie funktionieren die Internetnetze?

Die Netzfirma, die nach Uwe Krabbes Angaben seit vielen Jahren in der Branche aktiv ist, setzt auf Knotenpunkte in Hamburg und Frankfurt am Main. Von dort aus laufen die Leistungen über mindestens doppelt abgesicherte Netze in den Mühlenkreis und auch nach Porta. „Fällt mal ein Knotenpunkt aus, merkt der Kunde davon nichts“, versichert der Geschäftsführer. Das könne etwa bei Wartungsarbeiten passieren. „Aber selbst wenn ein Hauptknoten nicht zur Verfügung steht, bleiben die Leitungen sicher.“ Eine Aussage, an der sich das Unternehmen im Realbetrieb noch wird messen lassen müssen.

Wer später auf einen anderen Anbieter als Greenfiber zurückgreifen will, könne dies unter Umständen tun, heißt es vom Unternehmen. Grundsätzlich habe es bereits Kooperationsgespräche mit anderen Anbietern gegeben. Die Telekom sei bisher aber noch nicht dabei – „das Netz ist derzeit vermutlich noch zu klein“, vermutet Krabbe.

Was geschieht im übrigen Kreisgebiet?

Aktuell plant Greenfiber mit insgesamt 1.800 Kilometern Glasfasertrasse durch den Mühlenkreis. Der Ausbau hat im Norden des Gebiets begonnen und schreitet nun sukzessive voran. Ursprünglich geplant waren einmal 1.600 Kilometer. Bisher sind 1.050 Kilometer bereits verlegt. Derzeit konzentriert sich der Ausbau unter anderem auf Porta Westfalica und Bad Oeynhausen. Knapp 3.000 Gebäude im Kreisgebiet haben bereits ein Leerrohr für das spätere Kabel ans Haus bekommen. 6.500 Grundstücke seien inspiziert worden.

„Die Abstimmung über die Bautermine auf den einzelnen Höfen findet mit jedem Kunden individuell statt“, erklärt der Geschäftsführer. 800 Kunden im Kreisgebiet sind bereits freigeschaltet und können die neue Leitung schon nutzen. Derzeit schreitet das Bauteam von Greenfiber mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern Trasse pro Monat voran – dazu kommen noch die individuellen Hausanschlüsse.

Auch andere Unternehmen bauen aus

Nicht nur Greenfiber ist in Porta Westfalica am Start. Vodafone etwa hat sich zum Ziel gesetzt, das Gewerbegebiet Holtrup an schnelles Netz anzuschließen (MT berichtete). Zudem hat die Politik vorigen Montag die Verwaltung beauftragt, einen Kooperationsvertrags mit der Deutschen Glasfaser Wholesale GmbH zu unterzeichnen. Die Deutsche Glasfaser hat der Stadt angeboten, mehrere Siedlungsbereiche per Glasfaserkabel mit Hausanschlüssen auszubauen und zu versorgen, sofern eine Vermarktungsquote von mindestens 40 Prozent erreicht wird. Der Ausbau soll eigenwirtschaftlich erfolgen. Der Stadt entstehen keine Kosten. Das Unternehmen ist bereits in umliegenden Kommunen aktiv. In Vlotho läuft bereits die Vermarktungsphase, in Bad Oeynhausen und Hüllhorst ist eine Kooperation unterschrieben worden.

Greenfiber und der Ausbau im Mühlenkreis

Im Jahr 2016 hat der Kreis ein externes Unternehmen damit beauftragt, einen sogenannten Masterplan für den Breitbandausbau zu erstellen. Mithilfe der dabei gesammelten Daten konnte der Kreis schließlich einen Förderantrag beim Bund und einen Antrag auf Kofinanzierung beim Land NRW stellen. 2017 erhielt der Kreis von Bund und Land die Zusage zur Förderung.

Die Studie hat sogenannte unterversorgte Gebiete ermittelt. Mit den Fördergeldern sollte einem Unternehmen ermöglicht werden, diese Gebiete wirtschaftlich zu erschließen.

Die Ausschreibung hat das Unternehmen Greenfiber schließlich gewonnen. Das Kreisgebiet wurde für die Ausschreibung zunächst auf acht Bereiche aufgeteilt. Die Bewerber konnten sich entscheiden, ob sie sich für ein, mehrere oder alle Gebiete bewerben. Greenfiber hat alle acht Gebiete in der Ausschreibung gewonnen.

Der Ausbau selbst läuft seit Ende September 2019. Die Tiefbauarbeiten haben in Stemwede begonnen. Weil das Unternehmen sich von Norden nach Süden vorarbeiten will, wurden einige Ausbaupläne der Kommunen, darunter Porta, zwischendurch noch einmal durcheinander gewirbelt.

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