Schluss mit Drüberbrettern: Umbauarbeiten am Kreisel in Barkhausen Thomas Lieske Porta Westfalica-Barkhausen. Ende der Woche soll Schluss sein mit dem Drüberbrettern: Die Stadt packt ab heute den überfahrbaren Kreisverkehr an der Ecke Flurweg/Feldstraße in Barkhausen an. Dabei ist der Kreisel gerade erst vor rund drei Jahren gebaut worden. Schadhaft ist aber nichts, die Arbeiten haben einen anderen Grund. Der überfahrbare Kreisel hat sich laut Stadtverwaltung zu einer sogenannten Unfallhäufungsstelle entwickelt. „Die Unfallkommission hat diese Umbauarbeiten gefordert, da an dieser Stelle die Vorfahrtsregelung immer wieder nicht beachtet wurde“, erklärt Stadtsprecherin Babette Lissner. An der Expertenkommission sind unter anderem die Verkehrsbehörde, die Polizei und der Baulastträger – also die Stadt – beteiligt. Die Kriterien für eine Unfallhäufungsstelle sind laut Erlass des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen erfüllt, wenn mindestens fünf Unfälle gleicher Ursache innerhalb eines Jahres an einem Knotenpunkt geschehen. Auf Nachfrage teilt Polizeisprecher Thomas Bensch mit, dass es am Kreisel Flurweg/Feldstraße im Jahr 2018 sechs Unfälle gegeben hat. Damit habe die Polizei diesen Kreuzungsbereich als Unfallhäufungspunkt identifiziert. Bei zwei dieser Unfälle hat es zwei Leichtverletzte gegeben. Bei zwei weiteren habe es besonders hohen Sachschaden gegeben, berichtet Thomas Bensch. Und die übrigen beiden Zusammenstöße seien glimpflich mit leichtem Schaden ausgegangen. So unterschiedlich die Folgen der Unfälle ausgefallen sind, hatten sie doch eines gemeinsam: „Bei den sechs Unfällen handelte es sich um Unfälle vom Typ 3: Einbiegen/Kreuzen-Unfall“, erklärt der Polizeisprecher. Eine Häufung, die nicht zum normalen Verkehrsgeschehen gehört. Deshalb sieht die Unfallkommission Handlungsbedarf. Den setzt die Stadt nun kurzfristig um. Damit Autofahrer demnächst nicht mehr über die Mitte des Kreisels fahren und so die Vorfahrt anderer missachten, die sich bereits im Kreisverkehr befinden, soll die Mitte angehoben werden. Ein sogenanntes Flachboard soll die Erhebung dann einfassen. Für die Umbauarbeiten muss der Knotenpunkt bis voraussichtlich Freitag, 19. September, voll gesperrt werden. Die Stadt richtet Ersatzbushaltestellen ein, die während der Bauzeit angefahren werden. Die ansässigen Unternehmen sind über die jeweiligen Hofeinfahrten zu erreichen, teilt die Stadt mit. Der Kreisverkehr war im Jahr 2017 unter anderem auf Initiative des Barkhauser Bezirksausschusses gebaut worden. Damals sollte der Verkehrsfluss in diesem Bereich entzerrt werden. Grund dafür war unter anderem die Neuansiedlung des Obi-Baumarktes hinter dem Porta-Markt-Areal mit Media-Markt und dem E-Center. Der Kreisel sollte die erwarteten Staus auflösen. Wer diesen Abschnitt genauer beobachtet, sieht allerdings immer wieder Autofahrer, die teils mit hoher Geschwindigkeit den Flurweg in Richtung Erbeweg entlangfahren und dabei den überfahrbaren Kreisel als Kreuzung nutzen. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen. Einige Meter weiter sorgen erhöhte Zebrastreifen dafür, dass Autofahrer ihre Geschwindigkeit in dem teils von Fußgängern hoch frequentierten Einkaufsviertel reduzieren müssen. Der umgebaute Kreisel soll diesen Effekt künftig verstärken. Der Autor ist erreichbar unter Thomas.Lieske@MT.de

Schluss mit Drüberbrettern: Umbauarbeiten am Kreisel in Barkhausen

Immer wieder kracht es an dieser Stelle. Viele nutzen den überfahrbaren Kreisel als durchgehende Fahrspur und missachten dabei die Vorfahrt anderer Autofahrer. Das soll nun geändert werden. © MT-Foto: Dirk Haunhorst

Porta Westfalica-Barkhausen. Ende der Woche soll Schluss sein mit dem Drüberbrettern: Die Stadt packt ab heute den überfahrbaren Kreisverkehr an der Ecke Flurweg/Feldstraße in Barkhausen an. Dabei ist der Kreisel gerade erst vor rund drei Jahren gebaut worden. Schadhaft ist aber nichts, die Arbeiten haben einen anderen Grund.

Der überfahrbare Kreisel hat sich laut Stadtverwaltung zu einer sogenannten Unfallhäufungsstelle entwickelt. „Die Unfallkommission hat diese Umbauarbeiten gefordert, da an dieser Stelle die Vorfahrtsregelung immer wieder nicht beachtet wurde“, erklärt Stadtsprecherin Babette Lissner. An der Expertenkommission sind unter anderem die Verkehrsbehörde, die Polizei und der Baulastträger – also die Stadt – beteiligt. Die Kriterien für eine Unfallhäufungsstelle sind laut Erlass des Innenministeriums von Nordrhein-Westfalen erfüllt, wenn mindestens fünf Unfälle gleicher Ursache innerhalb eines Jahres an einem Knotenpunkt geschehen. Auf Nachfrage teilt Polizeisprecher Thomas Bensch mit, dass es am Kreisel Flurweg/Feldstraße im Jahr 2018 sechs Unfälle gegeben hat. Damit habe die Polizei diesen Kreuzungsbereich als Unfallhäufungspunkt identifiziert. Bei zwei dieser Unfälle hat es zwei Leichtverletzte gegeben. Bei zwei weiteren habe es besonders hohen Sachschaden gegeben, berichtet Thomas Bensch. Und die übrigen beiden Zusammenstöße seien glimpflich mit leichtem Schaden ausgegangen.

So unterschiedlich die Folgen der Unfälle ausgefallen sind, hatten sie doch eines gemeinsam: „Bei den sechs Unfällen handelte es sich um Unfälle vom Typ 3: Einbiegen/Kreuzen-Unfall“, erklärt der Polizeisprecher. Eine Häufung, die nicht zum normalen Verkehrsgeschehen gehört. Deshalb sieht die Unfallkommission Handlungsbedarf.

Den setzt die Stadt nun kurzfristig um. Damit Autofahrer demnächst nicht mehr über die Mitte des Kreisels fahren und so die Vorfahrt anderer missachten, die sich bereits im Kreisverkehr befinden, soll die Mitte angehoben werden. Ein sogenanntes Flachboard soll die Erhebung dann einfassen. Für die Umbauarbeiten muss der Knotenpunkt bis voraussichtlich Freitag, 19. September, voll gesperrt werden. Die Stadt richtet Ersatzbushaltestellen ein, die während der Bauzeit angefahren werden. Die ansässigen Unternehmen sind über die jeweiligen Hofeinfahrten zu erreichen, teilt die Stadt mit.

Der Kreisverkehr war im Jahr 2017 unter anderem auf Initiative des Barkhauser Bezirksausschusses gebaut worden. Damals sollte der Verkehrsfluss in diesem Bereich entzerrt werden. Grund dafür war unter anderem die Neuansiedlung des Obi-Baumarktes hinter dem Porta-Markt-Areal mit Media-Markt und dem E-Center. Der Kreisel sollte die erwarteten Staus auflösen.

Wer diesen Abschnitt genauer beobachtet, sieht allerdings immer wieder Autofahrer, die teils mit hoher Geschwindigkeit den Flurweg in Richtung Erbeweg entlangfahren und dabei den überfahrbaren Kreisel als Kreuzung nutzen. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen. Einige Meter weiter sorgen erhöhte Zebrastreifen dafür, dass Autofahrer ihre Geschwindigkeit in dem teils von Fußgängern hoch frequentierten Einkaufsviertel reduzieren müssen. Der umgebaute Kreisel soll diesen Effekt künftig verstärken.

Der Autor ist erreichbar unter Thomas.Lieske@MT.de

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