"Riesen-Meilenstein": Acht Schulen in Porta Westfalica erhalten schnelles Internet Dirk Haunhorst Porta Westfalica. Dietmar Lehmann (Wählergemeinschaft Porta) spricht von einem „Riesen-Meilenstein“. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses freut sich darüber, dass acht Portaner Schulstandorte im Sommer ans Glasfasernetz angeschlossen werden und damit schnelles Internet erhalten. Gleichzeitig appellierte er gestern an die Verwaltung, dass Lehrkräfte und Schulen möglichst rasch mit den nötigen digitalen Geräten ausgerüstet werden. Die Ausstattung der Schulen solle parallel zum Ausbau der Glasfasernetzes erfolgen, sicherte Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) zu. Sie unterzeichnete am Donnerstagnachmittag im Ratssaal einen Vertrag mit dem Unternehmen Greenfiber. An dem Termin nahm neben einigen Verwaltungsmitarbeitern auch Dietmar Lehmann als Vertreter der Politik teil. Wackelige Internetverbindungen, fehlende Datenkapazitäten für Videokonferenzen – der Fernunterricht in Pandemiezeiten stößt auch in Porta mangels Breitbandversorgung an seine Grenzen. „Das letzte Jahr hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir in diesem Bereich schnellstmöglich vorankommen müssen“, sagte Gerlach. Die neue Bürgermeisterin hatte Fortschritte bei der Digitalisierung zu einem zentralem Wahlkampfthema gemacht. Uwe Krabbe, geschäftsführender Gesellschafter von Greenfiber, brachte den unterschriftsreifen Vertrag mit ins Portaner Rathaus. Die Gesamtsumme für das Projekt bezifferte er auf 900.000 Euro. Darin enthalten sind die Gebäudeanschlüsse der acht Schulen mit insgesamt zehn Kilometern Leitung. Die Kosten übernehmen jeweils zur Hälfte Bund und Land, die dazu Förderprogramme wie den „Sonderaufruf Schulen“ beschlossen haben. Die Stadt braucht nichts zu bezahlen, da sie sich in der Haushaltssicherung befindet. Bis Ende August dieses Jahres sollen somit acht der elf Schulstandorte angeschlossen sein: Eisbergen, Veltheim, Neesen, Kleinenbremen und Holzhausen sowie die Gesamtschule in Lerbeck und das Gymnasium und die Realschule in Hausberge. Die drei übrigen Grundschulstandorte sollen aus anderen Töpfen versorgt werden. So zählt Vennebeck zu den „weißen Flecken“ und wird über das entsprechende Förderprogramm des Kreises mit Breitband ausgestattet. Im Fall der Grundschulen Barkhausen und und Hausberge sucht die Stadt nach anderen Möglichkeiten. Die beiden Standorte sind in das nun anlaufende Landes- und Bundesprogramm nicht reingerutscht, weil laut Förderkriterien keine Unterversorgung vorliegt. Gleichwohl sind die zwei Grundschulen vom superschnellen Internet mit einer Datenübertragungsrate von zehn Gigabit pro Sekunde, wie sie die anderen Schulen bald erhalten, weit entfernt. Der Breitbandausbau an den Portaner Schulen ist eingebunden in das große Glasfaserprojekt von Greenfiber im gesamten Mühlenkreis. In Porta Westfalica arbeitet das Unternehmen seit dem Herbst 2020, in einigen anderen Kreiskommunen bereits ein Jahr länger. Auf Portaner Gebiet sollen 2.200 Haushalte etwa bis Mitte 2022 schnelles Internet erhalten können. Die Gesamttrasse dafür ist 150 Kilometer lang. Die Trassenbau und die Verlegung der nur rund zwei Millimeter dünnen Glasfaser sei keine besondere Schwierigkeit und werde zügig mithilfe von Wanderbaustellen absolviert, erläuterte Krabbe gestern. Vergleichsweise zeitintensiv und teuer seien manche Genehmigungsverfahren. So können Eisenbahn- und Autobahnquerungen, die auch in Porta vonnöten seien, im Antragsverfahren jeweils mit bis zu 50.000 Euro zu Buche schlagen.

"Riesen-Meilenstein": Acht Schulen in Porta Westfalica erhalten schnelles Internet

Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach und Uwe Krabbe (Firma Greenfiber) unterzeichneten am Donnerstag den Vertrag. Ziel ist, acht Portaner Schulen bis Ende August 2021 ans Glasfasernetz anzuschließen. MT-Foto: Dirk Haunhorst © dhaunhorst

Porta Westfalica. Dietmar Lehmann (Wählergemeinschaft Porta) spricht von einem „Riesen-Meilenstein“. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses freut sich darüber, dass acht Portaner Schulstandorte im Sommer ans Glasfasernetz angeschlossen werden und damit schnelles Internet erhalten. Gleichzeitig appellierte er gestern an die Verwaltung, dass Lehrkräfte und Schulen möglichst rasch mit den nötigen digitalen Geräten ausgerüstet werden.

Die Ausstattung der Schulen solle parallel zum Ausbau der Glasfasernetzes erfolgen, sicherte Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach (CDU) zu. Sie unterzeichnete am Donnerstagnachmittag im Ratssaal einen Vertrag mit dem Unternehmen Greenfiber. An dem Termin nahm neben einigen Verwaltungsmitarbeitern auch Dietmar Lehmann als Vertreter der Politik teil.

Digitaler Unterricht und Videokonferenzen scheitern mancherorts am langsamen Internet. In Porta Westfalica ist Besserung in Sicht. Foto: Imago Images - © imago images/Michael Schick
Digitaler Unterricht und Videokonferenzen scheitern mancherorts am langsamen Internet. In Porta Westfalica ist Besserung in Sicht. Foto: Imago Images - © imago images/Michael Schick

Wackelige Internetverbindungen, fehlende Datenkapazitäten für Videokonferenzen – der Fernunterricht in Pandemiezeiten stößt auch in Porta mangels Breitbandversorgung an seine Grenzen. „Das letzte Jahr hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir in diesem Bereich schnellstmöglich vorankommen müssen“, sagte Gerlach. Die neue Bürgermeisterin hatte Fortschritte bei der Digitalisierung zu einem zentralem Wahlkampfthema gemacht.

Uwe Krabbe, geschäftsführender Gesellschafter von Greenfiber, brachte den unterschriftsreifen Vertrag mit ins Portaner Rathaus. Die Gesamtsumme für das Projekt bezifferte er auf 900.000 Euro. Darin enthalten sind die Gebäudeanschlüsse der acht Schulen mit insgesamt zehn Kilometern Leitung. Die Kosten übernehmen jeweils zur Hälfte Bund und Land, die dazu Förderprogramme wie den „Sonderaufruf Schulen“ beschlossen haben. Die Stadt braucht nichts zu bezahlen, da sie sich in der Haushaltssicherung befindet. Bis Ende August dieses Jahres sollen somit acht der elf Schulstandorte angeschlossen sein: Eisbergen, Veltheim, Neesen, Kleinenbremen und Holzhausen sowie die Gesamtschule in Lerbeck und das Gymnasium und die Realschule in Hausberge.

Die drei übrigen Grundschulstandorte sollen aus anderen Töpfen versorgt werden. So zählt Vennebeck zu den „weißen Flecken“ und wird über das entsprechende Förderprogramm des Kreises mit Breitband ausgestattet. Im Fall der Grundschulen Barkhausen und und Hausberge sucht die Stadt nach anderen Möglichkeiten. Die beiden Standorte sind in das nun anlaufende Landes- und Bundesprogramm nicht reingerutscht, weil laut Förderkriterien keine Unterversorgung vorliegt. Gleichwohl sind die zwei Grundschulen vom superschnellen Internet mit einer Datenübertragungsrate von zehn Gigabit pro Sekunde, wie sie die anderen Schulen bald erhalten, weit entfernt.

Der Breitbandausbau an den Portaner Schulen ist eingebunden in das große Glasfaserprojekt von Greenfiber im gesamten Mühlenkreis. In Porta Westfalica arbeitet das Unternehmen seit dem Herbst 2020, in einigen anderen Kreiskommunen bereits ein Jahr länger. Auf Portaner Gebiet sollen 2.200 Haushalte etwa bis Mitte 2022 schnelles Internet erhalten können. Die Gesamttrasse dafür ist 150 Kilometer lang.

Die Trassenbau und die Verlegung der nur rund zwei Millimeter dünnen Glasfaser sei keine besondere Schwierigkeit und werde zügig mithilfe von Wanderbaustellen absolviert, erläuterte Krabbe gestern. Vergleichsweise zeitintensiv und teuer seien manche Genehmigungsverfahren. So können Eisenbahn- und Autobahnquerungen, die auch in Porta vonnöten seien, im Antragsverfahren jeweils mit bis zu 50.000 Euro zu Buche schlagen.

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