Republikaner formieren sich in Porta neu und stellen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten Thoma, ieske Porta Westfalica. Nein, er glaubt nicht, dass er nach dem 13. September den Chefsessel im Rathaus beziehen kann. Dennoch tritt der Eisberger Dietrich Edler für die nach eigenem Verständnis rechts-konservativen Republikaner als Bürgermeisterkandidat zur Wahl an. Die Partei hat sich nun in Porta neu formiert und will nun den Neustart wagen. „Wir haben zwar nicht für jeden Wahlbezirk Kandidaten, aber wir werden mit neun Leuten ins Rennen gehen“, erklärt Edler als Vorsitzender des Kreisverbandes Porta-Minden. Seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt sieht der 70-Jährige als symbolischen Schritt. „Wir wollen zeigen, dass wir hier in Porta etwas bewegen wollen“, betont Edler. Geboren in Minden, aufgewachsen in Nammen, bezeichnet sich Edler als waschechten Portaner. Er ist seit 1968 verheiratet und hat vier Kinder. Aktuell ist er im Schulausschuss des Landkreises Schaumburg und im Schulelternrat des Gymnasiums Rinteln aktiv. Rechts der CDU wolle er konservative Werte erhalten. Dabei gehe es dem Bauingenieur, der nach seinem Studium in leitenden Positionen für verschiedene Baufirmen und später selbstständig gearbeitet hat, vor allem um die ökologischen und materiellen Stärken Portas. Dazu zählt er touristische Highlights wie den Kaiserhof, die Wittekindsburg – „Ich verstehe nicht, weshalb darum so ein Theater gemacht wird“ – und den Großen Weserbogen – „Hier muss der Verkaufsprozess transparenter gemacht werden“. Und der gesperrte Wolfsschluchtweg? „Der schönste Wanderweg muss wieder geöffnet werden. Er ist für den Tourismus in Porta sehr wichtig“, sagt Edler. Man dürfe der Öffentlichkeit solche Schätze nicht vorenthalten. Für Bauanträge und Vorplanungen wünschen sich die Republikaner deutlich mehr Tempo aus der Verwaltung. Ein wichtiges Thema ist Edler und seinen Parteimitgliedern, die Geschichte einzelner Häuser und Einrichtungen für Bürger und Touristen zu kennzeichnen. „Wir halten nichts von den Stolpersteinen, wir brauchen große Gedenktafeln an den Häusern, um auf die schrecklichen Schicksale der Deportierten in der Nazi-Zeit aufmerksam zu machen“, sagt Edler. Und dann ist da noch die AfD. Viele bringen sie mit Edler in Verbindung – immerhin war er 2018 Gründungsmitglied des Stadtverbandes Porta. Doch nach Unstimmigkeiten über das Parteiprogramm verließ er die Partei. Allerdings fahren die Republikaner zum Beispiel in Sachen Ausländerpolitik eine ähnlich harte Kante, die politisch weit rechts zu verorten ist. „Ich stimme ehrlich gesagt nicht mit allen Inhalten der Republikaner überein, aber mit mehr als bei der AfD.“ Deshalb wolle er den Portaner Republikanern eine eigene Richtung geben. Und Leitgedanken anderer Institutionen einfließen lassen. Zum Beispiel den des Vereins „Mehr Demokratie wagen“, für den er sich engagiere. Der setzt sich vor allem dafür ein, Bürgerbegehren zur Regel zu machen. Dazu zählt aus seiner Sicht: mehr Bürgerbeteiligung. Den Leitgedanken des Vereins würde er gern in die Arbeit der Republikaner einfließen lassen. Auch die konservativen „Heimattreuen“, die sich für ökologische Politik einsetzen wollen, will Edler in die Republikaner überführen. Viele Themen, die auf der Liste stehen. Ob sie alle umsetzbar sind? Schon jetzt gab es Startschwierigkeiten: Es habe Kandidaten gegeben, die für zwei Parteien gleichzeitig antreten wollten, berichtet Edler: für die Republikaner und für die AfD. „Das geht natürlich nicht.“ Das wollten die Republikaner in ihren Reihen nicht dulden, sagt er. Zudem ist der bisherige Republikaner Volker Marsch, der noch für die Partei im Rat sitzt, zur AfD gewechselt. „Wir wollen zumindest einen Ratssitz holen.“ Die Kandidaten der Republikaner 1. Dietrich Edler 2. Heinz Rainer Ahlert 3. Elke Edler 4. Ralf Finger 5. Uwe Hoffmann 6. Gerhard Kuckuck 7. Marianne Kuckuck 8. Thomas Schröder 9. Jürgen Schulze

Republikaner formieren sich in Porta neu und stellen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten

Die Entwicklung des Kaiserhofes als touristisches Ziel wollen die Republikaner ebenso eng begleiten wie etwa an der Wittekindsburg oder am Großen Weserbogen. MT-Foto (Archiv): Thomas Lieske

Porta Westfalica. Nein, er glaubt nicht, dass er nach dem 13. September den Chefsessel im Rathaus beziehen kann. Dennoch tritt der Eisberger Dietrich Edler für die nach eigenem Verständnis rechts-konservativen Republikaner als Bürgermeisterkandidat zur Wahl an. Die Partei hat sich nun in Porta neu formiert und will nun den Neustart wagen. „Wir haben zwar nicht für jeden Wahlbezirk Kandidaten, aber wir werden mit neun Leuten ins Rennen gehen“, erklärt Edler als Vorsitzender des Kreisverbandes Porta-Minden.

Seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt sieht der 70-Jährige als symbolischen Schritt. „Wir wollen zeigen, dass wir hier in Porta etwas bewegen wollen“, betont Edler. Geboren in Minden, aufgewachsen in Nammen, bezeichnet sich Edler als waschechten Portaner. Er ist seit 1968 verheiratet und hat vier Kinder. Aktuell ist er im Schulausschuss des Landkreises Schaumburg und im Schulelternrat des Gymnasiums Rinteln aktiv.

Dietrich Edler tritt als Bürgermeisterkandidat an. Foto: pr - © Burkhard Brauns
Dietrich Edler tritt als Bürgermeisterkandidat an. Foto: pr - © Burkhard Brauns

Rechts der CDU wolle er konservative Werte erhalten. Dabei gehe es dem Bauingenieur, der nach seinem Studium in leitenden Positionen für verschiedene Baufirmen und später selbstständig gearbeitet hat, vor allem um die ökologischen und materiellen Stärken Portas. Dazu zählt er touristische Highlights wie den Kaiserhof, die Wittekindsburg – „Ich verstehe nicht, weshalb darum so ein Theater gemacht wird“ – und den Großen Weserbogen – „Hier muss der Verkaufsprozess transparenter gemacht werden“. Und der gesperrte Wolfsschluchtweg? „Der schönste Wanderweg muss wieder geöffnet werden. Er ist für den Tourismus in Porta sehr wichtig“, sagt Edler. Man dürfe der Öffentlichkeit solche Schätze nicht vorenthalten.

Für Bauanträge und Vorplanungen wünschen sich die Republikaner deutlich mehr Tempo aus der Verwaltung. Ein wichtiges Thema ist Edler und seinen Parteimitgliedern, die Geschichte einzelner Häuser und Einrichtungen für Bürger und Touristen zu kennzeichnen. „Wir halten nichts von den Stolpersteinen, wir brauchen große Gedenktafeln an den Häusern, um auf die schrecklichen Schicksale der Deportierten in der Nazi-Zeit aufmerksam zu machen“, sagt Edler.

Und dann ist da noch die AfD. Viele bringen sie mit Edler in Verbindung – immerhin war er 2018 Gründungsmitglied des Stadtverbandes Porta. Doch nach Unstimmigkeiten über das Parteiprogramm verließ er die Partei. Allerdings fahren die Republikaner zum Beispiel in Sachen Ausländerpolitik eine ähnlich harte Kante, die politisch weit rechts zu verorten ist. „Ich stimme ehrlich gesagt nicht mit allen Inhalten der Republikaner überein, aber mit mehr als bei der AfD.“

Deshalb wolle er den Portaner Republikanern eine eigene Richtung geben. Und Leitgedanken anderer Institutionen einfließen lassen. Zum Beispiel den des Vereins „Mehr Demokratie wagen“, für den er sich engagiere. Der setzt sich vor allem dafür ein, Bürgerbegehren zur Regel zu machen. Dazu zählt aus seiner Sicht: mehr Bürgerbeteiligung. Den Leitgedanken des Vereins würde er gern in die Arbeit der Republikaner einfließen lassen. Auch die konservativen „Heimattreuen“, die sich für ökologische Politik einsetzen wollen, will Edler in die Republikaner überführen.

Viele Themen, die auf der Liste stehen. Ob sie alle umsetzbar sind? Schon jetzt gab es Startschwierigkeiten: Es habe Kandidaten gegeben, die für zwei Parteien gleichzeitig antreten wollten, berichtet Edler: für die Republikaner und für die AfD. „Das geht natürlich nicht.“ Das wollten die Republikaner in ihren Reihen nicht dulden, sagt er. Zudem ist der bisherige Republikaner Volker Marsch, der noch für die Partei im Rat sitzt, zur AfD gewechselt. „Wir wollen zumindest einen Ratssitz holen.“

Die Kandidaten der Republikaner

1. Dietrich Edler

2. Heinz Rainer Ahlert

3. Elke Edler

4. Ralf Finger

5. Uwe Hoffmann

6. Gerhard Kuckuck

7. Marianne Kuckuck

8. Thomas Schröder

9. Jürgen Schulze

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica