Rekordumsatz und Investitionen bei Schäferbarthold Thomas Traue Porta Westfalica-Barkhausen (mt). Im Schatten des Wiehengebirges und Kaiser-Wilhelm-Denkmals lässt es sich prächtig gedeihen: Die Schäferbarthold GmbH - vor fast 40 Jahren von der Mindener Ringstraße an die Porta umgezogen - hat sich in einem hart umkämpften Marktumfeld behauptet und Schritt für Schritt zu einem überaus erfolgreichen Nischenanbieter entwickelt. Das laufende Jahr wird der Großhändler für Kfz-Teile und Zubehör mit einem fetten Wachstum von zwölf Prozent und einem Rekordumsatz von 76 Millionen Euro abschließen.Auch für das kommende Jahr hat das von der Inhaberfamilie geführte Unternehmen mit 250 Beschäftigten - davon 220 am Standort - eine ordentliche Erlössteigerung im Visier. „Die Chancen dafür sind ganz gut“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Christian Schäferbarthold im MT-Gespräch. „Ob das Plus dann erneut zweistellig wird, bleibt abzuwarten.“ In der Planung werde ein Wachstum von gut fünf Prozent angepeilt.Gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang Schäferbarthold (50) steuert der 47-Jährige die 1924 gegründete Großhandelsfirma in der vierten Generation. Heute gehört das mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 60 Prozent kerngesunde Unternehmen den beiden Brüdern. Vater Dr. Volker Schäferbarthold (79) steht weiter beratend und geschäftsführend zur Seite.Weil die Geschäfte richtig gut laufen und das Lager mit aktuell 10 000 Paletten-Stellplätzen bereits zu 95 Prozent gefüllt ist, reifen nun Baupläne. „Das 2008 eingeführte Führungssystem im neuen Hochregallager hat uns deutlich vorangebracht. Angesichts von rund 25 000 Artikeln mit einem Warenbestand von 14,5 Millionen Euro kommen wir jetzt jedoch an Grenzen“, berichtet Christian Schäferbarthold und kündigt für 2017 einen Erweiterungsbau an. Nach den derzeitigen Plänen soll in einem ersten Bauabschnitt die 100 Meter lange Hauptachse des Hochregalllagers um 50 Meter verlängert werden. „Das schafft auf einer Grundfläche von 3000 Quadratmetern Platz für 8000 weitere Paletten in rund 40 000 Kubikmetern umbauten Raum“, so der Geschäftsführer.Die Investitionssumme beziffert er auf rund drei Millionen Euro für die Halle und inklusive „Innenleben“ auf rund 4,5 Millionen Euro. Die dafür benötigten Bauplätze sind schon im Eigentum der Familie - und auch für weiteres Wachstum stehen laut Christian Schäferbarthold noch ausreichend Flächen zur Verfügung. „Wir überlegen noch, eventuell sogar gleich auf ein Längenplus von bis zu 100 Metern auszubauen.“Parallel zu den Baumaßnahmen will das Unternehmen 2017 das Personal weiter aufstocken. In der Logistik wurden bereits sechs neue Arbeitsplätze und im kaufmännischen Bereich (Einkauf, Marketing, Vertrieb) werden fünf neue Stellen geschaffen.Besonders stolz ist der Geschäftsführer auf die leistungsfähige Logistik, mit der das rasante Wachstum gemeistert werden konnte. „Wir haben mehr als eine Million Auftragspositionen verarbeitet. Das ist ebenfalls ein Spitzenwert in der Firmengeschichte.“Bedient werden jedes Jahr gut 5000 Kunden. Dazu zählen neben autorisierten Vertrags- und freien Werkstätten kleinere Großhändler in mehr als 70 Ländern. Da Schäferbarthold keinen eigenen Fuhrpark mehr unterhält, werden alle Lieferungen über Speditionen abgewickelt.Rund zwei Drittel der Umsätze erzielt Schäferbarthold im Export mit Kfz-Teilen. Europa macht dabei rund die Hälfte aus. Zufrieden zeigt sich der Geschäftsführer auch mit den Geschäften in Deutschland, die in diesem Jahr ein „gutes einstelliges Wachstum“ hinlegten. Mehr als 60 Prozent aller gewerblichen Kunden nutzen den von der eigenen IT-Mannschaft entwickelten Online-Shop, spricht der Manager von einem effizienten Prozess bei der Auftragsverarbeitung. Gut 70 Prozent der Umsätze werden bereits über diesen Vertriebskanal abgewickelt.Freude bereitet auch der Markt für Endverbraucher am Erbeweg. Der Facheinzelhandel für Autoteile und Zubehör verbuchte auch dank intensivierter Flyer-Werbung zuletzt jährliche Steigerungsraten von rund fünf Prozent. In diesem Jahr kam mit Julmi ein Fachmarkt für Gartengeräte als Mieter in das Firmengebäude. „Die Sortimente ergänzen sich bestens“, rechnet Schäferbarthold mit weiterem Auftrieb im Ladengeschäft.Einen Wachstumsschub verspricht sich der Gesellschafter und vierfache Familienvater auch von der Beteiligung an der Einkaufskooperation Nexus. „Damit sind wir jetzt noch besser international vernetzt. Das bringt uns große Vorteile.“ Intensivieren will Schäferbarthold 2017 nochmals die Vertriebsaktivitäten mit Blick auf die kleineren Großhändler und freien Werkstätten.

Rekordumsatz und Investitionen bei Schäferbarthold

Im Hochregallager wird es eng. 2017 wird mit einem Anbau (markiert) die Kapazität kräftig aufgestockt. Fotomontage: pr

Porta Westfalica-Barkhausen (mt). Im Schatten des Wiehengebirges und Kaiser-Wilhelm-Denkmals lässt es sich prächtig gedeihen: Die Schäferbarthold GmbH - vor fast 40 Jahren von der Mindener Ringstraße an die Porta umgezogen - hat sich in einem hart umkämpften Marktumfeld behauptet und Schritt für Schritt zu einem überaus erfolgreichen Nischenanbieter entwickelt. Das laufende Jahr wird der Großhändler für Kfz-Teile und Zubehör mit einem fetten Wachstum von zwölf Prozent und einem Rekordumsatz von 76 Millionen Euro abschließen.

Auch für das kommende Jahr hat das von der Inhaberfamilie geführte Unternehmen mit 250 Beschäftigten - davon 220 am Standort - eine ordentliche Erlössteigerung im Visier. „Die Chancen dafür sind ganz gut“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Christian Schäferbarthold im MT-Gespräch. „Ob das Plus dann erneut zweistellig wird, bleibt abzuwarten.“ In der Planung werde ein Wachstum von gut fünf Prozent angepeilt.

Gemeinsam mit seinem Bruder Wolfgang Schäferbarthold (50) steuert der 47-Jährige die 1924 gegründete Großhandelsfirma in der vierten Generation. Heute gehört das mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 60 Prozent kerngesunde Unternehmen den beiden Brüdern. Vater Dr. Volker Schäferbarthold (79) steht weiter beratend und geschäftsführend zur Seite.

Weil die Geschäfte richtig gut laufen und das Lager mit aktuell 10 000 Paletten-Stellplätzen bereits zu 95 Prozent gefüllt ist, reifen nun Baupläne. „Das 2008 eingeführte Führungssystem im neuen Hochregallager hat uns deutlich vorangebracht. Angesichts von rund 25 000 Artikeln mit einem Warenbestand von 14,5 Millionen Euro kommen wir jetzt jedoch an Grenzen“, berichtet Christian Schäferbarthold und kündigt für 2017 einen Erweiterungsbau an. Nach den derzeitigen Plänen soll in einem ersten Bauabschnitt die 100 Meter lange Hauptachse des Hochregalllagers um 50 Meter verlängert werden. „Das schafft auf einer Grundfläche von 3000 Quadratmetern Platz für 8000 weitere Paletten in rund 40 000 Kubikmetern umbauten Raum“, so der Geschäftsführer.

Die Investitionssumme beziffert er auf rund drei Millionen Euro für die Halle und inklusive „Innenleben“ auf rund 4,5 Millionen Euro. Die dafür benötigten Bauplätze sind schon im Eigentum der Familie - und auch für weiteres Wachstum stehen laut Christian Schäferbarthold noch ausreichend Flächen zur Verfügung. „Wir überlegen noch, eventuell sogar gleich auf ein Längenplus von bis zu 100 Metern auszubauen.“

Parallel zu den Baumaßnahmen will das Unternehmen 2017 das Personal weiter aufstocken. In der Logistik wurden bereits sechs neue Arbeitsplätze und im kaufmännischen Bereich (Einkauf, Marketing, Vertrieb) werden fünf neue Stellen geschaffen.

Besonders stolz ist der Geschäftsführer auf die leistungsfähige Logistik, mit der das rasante Wachstum gemeistert werden konnte. „Wir haben mehr als eine Million Auftragspositionen verarbeitet. Das ist ebenfalls ein Spitzenwert in der Firmengeschichte.“

Bedient werden jedes Jahr gut 5000 Kunden. Dazu zählen neben autorisierten Vertrags- und freien Werkstätten kleinere Großhändler in mehr als 70 Ländern. Da Schäferbarthold keinen eigenen Fuhrpark mehr unterhält, werden alle Lieferungen über Speditionen abgewickelt.

Rund zwei Drittel der Umsätze erzielt Schäferbarthold im Export mit Kfz-Teilen. Europa macht dabei rund die Hälfte aus. Zufrieden zeigt sich der Geschäftsführer auch mit den Geschäften in Deutschland, die in diesem Jahr ein „gutes einstelliges Wachstum“ hinlegten. Mehr als 60 Prozent aller gewerblichen Kunden nutzen den von der eigenen IT-Mannschaft entwickelten Online-Shop, spricht der Manager von einem effizienten Prozess bei der Auftragsverarbeitung. Gut 70 Prozent der Umsätze werden bereits über diesen Vertriebskanal abgewickelt.

Freude bereitet auch der Markt für Endverbraucher am Erbeweg. Der Facheinzelhandel für Autoteile und Zubehör verbuchte auch dank intensivierter Flyer-Werbung zuletzt jährliche Steigerungsraten von rund fünf Prozent. In diesem Jahr kam mit Julmi ein Fachmarkt für Gartengeräte als Mieter in das Firmengebäude. „Die Sortimente ergänzen sich bestens“, rechnet Schäferbarthold mit weiterem Auftrieb im Ladengeschäft.

Einen Wachstumsschub verspricht sich der Gesellschafter und vierfache Familienvater auch von der Beteiligung an der Einkaufskooperation Nexus. „Damit sind wir jetzt noch besser international vernetzt. Das bringt uns große Vorteile.“ Intensivieren will Schäferbarthold 2017 nochmals die Vertriebsaktivitäten mit Blick auf die kleineren Großhändler und freien Werkstätten.

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