Positiver Corona-Fall an Gesamtschule - Warum der Unterricht uneingeschränkt weiter läuft Thomas Lieske Porta Westfalica-Lerbeck. An der Gesamtschule Porta Westfalica in Lerbeck ist ein positiver Corona-Fall nachgewiesen worden. Nach MT-Informationen handelt es sich bei der betroffenen Person um eine Lehrkraft. Laut Schulleiter Axel Nagel wurde der Fall im Laufe des Mittwochs an der Schule bekannt. Weitere Quarantäne-Anordnungen für Klassen oder einzelne Schüler und Lehrer gab es bisher nicht – eher ungewöhnlich für einen positiven Fall an einer Schule. Der Unterricht läuft unter dem bisherigen Hygienekonzept uneingeschränkt weiter. „Wir hatten das ganz große Glück, dass nur ein einziger Kurs mit 16 Schülerinnen und Schülern Kontakt zur betroffenen Person hatte“, erzählt Axel Nagel im MT-Gespräch. „Ich will mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn es weitere Kontakte gegeben hätte“, sagt er. Vorsichtshalber hatte die Schule eine für Mittwoch geplante Veranstaltung abgesagt. „Das zweite große Glück war, dass sich zum Zeitpunkt des Kontakts alle an die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gehalten haben“, betont der Schulleiter. Deshalb habe es in Absprache mit dem Gesundheitsamt keine weiteren Quarantäne-Anordnungen gegeben. Dennoch sei den betroffenen Schülerinnen und Schülern angeboten worden, sich kostenlos testen zu lassen. „Die Reaktion der Schüler ist ganz unterschiedlich. Einige sind verständlicherweise ängstlich und lassen sich nun testen. Andere gehen eher locker damit um“, erzählt Nagel. Direkt über den Corona-Fall informiert hat die Schule nach Nagels Angaben nur die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler. Für alle anderen hat die Schule eine entsprechende Information des Gesundheitsamtes auf der Homepage veröffentlicht. Das sorgte bereits am Mittwochabend für viel Ärger unter Eltern, berichtet eine Mutter gegenüber dem MT. „Ich habe davon nur über drei Ecken von einer Arbeitskollegin erfahren, die mir den Hinweis schickte“, ärgert sie sich. „Danach gingen wilde Diskussionen in den WhatsApp-Gruppen der einzelnen Klassen los“, sagt die Mutter. Viele hätten versucht, die Klassenlehrer zu erreichen – ohne Erfolg. „Außerdem hat die Schule seit dem Lockdown klassenweise alle Mailadressen und Telefonnummern vorliegen. Jeder hätte informiert werden müssen“, wirft die Mutter der Schule vor. Sie habe ihren Sohn vorsichtshalber am Donnerstag zu Hause gelassen. Auch andere Eltern hätten so reagiert, habe sie erfahren. Schulleiter Axel Nagel reagiert gelassen auf eine entsprechende MT-Nachfrage: „Wie man es macht, ist es falsch. Dann geht immer sofort in diesen Chatgruppen die Diskussion los“, ist auch Nagel ärgerlich. Die Vorgehensweise der Schule sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt worden. Auch, dass der Unterricht ganz normal weitergehe. Das heißt für die Gesamtschule Porta: Maske tragen – im Unterricht, im Schulgebäude und auf dem Schulhof. „Wir haben Gott sei Dank einen sehr großen Schulhof, auf dem wir die Jahrgänge sehr gut voneinander trennen können“, erklärt der Schulleiter. Ansonsten gelten alle anderen allgemeinen Hygienemaßnahmen wie an anderen weiterführenden Schulen auch. „Wir unterrichten auch derzeit nicht jahrgangsübergreifend.“ An diesem Hygienekonzept, das aus Sicht der Schulleitung gut funktioniere – was der aktuelle Fall noch einmal bestätigt habe – wolle er auch nichts ändern, sagt Nagel.

Positiver Corona-Fall an Gesamtschule - Warum der Unterricht uneingeschränkt weiter läuft

An der Gesamtschule Porta Westfalica gibt es einen positiven Corona-Fall. © Foto: MT-Archiv

Porta Westfalica-Lerbeck. An der Gesamtschule Porta Westfalica in Lerbeck ist ein positiver Corona-Fall nachgewiesen worden. Nach MT-Informationen handelt es sich bei der betroffenen Person um eine Lehrkraft. Laut Schulleiter Axel Nagel wurde der Fall im Laufe des Mittwochs an der Schule bekannt. Weitere Quarantäne-Anordnungen für Klassen oder einzelne Schüler und Lehrer gab es bisher nicht – eher ungewöhnlich für einen positiven Fall an einer Schule. Der Unterricht läuft unter dem bisherigen Hygienekonzept uneingeschränkt weiter.

„Wir hatten das ganz große Glück, dass nur ein einziger Kurs mit 16 Schülerinnen und Schülern Kontakt zur betroffenen Person hatte“, erzählt Axel Nagel im MT-Gespräch. „Ich will mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn es weitere Kontakte gegeben hätte“, sagt er. Vorsichtshalber hatte die Schule eine für Mittwoch geplante Veranstaltung abgesagt. „Das zweite große Glück war, dass sich zum Zeitpunkt des Kontakts alle an die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gehalten haben“, betont der Schulleiter. Deshalb habe es in Absprache mit dem Gesundheitsamt keine weiteren Quarantäne-Anordnungen gegeben. Dennoch sei den betroffenen Schülerinnen und Schülern angeboten worden, sich kostenlos testen zu lassen. „Die Reaktion der Schüler ist ganz unterschiedlich. Einige sind verständlicherweise ängstlich und lassen sich nun testen. Andere gehen eher locker damit um“, erzählt Nagel.

Direkt über den Corona-Fall informiert hat die Schule nach Nagels Angaben nur die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler. Für alle anderen hat die Schule eine entsprechende Information des Gesundheitsamtes auf der Homepage veröffentlicht. Das sorgte bereits am Mittwochabend für viel Ärger unter Eltern, berichtet eine Mutter gegenüber dem MT. „Ich habe davon nur über drei Ecken von einer Arbeitskollegin erfahren, die mir den Hinweis schickte“, ärgert sie sich. „Danach gingen wilde Diskussionen in den WhatsApp-Gruppen der einzelnen Klassen los“, sagt die Mutter. Viele hätten versucht, die Klassenlehrer zu erreichen – ohne Erfolg. „Außerdem hat die Schule seit dem Lockdown klassenweise alle Mailadressen und Telefonnummern vorliegen. Jeder hätte informiert werden müssen“, wirft die Mutter der Schule vor. Sie habe ihren Sohn vorsichtshalber am Donnerstag zu Hause gelassen. Auch andere Eltern hätten so reagiert, habe sie erfahren.

Schulleiter Axel Nagel reagiert gelassen auf eine entsprechende MT-Nachfrage: „Wie man es macht, ist es falsch. Dann geht immer sofort in diesen Chatgruppen die Diskussion los“, ist auch Nagel ärgerlich. Die Vorgehensweise der Schule sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt worden. Auch, dass der Unterricht ganz normal weitergehe. Das heißt für die Gesamtschule Porta: Maske tragen – im Unterricht, im Schulgebäude und auf dem Schulhof. „Wir haben Gott sei Dank einen sehr großen Schulhof, auf dem wir die Jahrgänge sehr gut voneinander trennen können“, erklärt der Schulleiter. Ansonsten gelten alle anderen allgemeinen Hygienemaßnahmen wie an anderen weiterführenden Schulen auch. „Wir unterrichten auch derzeit nicht jahrgangsübergreifend.“ An diesem Hygienekonzept, das aus Sicht der Schulleitung gut funktioniere – was der aktuelle Fall noch einmal bestätigt habe – wolle er auch nichts ändern, sagt Nagel.

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