Portastraße gesperrt: Schleichverkehr im Wohngebiet Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Barkhausen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nach dieser Maxime schienen am Montagmorgen zahlreiche Auto- und Lkw-Fahrer zu handeln. Sie wichen trotz Verbotsschildern in Wohnstraßen aus, um die Sperrung auf der Portastraße zu umfahren. In der Alten Poststraße und angrenzenden Bereichen herrschte zeitweise chaotisch viel Verkehr. Am Vormittag reagierte die Verkehrsbehörde auf die anscheinend unzureichende Beschilderung und ließ ein zusätzliches Absperrgitter auf die Portastraße stellen, um damit die Fahrtrichtung Minden bereits vor der Abzweigung Fährstaße/Alte Poststraße zu blockieren. Da Einsatzfahrzeuge und auch der Linienverkehr dort weiterhin unterwegs sein dürfen, bleibt die Zufahrt allerdings grundsätzlich möglich. Julia Scholz von der Portaner Verkehrsbehörde setzt vor allem auf den Faktor Zeit. „Das muss sich erst einspielen.“ Trotz frühzeitiger Hinweise auf die Baustelle und Umleitungsstrecken würden Autofahrer am ersten Tag von solchen Sperrungen häufig überrascht, zumal die Einrichtung der Baustelle samt vollständiger Beschilderung einige Zeit in Anspruch nehme. Auch die Polizei war an der Portastraße im Laufe des Montags im Einsatz und stoppte ein paar Irrfahrten. Einige Verwarnungsgelder in Höhe von jeweils 25 Euro seien fällig geworden, berichtet Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Sofern die Einsatzlage es zulasse, solle dort auch in den nächsten Tagen kontrolliert werden. Die halbseitige Sperrung der Portastraße in Richtung Minden zwischen Fährstraße und der Lannertstraße wird ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Die Stadtwerke Minden lassen dort eine neue Trinkwasserleitung für ihr Wasserwerk Huxhöhe verlegen. Das Verbindungsstück reicht an der Portastraße wenige hundert Meter ungefähr vom „Kaiserhof“ bis zur Denkmalzufahrt „Kaiserstraße“. Die offizielle Umleitungsstrecke verläuft großräumig über die B 482 und die B 65. Dies liegt daran, dass die Ausweichroute für sämtliche Fahrzeuge, die ansonsten die Portastraße nutzen können, geeignet sein muss. Also auch für Gefahrguttransporte, die nicht durch den Weserauentunnel dürfen. Gleichwohl ist der Tunnel selbstverständlich für die meisten Fahrer die nahe liegende Ausweichstrecke und nicht die B 482/B65. Gestern Morgen jedoch war auch in der Alten Poststraße „ziemlich viel Betrieb“, wie ein genervter Anwohner meinte, der vor seiner Haustür beobachtete, wie sich Auto um Auto die Straße entlang schob. In Höhe der Baustelle „Hotel Friedenstal“, wo nach den Abrissarbeiten ein Pflegeheim entstehen wird, stoppte der Verkehr mitunter, weil dort Baufahrzeuge rangierten. Mihail Iatridis, Mitinhaber des Fleischermeister-Grills an der Portastraße, hofft, dass die Leitungsarbeiten möglichst rasch beendet werden und nicht erst nach den angekündigten vier Wochen. Das Schnellrestaurant sei für Gäste aus Richtung Hausberge nur noch schwer erreichbar, beklagt der Gastronom. Wer den Umweg über den Tunnel nehme, fahre einige Kilometer mehr. Viele seien nicht dazu bereit. Der Inhaber hatte gehofft, dass die Zufahrt über die Lannertstraße offen bleibt. Doch auch diese ist gesperrt, weil dort eine Baugrube für die Leitungsarbeiten entsteht. Die Restaurantinhaber „erwischt“ es innerhalb von einem Jahr zum zweiten Mal. Bereits im vorigen Herbst hatten Bauarbeiten den Betrieb des Fleischermeister-Grills beeinträchtigt.

Portastraße gesperrt: Schleichverkehr im Wohngebiet

Viele Autos auf der Alten Poststraße: Hier staut sich der Verkehr in Höhe der Baustelle "Friedenstal". MT-Foto: Dirk Haunhorst © dhaunhorst

Porta Westfalica-Barkhausen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nach dieser Maxime schienen am Montagmorgen zahlreiche Auto- und Lkw-Fahrer zu handeln. Sie wichen trotz Verbotsschildern in Wohnstraßen aus, um die Sperrung auf der Portastraße zu umfahren. In der Alten Poststraße und angrenzenden Bereichen herrschte zeitweise chaotisch viel Verkehr.

Am Vormittag reagierte die Verkehrsbehörde auf die anscheinend unzureichende Beschilderung und ließ ein zusätzliches Absperrgitter auf die Portastraße stellen, um damit die Fahrtrichtung Minden bereits vor der Abzweigung Fährstaße/Alte Poststraße zu blockieren. Da Einsatzfahrzeuge und auch der Linienverkehr dort weiterhin unterwegs sein dürfen, bleibt die Zufahrt allerdings grundsätzlich möglich.

Julia Scholz von der Portaner Verkehrsbehörde setzt vor allem auf den Faktor Zeit. „Das muss sich erst einspielen.“ Trotz frühzeitiger Hinweise auf die Baustelle und Umleitungsstrecken würden Autofahrer am ersten Tag von solchen Sperrungen häufig überrascht, zumal die Einrichtung der Baustelle samt vollständiger Beschilderung einige Zeit in Anspruch nehme. Auch die Polizei war an der Portastraße im Laufe des Montags im Einsatz und stoppte ein paar Irrfahrten. Einige Verwarnungsgelder in Höhe von jeweils 25 Euro seien fällig geworden, berichtet Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Sofern die Einsatzlage es zulasse, solle dort auch in den nächsten Tagen kontrolliert werden.

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Die halbseitige Sperrung der Portastraße in Richtung Minden zwischen Fährstraße und der Lannertstraße wird ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Die Stadtwerke Minden lassen dort eine neue Trinkwasserleitung für ihr Wasserwerk Huxhöhe verlegen. Das Verbindungsstück reicht an der Portastraße wenige hundert Meter ungefähr vom „Kaiserhof“ bis zur Denkmalzufahrt „Kaiserstraße“.

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Die offizielle Umleitungsstrecke verläuft großräumig über die B 482 und die B 65. Dies liegt daran, dass die Ausweichroute für sämtliche Fahrzeuge, die ansonsten die Portastraße nutzen können, geeignet sein muss. Also auch für Gefahrguttransporte, die nicht durch den Weserauentunnel dürfen. Gleichwohl ist der Tunnel selbstverständlich für die meisten Fahrer die nahe liegende Ausweichstrecke und nicht die B 482/B65.

Die Verkehrsbehörde ließ am Montag ein zusätzliches Absperrgitter auf die Portastraße stellen, damit die Autos und Lastwagen nicht auf die Fährstraße abbiegen. Foto: Stadt Porta Westfalica - © dhaunhorst
Die Verkehrsbehörde ließ am Montag ein zusätzliches Absperrgitter auf die Portastraße stellen, damit die Autos und Lastwagen nicht auf die Fährstraße abbiegen. Foto: Stadt Porta Westfalica - © dhaunhorst

Gestern Morgen jedoch war auch in der Alten Poststraße „ziemlich viel Betrieb“, wie ein genervter Anwohner meinte, der vor seiner Haustür beobachtete, wie sich Auto um Auto die Straße entlang schob. In Höhe der Baustelle „Hotel Friedenstal“, wo nach den Abrissarbeiten ein Pflegeheim entstehen wird, stoppte der Verkehr mitunter, weil dort Baufahrzeuge rangierten.

Einbahnstraße: Die Portastraße ist seit Montag in Richtung Minden gesperrt, Viele Autofahrer bogen am Vormittag trotz Verbots unmittelbar vor der Baustelle rechts in die Fährstraße ab. Später wurde die Spur durch ein Absperrgitter blockiert und die Polizei kontrollierte das Einfahrtsverbot.? MT-Foto: Dirk Haunhorst - © HAunhorst
Einbahnstraße: Die Portastraße ist seit Montag in Richtung Minden gesperrt, Viele Autofahrer bogen am Vormittag trotz Verbots unmittelbar vor der Baustelle rechts in die Fährstraße ab. Später wurde die Spur durch ein Absperrgitter blockiert und die Polizei kontrollierte das Einfahrtsverbot.? MT-Foto: Dirk Haunhorst - © HAunhorst

Mihail Iatridis, Mitinhaber des Fleischermeister-Grills an der Portastraße, hofft, dass die Leitungsarbeiten möglichst rasch beendet werden und nicht erst nach den angekündigten vier Wochen. Das Schnellrestaurant sei für Gäste aus Richtung Hausberge nur noch schwer erreichbar, beklagt der Gastronom. Wer den Umweg über den Tunnel nehme, fahre einige Kilometer mehr. Viele seien nicht dazu bereit. Der Inhaber hatte gehofft, dass die Zufahrt über die Lannertstraße offen bleibt. Doch auch diese ist gesperrt, weil dort eine Baugrube für die Leitungsarbeiten entsteht. Die Restaurantinhaber „erwischt“ es innerhalb von einem Jahr zum zweiten Mal. Bereits im vorigen Herbst hatten Bauarbeiten den Betrieb des Fleischermeister-Grills beeinträchtigt.

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