Portanerin Samirah Tariq hat mit ihrer Band Sam Reckless den Deutschen Rock Preis gewonnen Ursula Koch Porta Westfalica. Mit „Leichtsinnig“ möchte Samirah Tariq den Bandnamen Sam Reckless übersetzt haben. „Wir sind sehr spontane Menschen. Wir riskieren schon mal was“, sagt die junge Sängerin, die seit zweieinhalb Jahren in Holzhausen lebt. Ihr Wagemut hat ihr und der Band immerhin den Deutschen Rock Preis 2020 in der Kategorie „Singer- Songwriter, beste Solo-Sängerin“ eingebracht. „Wir hatten uns da recht spontan angemeldet. Auf einmal kam die Nachricht. Das hat sich einerseits unwirklich angefühlt, war aber auch ein Lichtblick“, sagt die Sängerin mit Blick auf die wegen Corona ausgefallene Preisträger-Gala in Siegen. Dort treten normalerweise die prämierten Bands vor großem Publikum auf, ergänzt ihr musikalischer Partner Markus Rohmann. Die Preisverleihung sollte eigentlich am 12. Dezember stattfinden. Statt dessen traf kurz vor Weihnachten per Post eine Urkunde bei der Sängerin ein. „Wir machen so oft mit, bis wir da auftreten dürfen“, scherzt Rohmann. Der Preis hat der jungen Band ein wenig Aufmerksamkeit beschert. Die würden sie jetzt zu gerne nutzen, um Veranstalter auf sich aufmerksam zu machen, Kontakte zu knüpfen. Doch das ist zur Zeit schwierig, weil niemand vorhersehen kann, wann wieder Konzerte möglich sind. Aufmerksamkeit hatte die Band aber auch schon mit ihrer ersten CD „Dark times on glamroad“ erregt, die sie im April 2019 herausgebracht hatte. Das sollte „unsere Visitenkarte sein“, um Auftritte zu erhalten, erzählt Rohmann. Von all den schönen Terminen, darunter der Auftritt beim Leinewebermarkt in Bielefeld, sei nur ein Open-Air-Konzert an der Sparrenburg übrig geblieben. Rohmann ist seit vielen Jahren als Musiker aktiv. Daneben arbeitet er auch als Musiklehrer an einer Gesamtschule in Lemgo, an der Samirah Tariq 2017 Abitur gemacht hat. Da hatte sie zusammen mit Rohmann bereits eine CD realisiert: „Himmel auf Erden“ erschien noch als „Rohmann featuring Samirah Tariq“. Inzwischen habe sich ihre Musik stilistisch verändert, der Fokus liege auf Tariqs Gesang und die Texte seien vornehmlich in englischer Sprache, begründet Rohmann den Namens-Wechsel. Für „Dark times on glamroad“ haben Tariq und Rohmann gemeinsam die Musik und die Texte geschrieben. „Das Smartphone ist der beste Freund des Musikers“, sagt Rohmann. Darüber tauschen beide Ideen für Melodien und Texte aus. „Die Fragmente sind mal größer, mal kleiner“, sagt Tariq. Ihr sanfter Gesang klingt immer ein wenig melancholisch. Blues und Soul schwingen in ihrer Musik mit, aber auch Ry Cooder blitzt an einigen Stellen auf, oder auch die amerikanische Folk-Tradition. Rohmann unterlegt ihren Gesang mit Gitarrenklängen in großer Variationsbreite, spielt dazu E-Piano und Percussion. Vervollständigt wird die Band durch Christian Keller am Bass (er spielt auch bei „Randale“, der Bielefelder Band, die sich mit Rockmusik für Kinder einen Namen gemacht hat), Florian Altenhein am Schlagzeug (Leiter der Musikschule Lemgo). Gelegentlich verstärken noch Dieter Kropp (Bluesharp) und Markus Höhle (Gitarre) die Band. „Alle Songs sind so geschrieben, dass sie im Duo funktionieren. Mit der Band ist das noch einmal eine andere Welt. Sie macht die Songs noch schöner“, sagt die Sängerin. In der coronabedingten Zwangspause hat sie zusammen mit Rohmann viele neue Ideen ausgetauscht. „Wir haben Material für zehn bis zwölf Stücke“, sagt der Gitarrist. Damit müssten sie jetzt eigentlich in den Probenraum, um daran zu arbeiten. Darauf warten beide ungeduldig. Ob die Plattenfirma das tatsächlich als Album herausbringt, werde sich dann zeigen. So hatten es Rohmann und Tariq auch mit „Dark times on glamroad“ gemacht. Sie hatten die meisten Songs im Studio aufgenommen und dann erst bei dem Osnabrücker Label „acoustic music“ angefragt und waren auf offene Ohren gestoßen „Der Drang nach Professionalität ist groß“, sagt Samirah Tariq. Sie singt bereits seit ihrer Kindheit. An der Gesamtschule Lemgo habe sie begonnen, sich intensiver mit Musik zu beschäftigen. Aktuell studiert sie Kindheitspädagogik an der Fachhochschule Bielefeld. Aber:„Ich würde sofort alles stehen und liegen lassen, wenn jemand sagen würde, ihr könnt auf Tournee gehen.“

Portanerin Samirah Tariq hat mit ihrer Band Sam Reckless den Deutschen Rock Preis gewonnen

Sängerin Samirah Tariq und Gitarrist Markus Rohmann haben mit der Band Sam Reckless den Deutschen Rock Preis in der Sparte "Singer/Songwriter“ gewonnen. Foto: pr © pr

Porta Westfalica. Mit „Leichtsinnig“ möchte Samirah Tariq den Bandnamen Sam Reckless übersetzt haben. „Wir sind sehr spontane Menschen. Wir riskieren schon mal was“, sagt die junge Sängerin, die seit zweieinhalb Jahren in Holzhausen lebt. Ihr Wagemut hat ihr und der Band immerhin den Deutschen Rock Preis 2020 in der Kategorie „Singer- Songwriter, beste Solo-Sängerin“ eingebracht.

„Wir hatten uns da recht spontan angemeldet. Auf einmal kam die Nachricht. Das hat sich einerseits unwirklich angefühlt, war aber auch ein Lichtblick“, sagt die Sängerin mit Blick auf die wegen Corona ausgefallene Preisträger-Gala in Siegen. Dort treten normalerweise die prämierten Bands vor großem Publikum auf, ergänzt ihr musikalischer Partner Markus Rohmann. Die Preisverleihung sollte eigentlich am 12. Dezember stattfinden. Statt dessen traf kurz vor Weihnachten per Post eine Urkunde bei der Sängerin ein. „Wir machen so oft mit, bis wir da auftreten dürfen“, scherzt Rohmann.

Der Preis hat der jungen Band ein wenig Aufmerksamkeit beschert. Die würden sie jetzt zu gerne nutzen, um Veranstalter auf sich aufmerksam zu machen, Kontakte zu knüpfen. Doch das ist zur Zeit schwierig, weil niemand vorhersehen kann, wann wieder Konzerte möglich sind. Aufmerksamkeit hatte die Band aber auch schon mit ihrer ersten CD „Dark times on glamroad“ erregt, die sie im April 2019 herausgebracht hatte. Das sollte „unsere Visitenkarte sein“, um Auftritte zu erhalten, erzählt Rohmann. Von all den schönen Terminen, darunter der Auftritt beim Leinewebermarkt in Bielefeld, sei nur ein Open-Air-Konzert an der Sparrenburg übrig geblieben.

Rohmann ist seit vielen Jahren als Musiker aktiv. Daneben arbeitet er auch als Musiklehrer an einer Gesamtschule in Lemgo, an der Samirah Tariq 2017 Abitur gemacht hat. Da hatte sie zusammen mit Rohmann bereits eine CD realisiert: „Himmel auf Erden“ erschien noch als „Rohmann featuring Samirah Tariq“. Inzwischen habe sich ihre Musik stilistisch verändert, der Fokus liege auf Tariqs Gesang und die Texte seien vornehmlich in englischer Sprache, begründet Rohmann den Namens-Wechsel.

Für „Dark times on glamroad“ haben Tariq und Rohmann gemeinsam die Musik und die Texte geschrieben. „Das Smartphone ist der beste Freund des Musikers“, sagt Rohmann. Darüber tauschen beide Ideen für Melodien und Texte aus. „Die Fragmente sind mal größer, mal kleiner“, sagt Tariq. Ihr sanfter Gesang klingt immer ein wenig melancholisch. Blues und Soul schwingen in ihrer Musik mit, aber auch Ry Cooder blitzt an einigen Stellen auf, oder auch die amerikanische Folk-Tradition. Rohmann unterlegt ihren Gesang mit Gitarrenklängen in großer Variationsbreite, spielt dazu E-Piano und Percussion.

Vervollständigt wird die Band durch Christian Keller am Bass (er spielt auch bei „Randale“, der Bielefelder Band, die sich mit Rockmusik für Kinder einen Namen gemacht hat), Florian Altenhein am Schlagzeug (Leiter der Musikschule Lemgo). Gelegentlich verstärken noch Dieter Kropp (Bluesharp) und Markus Höhle (Gitarre) die Band. „Alle Songs sind so geschrieben, dass sie im Duo funktionieren. Mit der Band ist das noch einmal eine andere Welt. Sie macht die Songs noch schöner“, sagt die Sängerin.

In der coronabedingten Zwangspause hat sie zusammen mit Rohmann viele neue Ideen ausgetauscht. „Wir haben Material für zehn bis zwölf Stücke“, sagt der Gitarrist. Damit müssten sie jetzt eigentlich in den Probenraum, um daran zu arbeiten. Darauf warten beide ungeduldig. Ob die Plattenfirma das tatsächlich als Album herausbringt, werde sich dann zeigen. So hatten es Rohmann und Tariq auch mit „Dark times on glamroad“ gemacht. Sie hatten die meisten Songs im Studio aufgenommen und dann erst bei dem Osnabrücker Label „acoustic music“ angefragt und waren auf offene Ohren gestoßen

„Der Drang nach Professionalität ist groß“, sagt Samirah Tariq. Sie singt bereits seit ihrer Kindheit. An der Gesamtschule Lemgo habe sie begonnen, sich intensiver mit Musik zu beschäftigen. Aktuell studiert sie Kindheitspädagogik an der Fachhochschule Bielefeld. Aber:„Ich würde sofort alles stehen und liegen lassen, wenn jemand sagen würde, ihr könnt auf Tournee gehen.“

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