Portaner Naturschützer helfen den scheuen Hohltauben Nistkästen für "Nachmieter" Porta Westfalica-Eisbergen (mt/dh). Der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) hat im Wald des Eisberger Landwirtes Willi Ostermeier fünf Nistkästen für die scheue Hohltaube aufgehängt. Die Naturschützer Friedel Hauptmeier und Holger Hansing brachten die neun Kilo schweren Kästen an. Sie hängen in vier Metern Höhe im lichten Buchenwald, sodass die Waldtauben jetzt wieder Brutmöglichkeiten haben.Wie der NHP mitteilt, findet die Hohltaube kaum noch Bruthöhlen, da sie auf die Baukünste des seltenen Schwarzspechts angewiesen ist. Auch andere Nachmieter des Schwarzspechtes wie beispielsweise Dohle oder Waldkauz können von den neuen Hohltaubenkästen profitieren. Ab und an wird der Holzbetonkasten auch als Übernachtungsquartier von Grün- und Grauspechten genutzt.Der NHP behebt nach eigener Auskunft mithilfe der Kästen einen vom Menschen verursachten Mangel, denn die frühe wirtschaftliche Nutzung von Bäumen verringert das Angebot an Brutbäumen. Nur in Altholzbeständen mit entsprechend dicken Baumstämmen kann eine taubengroße Bruthöhle durch Fäulnis oder eben Scharzspechte entstehen.Die körnerfressenden Hohltauben benötigen Sämereien und Beeren als Nahrung. Diese seien allerdings häufig durch Pestizide und Herbizide stark belastet, so die Naturschützer.Der Bezirksausschuss für Eisbergen, Veltheim und Lohfeld ermöglichte die Arten schützende Aktion. Das Gremium hatte den Kauf der Kästen aus Holzbeton beschlossen. Im Spätherbst, wenn die Hohltauben nach Südeuropa gezogen sind, wird sich bei der Reinigung der Nistkästen zeigen, ob der Einsatz von Bezirksausschuss und NHP bereits im ersten Jahr von Erfolg gekrönt war und Hohltauben in Eisbergen gebrütet haben.

Portaner Naturschützer helfen den scheuen Hohltauben

Porta Westfalica-Eisbergen (mt/dh). Der Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) hat im Wald des Eisberger Landwirtes Willi Ostermeier fünf Nistkästen für die scheue Hohltaube aufgehängt.

Das langjährige NHP-Mitglied Friedel Hauptmeier hat mehrere neue Nistkästen für Hohltauben im Eisberger Wald aufgehängt. - © Foto: privat
Das langjährige NHP-Mitglied Friedel Hauptmeier hat mehrere neue Nistkästen für Hohltauben im Eisberger Wald aufgehängt. - © Foto: privat

Die Naturschützer Friedel Hauptmeier und Holger Hansing brachten die neun Kilo schweren Kästen an. Sie hängen in vier Metern Höhe im lichten Buchenwald, sodass die Waldtauben jetzt wieder Brutmöglichkeiten haben.

Wie der NHP mitteilt, findet die Hohltaube kaum noch Bruthöhlen, da sie auf die Baukünste des seltenen Schwarzspechts angewiesen ist. Auch andere Nachmieter des Schwarzspechtes wie beispielsweise Dohle oder Waldkauz können von den neuen Hohltaubenkästen profitieren. Ab und an wird der Holzbetonkasten auch als Übernachtungsquartier von Grün- und Grauspechten genutzt.

Der NHP behebt nach eigener Auskunft mithilfe der Kästen einen vom Menschen verursachten Mangel, denn die frühe wirtschaftliche Nutzung von Bäumen verringert das Angebot an Brutbäumen. Nur in Altholzbeständen mit entsprechend dicken Baumstämmen kann eine taubengroße Bruthöhle durch Fäulnis oder eben Scharzspechte entstehen.

Die körnerfressenden Hohltauben benötigen Sämereien und Beeren als Nahrung. Diese seien allerdings häufig durch Pestizide und Herbizide stark belastet, so die Naturschützer.

Der Bezirksausschuss für Eisbergen, Veltheim und Lohfeld ermöglichte die Arten schützende Aktion. Das Gremium hatte den Kauf der Kästen aus Holzbeton beschlossen. Im Spätherbst, wenn die Hohltauben nach Südeuropa gezogen sind, wird sich bei der Reinigung der Nistkästen zeigen, ob der Einsatz von Bezirksausschuss und NHP bereits im ersten Jahr von Erfolg gekrönt war und Hohltauben in Eisbergen gebrütet haben.

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