Polizei findet bei Fahrzeugkontrolle in Porta Westfalica 119 gefälschte Impfpässe Porta Westfalica (mt/lies). Die Polizei hat bei einer Verkehrskontrolle im Umfeld eines Schnellrestaurants in Porta Westfalica 119 gefälschte Impfpässe in einem Fahrzeug entdeckt. Zunächst sah es für eine Streifenwagenbesatzung am späten Montagabend nach einer Routinekontrolle eines Autofahrers aus – dann machten die Beamten aber einen besonderen Fund. Dies ist die bisher größte gleichzeitig sichergestellte Menge an Impfpässen im Kreis Minden-Lübbecke, teilt die Polizei mit. Die beiden Fahrzeuginsassen, zwei polizeibekannte 30 und 36 Jahre alte Männer, wurden vorläufig festgenommen. Die Polizeistreife hatte den Pkw am späten Montagabend gegen 21.50 Uhr im Umfeld eines Schnellrestaurants in Porta Westfalica für eine Kontrolle gestoppt. Zunächst fiel den Beamten auf, dass aus dem Innenraum Drogengeruch drang. Ein Test bei dem 30-jährigen Fahrer verlief positiv. Als die Einsatzkräfte das Wageninnere genauer unter die Lupe nahmen, entdeckten sie zunächst eine geringe Menge an Drogen, welche in einer Tüte verpackt waren.In der Folge tauchten an verschiedenen Stellen im Fahrzeug schließlich die 119 Impfausweise auf. Diese waren teilweise mit Namen, Stempeln eines Impfzentrums sowie Aufkleber samt Chargennummern versehen. Anschlussermittlungen am Folgetag bestätigten den Verdacht der Polizisten, dass die Ausweise gefälscht sind. Im Laufe des Dienstags mussten die beiden Beschuldigten aufgrund fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Zuvor hatte das Duo gegenüber den Ermittlern keine Angaben gemacht. Neben dem laufenden Verfahren ergeben sich aus den aufgefundenen Daten in den Impfpässen, insbesondere den Namen, nun weitere Ermittlungsverfahren.Mit der Corona-Pandemie hat sich der Impfpass zu einem immens wichtigen Ausweisdokument entwickelt. Dass derzeit gefälschte Impfausweise im Umlauf sind, ist den heimischen Ermittlern hinlänglich bekannt. So landen aktuell durchschnittlich ein bis zwei derartige Verfahren pro Tag auf den Schreibtischen des zuständigen Kriminalkommissariats. Nach Erkenntnissen der Beamten werden derartige Fälschungen von den Kriminellen für 150 bis 250 Euro verkauft. Zudem haben die Ermittler den Eindruck, dass die Nutzer solcher Fälschungen dies offenbar als Kavaliersdelikt ansehen, teilt ein Sprecher mit. Hier hat der Gesetzgeber jedoch klare Regelungen getroffen. Impfpass-Fälschungen sind Straftaten. Wer gemäß Strafgesetzbuch einen unechten oder verfälschten amtlichen Ausweis unter anderem gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Daher warnt die Polizei eindringlich vor dem Ankauf und der Nutzung gefälschter Impfpässe.

Polizei findet bei Fahrzeugkontrolle in Porta Westfalica 119 gefälschte Impfpässe

Das Bild zeigt einen Teil der von der Polizei sichergestellten Impfpässe. © Polizei Minden-Lübbecke

Porta Westfalica (mt/lies). Die Polizei hat bei einer Verkehrskontrolle im Umfeld eines Schnellrestaurants in Porta Westfalica 119 gefälschte Impfpässe in einem Fahrzeug entdeckt.

Zunächst sah es für eine Streifenwagenbesatzung am späten Montagabend nach einer Routinekontrolle eines Autofahrers aus – dann machten die Beamten aber einen besonderen Fund. Dies ist die bisher größte gleichzeitig sichergestellte Menge an Impfpässen im Kreis Minden-Lübbecke, teilt die Polizei mit. Die beiden Fahrzeuginsassen, zwei polizeibekannte 30 und 36 Jahre alte Männer, wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizeistreife hatte den Pkw am späten Montagabend gegen 21.50 Uhr im Umfeld eines Schnellrestaurants in Porta Westfalica für eine Kontrolle gestoppt. Zunächst fiel den Beamten auf, dass aus dem Innenraum Drogengeruch drang. Ein Test bei dem 30-jährigen Fahrer verlief positiv. Als die Einsatzkräfte das Wageninnere genauer unter die Lupe nahmen, entdeckten sie zunächst eine geringe Menge an Drogen, welche in einer Tüte verpackt waren.

In der Folge tauchten an verschiedenen Stellen im Fahrzeug schließlich die 119 Impfausweise auf. Diese waren teilweise mit Namen, Stempeln eines Impfzentrums sowie Aufkleber samt Chargennummern versehen. Anschlussermittlungen am Folgetag bestätigten den Verdacht der Polizisten, dass die Ausweise gefälscht sind.


Im Laufe des Dienstags mussten die beiden Beschuldigten aufgrund fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Zuvor hatte das Duo gegenüber den Ermittlern keine Angaben gemacht. Neben dem laufenden Verfahren ergeben sich aus den aufgefundenen Daten in den Impfpässen, insbesondere den Namen, nun weitere Ermittlungsverfahren.

Mit der Corona-Pandemie hat sich der Impfpass zu einem immens wichtigen Ausweisdokument entwickelt. Dass derzeit gefälschte Impfausweise im Umlauf sind, ist den heimischen Ermittlern hinlänglich bekannt. So landen aktuell durchschnittlich ein bis zwei derartige Verfahren pro Tag auf den Schreibtischen des zuständigen Kriminalkommissariats. Nach Erkenntnissen der Beamten werden derartige Fälschungen von den Kriminellen für 150 bis 250 Euro verkauft.

Zudem haben die Ermittler den Eindruck, dass die Nutzer solcher Fälschungen dies offenbar als Kavaliersdelikt ansehen, teilt ein Sprecher mit. Hier hat der Gesetzgeber jedoch klare Regelungen getroffen. Impfpass-Fälschungen sind Straftaten. Wer gemäß Strafgesetzbuch einen unechten oder verfälschten amtlichen Ausweis unter anderem gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Daher warnt die Polizei eindringlich vor dem Ankauf und der Nutzung gefälschter Impfpässe.

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