Politik diskutiert: Verkehrskollaps auf der B482? Zunahme kein Problem? / Portaner wollen Regioport-Gutachter kritische Fragen stellen Von Stefan Lyrath Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Butter bei die Fische: Portaner Politiker wollen dem Regioport-Gutachter auf den Zahn fühlen. Deshalb sollen Mitarbeiter der Aachener Ingenieurgruppe in den Planungsausschuss eingeladen werden, voraussichtlich zur Mai-Sitzung. So sieht es jedenfalls ein Beschluss vor, den das städtische Gremium in seiner jüngsten Sitzung gefasst hat. "Wir möchten dem Gutachter kritische Fragen stellen", kündigt Vorsitzender Fritz-Günter Vogt (SPD) an. Es geht um das drohende Verkehrschaos auf der Bundesstraße 482, wenn der Mindener Containerumschlaghafen fertiggestellt ist, wahrscheinlich 2016. Außerdem sieht der Beschluss vor, dass die Stadt sich ebenfalls von einem Gutachter beraten lässt.Unter Berufung auf die Expertise aus Aachen, in Auftrag gegeben von der Stadt Minden, rechnet Vogt mit einer Zunahme um 2430 Fahrzeuge pro Tag, fast ausschließlich Lastwagen. Dass dies nicht zu Problemen führen soll, bezweifelt er. "Es würde vielmehr den endgültigen Verkehrskollaps bedeuten", so Vogt.Täglich mehr als 25 Tausend AutosBereits heute wird die B 482 in dem Bereich von mehr als 25000 Autos täglich befahren, wobei der Lkw-Anteil knapp zehn Prozent ausmacht. "Zu den Hauptstoßzeiten nimmt der Straßenverkehr jetzt schon katastrophale Zustände an", hat der Hausberger Ratsherr Peter Klenke (CDU) beobachtet. "Aus meiner Sicht ist der Regioport zurzeit nicht baubar", sagt er. "Das Ding bauen und gucken, was passiert - das kann´s nicht sein."Überlastet wären nach Erkenntnissen der Stadt Porta Westfalica vor allem vier Knotenpunkte: An der Pforte, Kirchsiek, Fähranger und Im Kirchfeld. An der Kreuzung Fähranger/Findelstraße gibt es nur eine Fahrspur in Richtung Süden. Hinzu kommen die Probleme am Bahnhof, wo speziell Linksabbieger Zeit und Nerven brauchen.Und wenn der Regioport kommt, wird´s wohl noch schlimmer, denn Hausberge gilt als Nadelöhr. "Die Hauptlast haben wir", stellt Peter Klenke fest, bezogen auf die Stadt. "Und unser Haupt-Knackpunkt ist der Findel", wie Reinhard Geffert (SPD) hinzufügt. "Wir sollten die vierte Spur offensiv fordern."Um das Verkehrschaos zu verhindern, drängt die Stadt auf einen zeitnahen vierspurigen Ausbau der B 482, die als wichtigste Nord-Süd-Verbindung im östlichen Kreisgebiet gilt. "Wir sind keine Verhinderer, sondern haben Vorschläge", betont Stefan Mohme, technischer Beigeordneter im Portaner Rathaus.Aufgrund der prognostizierten Entwicklung, so heißt es in einer Stellungnahme des Wirtschaftsbetriebes, Abteilung Straßen, sei abzusehen, dass die Abschnitte das Verkehrsaufkommen sonst nicht mehr bewältigen könnten. Ohne Anpassung der B 482 werde der Verkehr zum Erliegen kommen. Schon heute vergeht kein Tag ohne Staus. Und bei Umleitungen von der Autobahn wird die Schlange umso länger.

Politik diskutiert: Verkehrskollaps auf der B482?

Porta Westfalica-Hausberge (Ly). Butter bei die Fische: Portaner Politiker wollen dem Regioport-Gutachter auf den Zahn fühlen. Deshalb sollen Mitarbeiter der Aachener Ingenieurgruppe in den Planungsausschuss eingeladen werden, voraussichtlich zur Mai-Sitzung.

So sieht es jedenfalls ein Beschluss vor, den das städtische Gremium in seiner jüngsten Sitzung gefasst hat. "Wir möchten dem Gutachter kritische Fragen stellen", kündigt Vorsitzender Fritz-Günter Vogt (SPD) an. Es geht um das drohende Verkehrschaos auf der Bundesstraße 482, wenn der Mindener Containerumschlaghafen fertiggestellt ist, wahrscheinlich 2016. Außerdem sieht der Beschluss vor, dass die Stadt sich ebenfalls von einem Gutachter beraten lässt.

Unter Berufung auf die Expertise aus Aachen, in Auftrag gegeben von der Stadt Minden, rechnet Vogt mit einer Zunahme um 2430 Fahrzeuge pro Tag, fast ausschließlich Lastwagen. Dass dies nicht zu Problemen führen soll, bezweifelt er. "Es würde vielmehr den endgültigen Verkehrskollaps bedeuten", so Vogt.

Täglich mehr als 25 Tausend Autos

Engpass: Wer von der Brücke auf die B 482 fährt, muss zunächst mit einer Spur auskommen. - © Foto: Stefan Lyrath
Engpass: Wer von der Brücke auf die B 482 fährt, muss zunächst mit einer Spur auskommen. - © Foto: Stefan Lyrath

Bereits heute wird die B 482 in dem Bereich von mehr als 25000 Autos täglich befahren, wobei der Lkw-Anteil knapp zehn Prozent ausmacht. "Zu den Hauptstoßzeiten nimmt der Straßenverkehr jetzt schon katastrophale Zustände an", hat der Hausberger Ratsherr Peter Klenke (CDU) beobachtet. "Aus meiner Sicht ist der Regioport zurzeit nicht baubar", sagt er. "Das Ding bauen und gucken, was passiert - das kann´s nicht sein."

Überlastet wären nach Erkenntnissen der Stadt Porta Westfalica vor allem vier Knotenpunkte: An der Pforte, Kirchsiek, Fähranger und Im Kirchfeld. An der Kreuzung Fähranger/Findelstraße gibt es nur eine Fahrspur in Richtung Süden. Hinzu kommen die Probleme am Bahnhof, wo speziell Linksabbieger Zeit und Nerven brauchen.

Und wenn der Regioport kommt, wird´s wohl noch schlimmer, denn Hausberge gilt als Nadelöhr. "Die Hauptlast haben wir", stellt Peter Klenke fest, bezogen auf die Stadt. "Und unser Haupt-Knackpunkt ist der Findel", wie Reinhard Geffert (SPD) hinzufügt. "Wir sollten die vierte Spur offensiv fordern."

Um das Verkehrschaos zu verhindern, drängt die Stadt auf einen zeitnahen vierspurigen Ausbau der B 482, die als wichtigste Nord-Süd-Verbindung im östlichen Kreisgebiet gilt. "Wir sind keine Verhinderer, sondern haben Vorschläge", betont Stefan Mohme, technischer Beigeordneter im Portaner Rathaus.

Aufgrund der prognostizierten Entwicklung, so heißt es in einer Stellungnahme des Wirtschaftsbetriebes, Abteilung Straßen, sei abzusehen, dass die Abschnitte das Verkehrsaufkommen sonst nicht mehr bewältigen könnten. Ohne Anpassung der B 482 werde der Verkehr zum Erliegen kommen. Schon heute vergeht kein Tag ohne Staus. Und bei Umleitungen von der Autobahn wird die Schlange umso länger.

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