Parkplätze sind am Kaiser-Wilhelm-Denkmal Mangelware Stefan Lyrath Porta Westfalica-Barkhausen (Ly). Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal werden die Parkplätze nach dem Umbau nicht reichen. Darin sind sich die Stadt Porta Westfalica und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mittlerweile einig.„Zu bestimmten Zeiten werden wir auf einen Shuttle oder ein anderes System aufspringen müssen“, räumte Matthias Gundler, Prokurist der Westfälisch-Lippischen Vermögensgesellschaft (WLV), in der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing ein. Der WLV-Mann könnte sich offenbar auch eine Busverbindung durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorstellen.Gundler, Leiter der Bauabteilung, betreut das 12,4-Millionen-Euro Projekt auf dem Wittekindsberg. Die WLV, eine 100-prozentige Tochter des bisherigen Eigentümers LWL, übernimmt das Denkmal.Karl-Heinz Wille, Mitglied im Ausschuss und Vorstand des Fördervereins Kaiser-Wilhelm-Denkmal, findet die Aussagen Gundlers „bemerkenswert“. Vor einem Jahr sei der LWL noch nicht dieser Auffassung gewesen. Im Ausschuss hatte Wille das Thema Parkplätze angesprochen. „Ich halte das für unzulänglich“, sagte er zu den Plänen, die Zahl der Stellplätze für Autos von zurzeit 137 auf 170 zu erhöhen.Erstens würden nach Beendigung der Bauarbeiten mehr Besucher erwartet als früher, zweitens solle auch deren Aufenthaltsdauer zunehmen. Schon heute ist der Parkplatz an Wochenenden manchmal voll. Wille schätzt, dass die Kapazität künftig an etwa 150 Tagen pro Jahr nicht ausreicht. „Das könnte sich schnell rumsprechen“, befürchtet er.„Aufgrund der Lage haben wir keine Möglichkeit, den Parkplatz zu vergrößern“, bedauert Gundler. „Deshalb sind wir mit der Stadt im Gespräch, um eine andere Lösung zu finden.“ Reinhold Kölling, Mitglied im Ausschuss, gibt zu bedenken: „Ein Shuttle-Konzept bedingt natürlich, dass man im unteren Bereich Parkplätze hat.“ Parken oben am „Willem“ soll künftig übrigens kostenpflichtig werden.Zu Beginn der Sitzung hatte Sachgebietsleiter Carsten Nottmeier einen Antrag der FDP-Fraktion zur Erreichbarkeit verlesen, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, sich jetzt schon Gedanken über Shuttle-Verkehr oder eine ÖPNV-Anbindung zu machen.Im nichtöffentlichen Teil kam das Thema erneut zur Sprache. Details wurden bisher nicht bekannt. „Wenn das Denkmal an den Start geht, sind wir für die Besucherströme gewappnet“, gab sich Bürgermeister Bernd Hedtmann zuversichtlich.Zum Zeitplan: Matthias Gundler geht davon aus, dass der sanierte Ringsockel des Monumentes, die Gaststätte „Wilhelm 1896“ in der Ringterrasse (mit Panoramablick durch große Fenster) und das LWL-Besucherzentrum samt Ausstellung im März oder April 2018 als gesamtes Ensemble offiziell eröffnet werden.Der Parkplatz inklusive Wendehammer soll bereits Ende 2017 fertig sein. Im unteren Bereich entstehen außerdem Toiletten, ein Kiosk mit Snacks und Souvenirs sowie eine überdachte Terrasse.Für die Sanierung des Ringsockels am Denkmal wird nun übrigens Obernkirchener Sandstein verwendet, anstelle der Ibbenbürener Variante, die ursprünglich vorgesehen war.„Der Auftrag ist rausgegangen“, berichtete Gundler.Insgesamt seien bisher 95 Prozent der Gewerke ausgeschrieben, zuletzt die Asphaltarbeiten für den Parkplatz. Zuerst werde der Wendehammer eingerichtet. Beginnen sollen die Arbeiten im unteren Bereich im Mai. Zuletzt wurde das Denkmal nach LWL-Angaben jährlich von 120 000 bis 150 000 Menschen besucht.

Parkplätze sind am Kaiser-Wilhelm-Denkmal Mangelware

Kaiser und Kran: Vom Denkmal ergeben sich während der Bauarbeiten ungewohnte Ausblicke. Im Frühjahr 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. © Foto: Stefan Lyrath

Porta Westfalica-Barkhausen (Ly). Am Kaiser-Wilhelm-Denkmal werden die Parkplätze nach dem Umbau nicht reichen. Darin sind sich die Stadt Porta Westfalica und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mittlerweile einig.

„Zu bestimmten Zeiten werden wir auf einen Shuttle oder ein anderes System aufspringen müssen“, räumte Matthias Gundler, Prokurist der Westfälisch-Lippischen Vermögensgesellschaft (WLV), in der jüngsten Sitzung des städtischen Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing ein. Der WLV-Mann könnte sich offenbar auch eine Busverbindung durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorstellen.

Gundler, Leiter der Bauabteilung, betreut das 12,4-Millionen-Euro Projekt auf dem Wittekindsberg. Die WLV, eine 100-prozentige Tochter des bisherigen Eigentümers LWL, übernimmt das Denkmal.

Karl-Heinz Wille, Mitglied im Ausschuss und Vorstand des Fördervereins Kaiser-Wilhelm-Denkmal, findet die Aussagen Gundlers „bemerkenswert“. Vor einem Jahr sei der LWL noch nicht dieser Auffassung gewesen. Im Ausschuss hatte Wille das Thema Parkplätze angesprochen. „Ich halte das für unzulänglich“, sagte er zu den Plänen, die Zahl der Stellplätze für Autos von zurzeit 137 auf 170 zu erhöhen.

Erstens würden nach Beendigung der Bauarbeiten mehr Besucher erwartet als früher, zweitens solle auch deren Aufenthaltsdauer zunehmen. Schon heute ist der Parkplatz an Wochenenden manchmal voll. Wille schätzt, dass die Kapazität künftig an etwa 150 Tagen pro Jahr nicht ausreicht. „Das könnte sich schnell rumsprechen“, befürchtet er.

„Aufgrund der Lage haben wir keine Möglichkeit, den Parkplatz zu vergrößern“, bedauert Gundler. „Deshalb sind wir mit der Stadt im Gespräch, um eine andere Lösung zu finden.“ Reinhold Kölling, Mitglied im Ausschuss, gibt zu bedenken: „Ein Shuttle-Konzept bedingt natürlich, dass man im unteren Bereich Parkplätze hat.“ Parken oben am „Willem“ soll künftig übrigens kostenpflichtig werden.

Zu Beginn der Sitzung hatte Sachgebietsleiter Carsten Nottmeier einen Antrag der FDP-Fraktion zur Erreichbarkeit verlesen, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, sich jetzt schon Gedanken über Shuttle-Verkehr oder eine ÖPNV-Anbindung zu machen.

Im nichtöffentlichen Teil kam das Thema erneut zur Sprache. Details wurden bisher nicht bekannt. „Wenn das Denkmal an den Start geht, sind wir für die Besucherströme gewappnet“, gab sich Bürgermeister Bernd Hedtmann zuversichtlich.

Zum Zeitplan: Matthias Gundler geht davon aus, dass der sanierte Ringsockel des Monumentes, die Gaststätte „Wilhelm 1896“ in der Ringterrasse (mit Panoramablick durch große Fenster) und das LWL-Besucherzentrum samt Ausstellung im März oder April 2018 als gesamtes Ensemble offiziell eröffnet werden.

Der Parkplatz inklusive Wendehammer soll bereits Ende 2017 fertig sein. Im unteren Bereich entstehen außerdem Toiletten, ein Kiosk mit Snacks und Souvenirs sowie eine überdachte Terrasse.

Für die Sanierung des Ringsockels am Denkmal wird nun übrigens Obernkirchener Sandstein verwendet, anstelle der Ibbenbürener Variante, die ursprünglich vorgesehen war.„Der Auftrag ist rausgegangen“, berichtete Gundler.

Insgesamt seien bisher 95 Prozent der Gewerke ausgeschrieben, zuletzt die Asphaltarbeiten für den Parkplatz. Zuerst werde der Wendehammer eingerichtet. Beginnen sollen die Arbeiten im unteren Bereich im Mai. Zuletzt wurde das Denkmal nach LWL-Angaben jährlich von 120 000 bis 150 000 Menschen besucht.

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