Ohne Linksabbiegerspur kann Meyer-Jumbo nicht wachsen Stefan Lyrath Porta Westfalica-Nammen (Ly). Die Zeit drängt. Meyer-Jumbo will im Gewerbegebiet Nammen expandieren, bekommt ohne Linksabbiegerspur jedoch keine Baugenehmigung. „Straßen NRW sperrt sich“, erklärt Jörg Achilles (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses. Entwickeln wollen sich auch andere Unternehmen. In seiner jüngsten Sitzung hat das Ortsgremium jetzt die so genannte östliche Anbindung empfohlen, einen Linksabbieger von der Rintelner Straße, der neu gebaut werden soll. Diese Variante wird auch von der Verwaltung favorisiert. An der Stelle, wo die Straße geplant ist, verläuft zurzeit noch ein Pattweg. Nach einer Sitzungsvorlage, über die am heutigen Montag der städtische Haupt- und Finanzausschuss berät, ist die im Bebauungsplan aus den 1980er Jahren festgesetzte, jedoch nie gebaute Anbindung durch einen Linksabbieger über die Zechenstraße damit nur noch zweite Wahl. Überhaupt nicht mehr verfolgt wird die ebenfalls denkbare Variante über den Strengelrott. „Das macht keinen Sinn, denn dort wohnen Anlieger“, so Achilles. Anfang Februar hatte einer der Chefs von Meyer-Jumbo im Haupt- und Finanzausschuss seinen Unmut über die Stadt ausgedrückt, die keine Linksabbiegespur geschaffen habe. Das Unternehmen habe Grundstücke gekauft. „Sollte sich in absehbarer Zeit die Situation im Gewerbegebiet nicht ändern, werde Meyer-Jumbo die Planungen des Bauvorhabens neu überdenken“, wird der Firmenchef im Protokoll der Sitzung zitiert. „Da ist richtig Druck hinter“, zeigt Thomas Sill (CDU), im Bezirksausschuss der Stellvertreter von Jörg Achilles, Verständnis für die Probleme von Meyer-Jumbo. In der Expansion sieht die Stadt eine wichtige Stütze für die Stückgut-Logistik in der Region. Die östliche Anbindung, so Jörg Achilles, sei die günstigste Lösung und zudem topographisch der beste Weg. An der Stelle gebe es keinen Hang und keine Bushaltestelle. Der Technische Beigeordnete Stefan Mohme vertritt die Auffassung, „dass eine Linksabbiegerspur unter Beteiligung des Landesbetriebes Straßen NRW schnellstmöglich geschaffen werden muss“. Zwischenzeitlich hat sich die Verwaltung von einem auf solche Fälle spezialisierten Anwalt beraten lassen. Im Investitionsprogramm der Stadt für 2021 soll ein Betrag in Höhe von 170.000 Euro aufgenommen werden, unter anderem für den Grunderwerb. Dieses Geld ist allerdings nur für die ersten Schritte bestimmt. Über Mittel für die weitere Planung und Ausführung soll dann im Rahmen der Haushaltsplanung 2022 entschieden werden.

Ohne Linksabbiegerspur kann Meyer-Jumbo nicht wachsen

Die Expansionspläne von Meyer-Jumbo hängen an einem Linksabbieger, der noch gebaut werden muss. Foto: Stefan Lyrath © ssssss

Porta Westfalica-Nammen (Ly). Die Zeit drängt. Meyer-Jumbo will im Gewerbegebiet Nammen expandieren, bekommt ohne Linksabbiegerspur jedoch keine Baugenehmigung. „Straßen NRW sperrt sich“, erklärt Jörg Achilles (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses. Entwickeln wollen sich auch andere Unternehmen.

In seiner jüngsten Sitzung hat das Ortsgremium jetzt die so genannte östliche Anbindung empfohlen, einen Linksabbieger von der Rintelner Straße, der neu gebaut werden soll. Diese Variante wird auch von der Verwaltung favorisiert. An der Stelle, wo die Straße geplant ist, verläuft zurzeit noch ein Pattweg.

Nach einer Sitzungsvorlage, über die am heutigen Montag der städtische Haupt- und Finanzausschuss berät, ist die im Bebauungsplan aus den 1980er Jahren festgesetzte, jedoch nie gebaute Anbindung durch einen Linksabbieger über die Zechenstraße damit nur noch zweite Wahl. Überhaupt nicht mehr verfolgt wird die ebenfalls denkbare Variante über den Strengelrott. „Das macht keinen Sinn, denn dort wohnen Anlieger“, so Achilles.

Anfang Februar hatte einer der Chefs von Meyer-Jumbo im Haupt- und Finanzausschuss seinen Unmut über die Stadt ausgedrückt, die keine Linksabbiegespur geschaffen habe. Das Unternehmen habe Grundstücke gekauft. „Sollte sich in absehbarer Zeit die Situation im Gewerbegebiet nicht ändern, werde Meyer-Jumbo die Planungen des Bauvorhabens neu überdenken“, wird der Firmenchef im Protokoll der Sitzung zitiert.

„Da ist richtig Druck hinter“, zeigt Thomas Sill (CDU), im Bezirksausschuss der Stellvertreter von Jörg Achilles, Verständnis für die Probleme von Meyer-Jumbo. In der Expansion sieht die Stadt eine wichtige Stütze für die Stückgut-Logistik in der Region.

Die östliche Anbindung, so Jörg Achilles, sei die günstigste Lösung und zudem topographisch der beste Weg. An der Stelle gebe es keinen Hang und keine Bushaltestelle. Der Technische Beigeordnete Stefan Mohme vertritt die Auffassung, „dass eine Linksabbiegerspur unter Beteiligung des Landesbetriebes Straßen NRW schnellstmöglich geschaffen werden muss“. Zwischenzeitlich hat sich die Verwaltung von einem auf solche Fälle spezialisierten Anwalt beraten lassen.

Im Investitionsprogramm der Stadt für 2021 soll ein Betrag in Höhe von 170.000 Euro aufgenommen werden, unter anderem für den Grunderwerb. Dieses Geld ist allerdings nur für die ersten Schritte bestimmt. Über Mittel für die weitere Planung und Ausführung soll dann im Rahmen der Haushaltsplanung 2022 entschieden werden.

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