Ob in Möllbergen ein Windrad steht, hängt jetzt von der Genehmigung des Kreises ab Porta Westfalica (dh). Der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde hat noch keine Entscheidung zum beantragten Windrad in Möllbergen getroffen. Das Beteiligungsverfahren laufe, teilt der Kreis auf MT-Anfrage mit. Da dem Umweltamt noch nicht alle Stellungnahmen vorliegen, könne noch keine abschließende Stellungnahme erfolgen. Die Portaner Politiker hatte zuletzt im vorigen Dezember ihr Nein zu einem Windradstandort in Möllbergen untermauert – zum wiederholten Mal. Das sogenannte gemeindliche Einvernehmen, mit dem eine Kommune im Verfahren ihr – rechtlich nicht bindendes – Einverständnis zu einem Bauvorhaben erklärt, war bereits im Oktober 2018 und Juni 2019 versagt worden. Während zunächst neben dem Artenschutz vor allem die optisch bedrängende Wirkung eine Rolle spielte, hob die Stadt in ihrer jüngsten Ergänzung auf den Landschaftsschutz ab. Dies hatte die Bürgerinitiative, die sich gegen das Windradprojekt am Buhn wehrt, angeregt. Grund: Möglicherweise sei in einem Rechtsstreit die optische Bedrängung für Gerichte nicht ausschlaggebend. Die Stadt legte daher wie von der BI gewünscht in Sachen Landschaftsschutz nach. Das Gebiet solle im städtebaulichen Interesse der Kommune insbesondere der Erhaltung des für diesen Raum typischen Landschaftsbildes und der Erholung der Bevölkerung dienen. Die Stadt schreibt von einem „erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild“, sollte das Windrad dort errichtet werden. Seit rund zwei Jahren wehren sich Anwohner gegen den Bau der Anlage mit einer Gesamthöhe von 200 Metern. Dies passe nicht in die Landschaft, so die BI. Die Anwohner wollen mit Blick auf das nahegelegene Umspannwerk und das ehemalige Kohlekraftwerk nicht noch mehr Immissionen und Belastungen, Windradgegner und potenzielle Anlagenbetreiber hatten in zwei öffentlichen Sitzungen miteinander gestritten. So relativierte einer der Windrad-Investoren die mutmaßlichen Auswirkungen der Schallimmissionen und des Schattenwurfs: Es gebe bereits eine akustische Vorbelastung durch das nahe Umspannwerk. Und das maßgebliche Grundstück des BI-Sprechers sei maximal 3,5 Stunden pro Jahr vom Schattenwurf betroffen. Die Windrad-Gegner überzeugte er damit nicht. Seit 2014 sind in Porta Westfalica vier Großwindräder mit einer Gesamthöhe zwischen 125 und 200 Metern entstanden, oftmals begleitet von Anwohnerprotesten und juristischen Auseinandersetzungen. Die Stadt hat keine geeigneten Windvorrangflächen und sieht sich mit einzelnen Anträgen konfrontiert, über die am Ende der Kreis entscheiden muss.

Ob in Möllbergen ein Windrad steht, hängt jetzt von der Genehmigung des Kreises ab

Porta Westfalica (dh). Der Kreis Minden-Lübbecke als Genehmigungsbehörde hat noch keine Entscheidung zum beantragten Windrad in Möllbergen getroffen. Das Beteiligungsverfahren laufe, teilt der Kreis auf MT-Anfrage mit. Da dem Umweltamt noch nicht alle Stellungnahmen vorliegen, könne noch keine abschließende Stellungnahme erfolgen.

Die Portaner Politiker hatte zuletzt im vorigen Dezember ihr Nein zu einem Windradstandort in Möllbergen untermauert – zum wiederholten Mal. Das sogenannte gemeindliche Einvernehmen, mit dem eine Kommune im Verfahren ihr – rechtlich nicht bindendes – Einverständnis zu einem Bauvorhaben erklärt, war bereits im Oktober 2018 und Juni 2019 versagt worden. Während zunächst neben dem Artenschutz vor allem die optisch bedrängende Wirkung eine Rolle spielte, hob die Stadt in ihrer jüngsten Ergänzung auf den Landschaftsschutz ab. Dies hatte die Bürgerinitiative, die sich gegen das Windradprojekt am Buhn wehrt, angeregt. Grund: Möglicherweise sei in einem Rechtsstreit die optische Bedrängung für Gerichte nicht ausschlaggebend.

Die Stadt legte daher wie von der BI gewünscht in Sachen Landschaftsschutz nach. Das Gebiet solle im städtebaulichen Interesse der Kommune insbesondere der Erhaltung des für diesen Raum typischen Landschaftsbildes und der Erholung der Bevölkerung dienen. Die Stadt schreibt von einem „erheblichen Eingriff in das Landschaftsbild“, sollte das Windrad dort errichtet werden.

Seit rund zwei Jahren wehren sich Anwohner gegen den Bau der Anlage mit einer Gesamthöhe von 200 Metern. Dies passe nicht in die Landschaft, so die BI. Die Anwohner wollen mit Blick auf das nahegelegene Umspannwerk und das ehemalige Kohlekraftwerk nicht noch mehr Immissionen und Belastungen, Windradgegner und potenzielle Anlagenbetreiber hatten in zwei öffentlichen Sitzungen miteinander gestritten. So relativierte einer der Windrad-Investoren die mutmaßlichen Auswirkungen der Schallimmissionen und des Schattenwurfs: Es gebe bereits eine akustische Vorbelastung durch das nahe Umspannwerk. Und das maßgebliche Grundstück des BI-Sprechers sei maximal 3,5 Stunden pro Jahr vom Schattenwurf betroffen. Die Windrad-Gegner überzeugte er damit nicht.

Seit 2014 sind in Porta Westfalica vier Großwindräder mit einer Gesamthöhe zwischen 125 und 200 Metern entstanden, oftmals begleitet von Anwohnerprotesten und juristischen Auseinandersetzungen. Die Stadt hat keine geeigneten Windvorrangflächen und sieht sich mit einzelnen Anträgen konfrontiert, über die am Ende der Kreis entscheiden muss.

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