Neues Baugebiet in Hausberge: Anwohner fürchten Lkw-Verkehr Dirk Haunhorst Porta Westfalica-Hausberge. Mitten in Hausberge soll ein neues Baugebiet entstehen. Das Projekt in der Nähe des Schulzentrums ist umstritten. So befürchten Anwohner, dass Lastwagen die umliegenden Straßen zerstören. Der Planungsausschuss hat am Montag dennoch mehrheitlich den sogenannten Aufstellungsbeschluss gefasst. Die drei Grünen-Abgeordneten votierten dagegen. Damit läuft nun offiziell das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes. Dazu zählt die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung unter Einbeziehung des Bezirksausschusses. Hier können die Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken vortragen. „Das Verfahren hat gerade erst begonnen", sagte Ausschussvorsitzender Jörg Achilles (SPD) einigen Anwohnern, die in der Sitzung ihre Sorgen äußerten. Grundsätzlich politisch erwünscht ist die Nachverdichtung zentral gelegener Wohngebiete, anstatt außerhalb neue zu schaffen. Insofern passt die Bebauung der 15.000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Hoppenstraße und Hoher Brink ins städtische Konzept. Erschließungsträger ist die Immobiliengesellschaft der Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica. Allerdings muss zuvor auf dem Gelände ein Hügel mit Kiesvorkommen abgetragen werden. Da Ende April noch unklar war, wie viele Lastwagen dann rollen werden, vertagte der Fachausschuss damals den Aufstellungsbeschluss. Am Montag berichtete Planer Olaf Schramme, dass die Kuppe bis einen Meter über Straßenniveau abgetragen werden. womit insgesamt 6.500 Kubikmeter Kies anfallen. Schramme rechnete vor, dass voraussichtlich neun Tage lang jeweils 750 Kubikmeter Material abgefahren werden sollen, wofür täglich 62 Lastwagen nötig seien, was wiederum 124 An- und Abfahrten ergibt. Zum Einsatz sollen Vierachs-Kipper mit 20 Tonnen Nutzlast kommen. Anwohner äußerten sich besorgt über die Belastung der umliegenden Straßen Hoher Brink, Schneckenstraße und Hoppenstraße. Auch über mögliche Gebäudeschäden am nahe gelegenen Sportheim wurde spekuliert. Letzteres sei aber nicht zu erwarten, meinte der Planer. Die Verwaltung habe die Verkehrsbelastung im Blick, sagte Technischer Beigeordneter Stefan Mohme dem MT. So soll ein Sondernutzungsvertrag mit dem Projektträger abgeschlossen werden, um sowohl Instandsetzungsarbeiten als auch die An- und Abfahrwege der Lkw zu regel. Aus Sicherheitsgründen sollen die Lastwagen möglichst außerhalb der Schulzeiten unterwegs sein. Ein Anwohner des Hohen Brinks erkundigte sich nach der Größe der neuen Gebäude an dieser Straße. Schramme antwortete, dass dort drei zweigeschossige Häuser mit jeweils sechs Wohneinheiten geplant seien. Die Gebäude würden etwa neun Meter hoch. Damit waren natürlich längst nicht alle Fragen beantwortet. Dies soll innerhalb des nun begonnenen Verfahrens geschehen.

Neues Baugebiet in Hausberge: Anwohner fürchten Lkw-Verkehr

Weitblick: Dieser Hügel zwischen den Straßen Hoher Brink und Hoppenstraße wird abgetragen, um den Bau von Wohnhäusern vorzubereiten.? MT-Foto (Archiv): Dirk Haunhorst © dhaunhorst

Porta Westfalica-Hausberge. Mitten in Hausberge soll ein neues Baugebiet entstehen. Das Projekt in der Nähe des Schulzentrums ist umstritten. So befürchten Anwohner, dass Lastwagen die umliegenden Straßen zerstören. Der Planungsausschuss hat am Montag dennoch mehrheitlich den sogenannten Aufstellungsbeschluss gefasst. Die drei Grünen-Abgeordneten votierten dagegen.

Damit läuft nun offiziell das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes. Dazu zählt die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung unter Einbeziehung des Bezirksausschusses. Hier können die Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken vortragen. „Das Verfahren hat gerade erst begonnen", sagte Ausschussvorsitzender Jörg Achilles (SPD) einigen Anwohnern, die in der Sitzung ihre Sorgen äußerten.

Grundsätzlich politisch erwünscht ist die Nachverdichtung zentral gelegener Wohngebiete, anstatt außerhalb neue zu schaffen. Insofern passt die Bebauung der 15.000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Hoppenstraße und Hoher Brink ins städtische Konzept. Erschließungsträger ist die Immobiliengesellschaft der Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica.


Allerdings muss zuvor auf dem Gelände ein Hügel mit Kiesvorkommen abgetragen werden. Da Ende April noch unklar war, wie viele Lastwagen dann rollen werden, vertagte der Fachausschuss damals den Aufstellungsbeschluss. Am Montag berichtete Planer Olaf Schramme, dass die Kuppe bis einen Meter über Straßenniveau abgetragen werden. womit insgesamt 6.500 Kubikmeter Kies anfallen. Schramme rechnete vor, dass voraussichtlich neun Tage lang jeweils 750 Kubikmeter Material abgefahren werden sollen, wofür täglich 62 Lastwagen nötig seien, was wiederum 124 An- und Abfahrten ergibt. Zum Einsatz sollen Vierachs-Kipper mit 20 Tonnen Nutzlast kommen.

Anwohner äußerten sich besorgt über die Belastung der umliegenden Straßen Hoher Brink, Schneckenstraße und Hoppenstraße. Auch über mögliche Gebäudeschäden am nahe gelegenen Sportheim wurde spekuliert. Letzteres sei aber nicht zu erwarten, meinte der Planer.

Die Verwaltung habe die Verkehrsbelastung im Blick, sagte Technischer Beigeordneter Stefan Mohme dem MT. So soll ein Sondernutzungsvertrag mit dem Projektträger abgeschlossen werden, um sowohl Instandsetzungsarbeiten als auch die An- und Abfahrwege der Lkw zu regel. Aus Sicherheitsgründen sollen die Lastwagen möglichst außerhalb der Schulzeiten unterwegs sein.

Ein Anwohner des Hohen Brinks erkundigte sich nach der Größe der neuen Gebäude an dieser Straße. Schramme antwortete, dass dort drei zweigeschossige Häuser mit jeweils sechs Wohneinheiten geplant seien. Die Gebäude würden etwa neun Meter hoch. Damit waren natürlich längst nicht alle Fragen beantwortet. Dies soll innerhalb des nun begonnenen Verfahrens geschehen.

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