Naturschützer helfen Schleiereule Ein Nest hinterm Schattenbrett / Nachtaktiver Mäusejäger Porta Westfalica-Möllbergen (mt/dh). Ein Nest hinter dem Schattenbrett kann jetzt auf dem Bauernhof "Löwenburg" in Möllbergen gebaut werden - und zwar von der Schleiereule. Denn der Nistkasten für die Schleiereule weist zwischen Einflugloch und Brutraum extra ein Schattenbrett auf, sodass sich die Eulen auch tagsüber im Dunkeln aufhalten können, wenn sie ab April die vier bis sieben Eier ausbrüten.Ermöglicht hat die Nisthilfe Nebenerwerbslandwirt Eckhard Hölkemeier, der die nachtaktiven Mäusejäger auf dem Dachboden seines biologisch-dynamisch betriebenen Demeter-Hofes duldet. Der Eulenkasten wurde vom Berufsbildungswerk des Wittekindshofes gebaut und vom Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) installiert.Taubengitter verwehren Eulen den ZugangDazu haben die Naturschützer Friedel Hauptmeier und Holger Hansing den sperrigen Kasten hinter das offene Giebelfenster des Dachbodens gehängt. "Der Standort ist ideal, da sich der Biohof zwischen Weiden und Feldern befindet, sodass die Eulen vermutlich viele Mäuse zur Ernährung ihres Nachwuchses finden werden", sagt Holger Hansing.Andernorts ist die Art durch Nahrungsknappheit aufgrund von intensiver Land- und Forstwirtschaft gefährdet. Wer der Schleiereule helfen möchte, sollte extensiv bewirtschaftete Wiesen, breite Feld- und Wegränder, Hecken und Winterstoppeln auf den Feldern erhalten, sodass die Eulen Kleinsäuger wie Feld-, Wühl- und Spitzmäuse fangen können.Weil sie die Mäusebestände niedrig hält, war die Schleiereule früher ein gern gesehener Gast auf jedem Bauernhof. Man kann sie mit ihrem hellen herzförmigen Gesichtsschleier deshalb auch als Charaktervogel des ländlichen Raumes bezeichnen. Sie ist als sogenannter Kulturfolger auf Nistplätze angewiesen, die von Menschhand geschaffen wurden.Darum wirke sich die Umnutzung von Ställen und Scheunen oder die Sanierung von alten Bauwerken wie Kirchtürmen (Anbringen von Taubengittern, die Eulen den Zutritt verwehren) negativ auf den Schleiereulenbestand aus, beklagt der NHP.Wer der Schleiereule mit einem Nistkasten helfen möchte, der kann sich beim Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" unter (0571) 3 98 64 48 melden.

Naturschützer helfen Schleiereule

Porta Westfalica-Möllbergen (mt/dh). Ein Nest hinter dem Schattenbrett kann jetzt auf dem Bauernhof "Löwenburg" in Möllbergen gebaut werden - und zwar von der Schleiereule.

Naturschützer Friedel Hauptmeier und Biolandwirt Eckhard Hölkemeier (v.l.) freuen sich über den Schleiereulenkasten auf dem Möllberger Hof "Löwenburg". - © Foto: privat
Naturschützer Friedel Hauptmeier und Biolandwirt Eckhard Hölkemeier (v.l.) freuen sich über den Schleiereulenkasten auf dem Möllberger Hof "Löwenburg". - © Foto: privat

Denn der Nistkasten für die Schleiereule weist zwischen Einflugloch und Brutraum extra ein Schattenbrett auf, sodass sich die Eulen auch tagsüber im Dunkeln aufhalten können, wenn sie ab April die vier bis sieben Eier ausbrüten.

Ermöglicht hat die Nisthilfe Nebenerwerbslandwirt Eckhard Hölkemeier, der die nachtaktiven Mäusejäger auf dem Dachboden seines biologisch-dynamisch betriebenen Demeter-Hofes duldet. Der Eulenkasten wurde vom Berufsbildungswerk des Wittekindshofes gebaut und vom Verein Naturschutz und Heimatpflege Porta (NHP) installiert.

Taubengitter verwehren Eulen den Zugang

Dazu haben die Naturschützer Friedel Hauptmeier und Holger Hansing den sperrigen Kasten hinter das offene Giebelfenster des Dachbodens gehängt. "Der Standort ist ideal, da sich der Biohof zwischen Weiden und Feldern befindet, sodass die Eulen vermutlich viele Mäuse zur Ernährung ihres Nachwuchses finden werden", sagt Holger Hansing.

Andernorts ist die Art durch Nahrungsknappheit aufgrund von intensiver Land- und Forstwirtschaft gefährdet. Wer der Schleiereule helfen möchte, sollte extensiv bewirtschaftete Wiesen, breite Feld- und Wegränder, Hecken und Winterstoppeln auf den Feldern erhalten, sodass die Eulen Kleinsäuger wie Feld-, Wühl- und Spitzmäuse fangen können.

Weil sie die Mäusebestände niedrig hält, war die Schleiereule früher ein gern gesehener Gast auf jedem Bauernhof. Man kann sie mit ihrem hellen herzförmigen Gesichtsschleier deshalb auch als Charaktervogel des ländlichen Raumes bezeichnen. Sie ist als sogenannter Kulturfolger auf Nistplätze angewiesen, die von Menschhand geschaffen wurden.

Darum wirke sich die Umnutzung von Ställen und Scheunen oder die Sanierung von alten Bauwerken wie Kirchtürmen (Anbringen von Taubengittern, die Eulen den Zutritt verwehren) negativ auf den Schleiereulenbestand aus, beklagt der NHP.

Wer der Schleiereule mit einem Nistkasten helfen möchte, der kann sich beim Verein "Naturschutz und Heimatpflege Porta" unter (0571) 3 98 64 48 melden.

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