Nach langer Pause im Streit: Am Samstag öffnet der Kiosk an der Wittekindsburg wieder Thomas Lieske Porta Westfalica-Barkhausen. Das ist eine überraschende Wendung im Streit um den Kiosk an der Wittekindsburg: Auf der Facebook-Seite „Die Wittekindsburg“ hat der Verein Witthüs am späteren Mittwochabend bekannt gegeben, dass der Burg-Kiosk ab Samstag wieder geöffnet wird. Bisher hatte der verantwortliche Verein die Schotten dicht gehalten und auf ein laufendes Klageverfahren gegen die Stadt Porta Westfalica verwiesen. Was genau dazu führte, dass der Verein nun den Kiosk doch wieder für Besucher öffnet, bleibt allerdings unklar. Auf eine MT-Anfrage reagiert Witthüs-Vorsitzender Martin Möller am Donnerstag verschlossen: „Wir sprechen mit dem MT nicht mehr über die Wittekindsburg.“ Auf seiner Facebook-Seite spricht der Verein von einem „verrückten Weg“, der hinter ihm liege. „Nennen wir es vielleicht einfach ein Stück Geschichte, die nun auch zur Burg gehört.“ Gemeint ist das Klageverfahren des Vereins gegen die Stadt. Darin will der Verein nach eigenen Angaben die baurechtliche Situation zwischen der Wittekindsburg und dem benachbarten Gästehaus klären, das einen anderen Besitzer hat. Aus Sicht des Vereins hat das Gästehaus keine rechtsgültige Baugenehmigung und müsse abgerissen werden. Die Stadt sieht allerdings für beide Bauten einen Bestandsschutz. Was genau in der zuletzt stattgefundenen Gerichtsverhandlung besprochen wurde, bleibt ebenso unklar. Beide Parteien vereinbarten Stillschwiegen – derzeit ruht das Klageverfahren. Nur grob geht der Verein auf die aktuelle Situation ein: „Weil wir nach unserem kürzlichen Gerichtstermin sehr zuversichtlich sind, was die Zukunft der Burg angeht, haben wir entschieden, den Kioskbetrieb ab Samstag wieder aufzunehmen“, heißt es weiter in den sozialen Medien. Was genau den Verein zuversichtlich stimmt, bleibt allerdings ungeklärt. Am Mittwoch habe es spontan ein Treffen mit Politikern aus den Stadträten Porta und Minden sowie aus dem Kreis am Burg-Kiosk gegeben. Die Gespräche zur Klage und zur Zukunft des Vereins seien gut verlaufen, berichtet der Verein seinen Followern. Der Kiosk wird – so schreibt der Verein wiederum am Donnerstagmorgen auf Facebook – am Samstag gegen 11 Uhr das erste Mal nach monatelanger Pause wieder öffnen. „Mindestens an den Wochenenden und bei erträglichem Wetter“, heißt es weiter. Und zwar „bis uns kalt wird, ca. 17 bis 18 Uhr“. Genau definierte Öffnungszeiten scheint es derzeit damit nicht zu geben. Womöglich gehört für Spaziergänger auch ein bisschen Glück dazu, auf einen offenen Betrieb zu treffen. Klar kommuniziert der Kioskbetreiber dagegen, dass es dort nur warme und kalte Getränke geben wird. Ein Picknick sollten Besucher selbst mitbringen, wenn sie am Kiosk auch etwas essen möchten. Womöglich wird am Sonntag ein externer Betreiber mit einem Versorgungswagen zur Burg kommen. Die Toiletten im Burg-Gebäude hält der Verein während der Öffnung des Kiosks ebenfalls offen. Im Gebäude bestehe Maskenpflicht. Zudem bitten die Verantwortlichen per sozialer Medien, den Abstand und die übrigen Hygieneregeln einzuhalten. Zuletzt hatte das Thema Wittekindsburg und Burg-Kiosk auch immer wieder im politischen Raum für Diskussionen gesorgt. Nach einem Antrag des Ratsherrn Reinhard Geffert (SPD) gab es etwa im Ausschuss für Tourismus und Wirtschaftsförderung eine Debatte. Geffert forderte im Namen der SPD, dass der Burg-Kiosk wieder geöffnet werden sollte. Noch in der Sitzung, in der der scheidende Ratsherr nicht anwesend war, ruderten SPD-Mitglieder zurück, nachdem andere Fraktionen und auch Vereinsvorsitzender Martin Möller intervenierten. Man einigte sich schließlich auf die Formulierung „Der Ausschuss würde es begrüßen, wenn der Burg-Kiosk wieder öffnet“.

Nach langer Pause im Streit: Am Samstag öffnet der Kiosk an der Wittekindsburg wieder

Zuletzt war bereits die Terrasse der Wittekindsburg wieder für Besucher geöffnet. Am Samstag will der Verein auch die Schotten des Burg-Kiosks wieder hochmachen. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © Korfesmeyer,Carsten

Porta Westfalica-Barkhausen. Das ist eine überraschende Wendung im Streit um den Kiosk an der Wittekindsburg: Auf der Facebook-Seite „Die Wittekindsburg“ hat der Verein Witthüs am späteren Mittwochabend bekannt gegeben, dass der Burg-Kiosk ab Samstag wieder geöffnet wird. Bisher hatte der verantwortliche Verein die Schotten dicht gehalten und auf ein laufendes Klageverfahren gegen die Stadt Porta Westfalica verwiesen.

Was genau dazu führte, dass der Verein nun den Kiosk doch wieder für Besucher öffnet, bleibt allerdings unklar. Auf eine MT-Anfrage reagiert Witthüs-Vorsitzender Martin Möller am Donnerstag verschlossen: „Wir sprechen mit dem MT nicht mehr über die Wittekindsburg.“ Auf seiner Facebook-Seite spricht der Verein von einem „verrückten Weg“, der hinter ihm liege. „Nennen wir es vielleicht einfach ein Stück Geschichte, die nun auch zur Burg gehört.“ Gemeint ist das Klageverfahren des Vereins gegen die Stadt.

Darin will der Verein nach eigenen Angaben die baurechtliche Situation zwischen der Wittekindsburg und dem benachbarten Gästehaus klären, das einen anderen Besitzer hat. Aus Sicht des Vereins hat das Gästehaus keine rechtsgültige Baugenehmigung und müsse abgerissen werden. Die Stadt sieht allerdings für beide Bauten einen Bestandsschutz. Was genau in der zuletzt stattgefundenen Gerichtsverhandlung besprochen wurde, bleibt ebenso unklar. Beide Parteien vereinbarten Stillschwiegen – derzeit ruht das Klageverfahren.

Nur grob geht der Verein auf die aktuelle Situation ein: „Weil wir nach unserem kürzlichen Gerichtstermin sehr zuversichtlich sind, was die Zukunft der Burg angeht, haben wir entschieden, den Kioskbetrieb ab Samstag wieder aufzunehmen“, heißt es weiter in den sozialen Medien. Was genau den Verein zuversichtlich stimmt, bleibt allerdings ungeklärt. Am Mittwoch habe es spontan ein Treffen mit Politikern aus den Stadträten Porta und Minden sowie aus dem Kreis am Burg-Kiosk gegeben. Die Gespräche zur Klage und zur Zukunft des Vereins seien gut verlaufen, berichtet der Verein seinen Followern.

Der Kiosk wird – so schreibt der Verein wiederum am Donnerstagmorgen auf Facebook – am Samstag gegen 11 Uhr das erste Mal nach monatelanger Pause wieder öffnen. „Mindestens an den Wochenenden und bei erträglichem Wetter“, heißt es weiter. Und zwar „bis uns kalt wird, ca. 17 bis 18 Uhr“. Genau definierte Öffnungszeiten scheint es derzeit damit nicht zu geben. Womöglich gehört für Spaziergänger auch ein bisschen Glück dazu, auf einen offenen Betrieb zu treffen.

Klar kommuniziert der Kioskbetreiber dagegen, dass es dort nur warme und kalte Getränke geben wird. Ein Picknick sollten Besucher selbst mitbringen, wenn sie am Kiosk auch etwas essen möchten. Womöglich wird am Sonntag ein externer Betreiber mit einem Versorgungswagen zur Burg kommen. Die Toiletten im Burg-Gebäude hält der Verein während der Öffnung des Kiosks ebenfalls offen.

Im Gebäude bestehe Maskenpflicht. Zudem bitten die Verantwortlichen per sozialer Medien, den Abstand und die übrigen Hygieneregeln einzuhalten.

Zuletzt hatte das Thema Wittekindsburg und Burg-Kiosk auch immer wieder im politischen Raum für Diskussionen gesorgt. Nach einem Antrag des Ratsherrn Reinhard Geffert (SPD) gab es etwa im Ausschuss für Tourismus und Wirtschaftsförderung eine Debatte. Geffert forderte im Namen der SPD, dass der Burg-Kiosk wieder geöffnet werden sollte. Noch in der Sitzung, in der der scheidende Ratsherr nicht anwesend war, ruderten SPD-Mitglieder zurück, nachdem andere Fraktionen und auch Vereinsvorsitzender Martin Möller intervenierten. Man einigte sich schließlich auf die Formulierung „Der Ausschuss würde es begrüßen, wenn der Burg-Kiosk wieder öffnet“.

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