Nach dem Brand kam der Abriss: Warum der Schuttberg an der B 482 noch immer da ist Hans-Martin Polte Porta Westfalica-Lerbeck (pte). Einen wenig schönen Anblick bietet seit Januar ein großer Schutthaufen in Lerbeck neben der Bundesstraße 482 für Autofahrer, die von der Ampelkreuzung B 482 / Zur Porta in Richtung Bahnhof fahren. Und für Radfahrer und Fußgänger, die den bergseitig gelegenen kombinierten Geh- und Radweg benutzen, werden die Reste der Brandruine sogar zu einer großen Gefahrenquelle, weil die Absperrgitter stellenweise nur eine Breite von 80 Zentimetern neben der viel befahrenen Durchgangstraße lassen.Viele Bürger sind darüber verwundert, dass die hässlichen Überreste der Brandruine immer noch nicht weggeräumt worden sind. Denn immerhin fand der Brand, dem das ehemalige „Gasthaus Porta Westfalica“ zum Opfer fiel, schon am 11. Januar statt.Aus Sicherheitsgründen musste das abgebrannte Haus zwei Tage nach dem Feuer abgerissen werden (das MT berichtete). Dadurch entstand der jetzt beklagte Schuttberg, der offenbar dazu verleitet, auch noch anderen Müll wie Autoreifen, größeres Kinderspielzeug und Plastikplanen dort zu entsorgen.Da sich in den vergangenen fünf Monaten an dem Zustand nichts geändert hat, sieht alles zunächst nach Stillstand und Untätigkeit der Behörden aus. Bei näherem Hinsehen stellt sich von Seiten der Stadt und des Kreises eine Beseitigung des Schuttberges als besonders schwierig dar, weil sich der inzwischen gefundene Eigentümer des zuletzt sehr heruntergekommenen Hauses wenig kooperativ verhält.Der Technische Beigeordnete der Stadt Stefan Mohme sagt dazu auf Nachfrage: „Der Besitzer wurde seitens der Stadt schon mehrfach aufgefordert, auf dem Grundstück einen ordnungsgemäßen Zustand (Beseitigung des Bauschutts) herzustellen. Bisher ist dieses nicht erfolgt.“Nachdem inzwischen Stadt und Kreis die Rechts- und Sachlage gemeinsam geprüft haben, sieht der Ablauf zur Beseitigung des Schuttberges nach Stefan Mohme wie folgt aus: „Sollte der Hausbesitzer nicht freiwillig eine Beseitigung beauftragen, wäre nach jetzigem Prüfungsstand der Kreis als zuständige Behörde nach Abfallrecht am Zug, eine Ersatzvornahme anzuordnen, das heißt die Beseitigung zu beauftragen und die Kosten beim Eigentümer einzufordern. Sollte der Eigentümer die Kosten nicht bezahlen, sind entsprechende Zwangsmaßnahmen anzuordnen.“Auch die Polizei, die wegen der Brandursache ermittelte, bekam keinen Kontakt zu dem Besitzer des abgebrannten Hauses. Der Pressesprecher der Mindener Polizei Ralf Steinmeyer teilt dazu mit: „Einer Vorladung seitens der Polizei ist der Hausbesitzer nicht nachgekommen. Er muss das auch nicht. Damit hat er sich gegenüber der Polizei nicht geäußert.“Auf der Suche nach der Brandursache wurde damals die Brandstelle von einem Brandsachverständigen zusammen mit Beamten des Kriminalkommissariats 1 untersucht. Über das Ergebnis sagt Ralf Steinmeyer: „Auf Grund akuter Einsturzgefahr konnte die Brandruine nicht vollständig betreten werden. Dennoch gelangten die Experten zu der Auffassung, dass eine technische Ursache nicht sehr wahrscheinlich war. Somit bleiben als Ursache nur eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung übrig.“Die Befragung des einzigen Bewohners des Hauses, der während der Löscharbeiten angetroffen worden war, durch Brandermittler „erbrachte keine verwertbaren Hinweise“, wie es in einer Erklärung der Polizei heißt.Wenn also noch vieles bei der Angelegenheit rund um das abgebrannte Haus im Dunkeln liegt, wird man bei der Beseitigung des Schuttberges, so hoffen viele Bürger, bald grünes Licht sehen.

Nach dem Brand kam der Abriss: Warum der Schuttberg an der B 482 noch immer da ist

Für Fußgänger und Radfahrer ist der Absperrzaun ein Gefahrenpunkt, weil der kombinierte Geh- und Radweg neben der viel befahrenen Straße teilweise bis auf nur 80 Zentimeter eingeengt ist. © Foto: Hans-Martin Polte

Porta Westfalica-Lerbeck (pte). Einen wenig schönen Anblick bietet seit Januar ein großer Schutthaufen in Lerbeck neben der Bundesstraße 482 für Autofahrer, die von der Ampelkreuzung B 482 / Zur Porta in Richtung Bahnhof fahren. Und für Radfahrer und Fußgänger, die den bergseitig gelegenen kombinierten Geh- und Radweg benutzen, werden die Reste der Brandruine sogar zu einer großen Gefahrenquelle, weil die Absperrgitter stellenweise nur eine Breite von 80 Zentimetern neben der viel befahrenen Durchgangstraße lassen.

Viele Bürger sind darüber verwundert, dass die hässlichen Überreste der Brandruine immer noch nicht weggeräumt worden sind. Denn immerhin fand der Brand, dem das ehemalige „Gasthaus Porta Westfalica“ zum Opfer fiel, schon am 11. Januar statt.

Aus Sicherheitsgründen musste das abgebrannte Haus zwei Tage nach dem Feuer abgerissen werden (das MT berichtete). Dadurch entstand der jetzt beklagte Schuttberg, der offenbar dazu verleitet, auch noch anderen Müll wie Autoreifen, größeres Kinderspielzeug und Plastikplanen dort zu entsorgen.

Da sich in den vergangenen fünf Monaten an dem Zustand nichts geändert hat, sieht alles zunächst nach Stillstand und Untätigkeit der Behörden aus. Bei näherem Hinsehen stellt sich von Seiten der Stadt und des Kreises eine Beseitigung des Schuttberges als besonders schwierig dar, weil sich der inzwischen gefundene Eigentümer des zuletzt sehr heruntergekommenen Hauses wenig kooperativ verhält.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Stefan Mohme sagt dazu auf Nachfrage: „Der Besitzer wurde seitens der Stadt schon mehrfach aufgefordert, auf dem Grundstück einen ordnungsgemäßen Zustand (Beseitigung des Bauschutts) herzustellen. Bisher ist dieses nicht erfolgt.“

Nachdem inzwischen Stadt und Kreis die Rechts- und Sachlage gemeinsam geprüft haben, sieht der Ablauf zur Beseitigung des Schuttberges nach Stefan Mohme wie folgt aus: „Sollte der Hausbesitzer nicht freiwillig eine Beseitigung beauftragen, wäre nach jetzigem Prüfungsstand der Kreis als zuständige Behörde nach Abfallrecht am Zug, eine Ersatzvornahme anzuordnen, das heißt die Beseitigung zu beauftragen und die Kosten beim Eigentümer einzufordern. Sollte der Eigentümer die Kosten nicht bezahlen, sind entsprechende Zwangsmaßnahmen anzuordnen.“

Auch die Polizei, die wegen der Brandursache ermittelte, bekam keinen Kontakt zu dem Besitzer des abgebrannten Hauses. Der Pressesprecher der Mindener Polizei Ralf Steinmeyer teilt dazu mit: „Einer Vorladung seitens der Polizei ist der Hausbesitzer nicht nachgekommen. Er muss das auch nicht. Damit hat er sich gegenüber der Polizei nicht geäußert.“

Auf der Suche nach der Brandursache wurde damals die Brandstelle von einem Brandsachverständigen zusammen mit Beamten des Kriminalkommissariats 1 untersucht. Über das Ergebnis sagt Ralf Steinmeyer: „Auf Grund akuter Einsturzgefahr konnte die Brandruine nicht vollständig betreten werden. Dennoch gelangten die Experten zu der Auffassung, dass eine technische Ursache nicht sehr wahrscheinlich war. Somit bleiben als Ursache nur eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung übrig.“

Die Befragung des einzigen Bewohners des Hauses, der während der Löscharbeiten angetroffen worden war, durch Brandermittler „erbrachte keine verwertbaren Hinweise“, wie es in einer Erklärung der Polizei heißt.

Wenn also noch vieles bei der Angelegenheit rund um das abgebrannte Haus im Dunkeln liegt, wird man bei der Beseitigung des Schuttberges, so hoffen viele Bürger, bald grünes Licht sehen.

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