Nach Überfall in Barkhausen: Opfer lobt ungewöhnlich hohe Belohnung für heiße Spur aus Thomas Lieske Porta Westfalica-Barkhausen. Knapp viereinhalb Monate nach dem Überfall auf eine 62-jährige Barkhauserin in ihrem Wohnhaus im Füllenkamp bekommt der Fall eine neue Dynamik. Das Opfer selbst, mit dem das MT in Kontakt steht, hat nun zusammen mit seiner Familie eine Belohnung von 50.000 Euro ausgelobt. Die ungewöhnlich hohe Summe ist das Opfer bereit zu zahlen, wenn jemand Hinweise gibt, die nicht nur zur Ergreifung der Täter führen, sondern auch dafür sorgen, dass die geraubte Beute zurückkommt. Die Polizei hat die Auslobung der Belohnung mittlerweile gegenüber dem MT bestätigt: „Von der Auslobung einer Belohnung wurden unsere Ermittler kurzfristig in Kenntnis gesetzt. Ein vorherige Abstimmung ist nicht erfolgt“, erklärt Polizeisprecher Thomas Bensch. Das Ermittlungsverfahren gegen die noch unbekannten Täter, die Ende August am helllichten Tag das Opfer in seinem Haus überfielen und fesselten, ziehe sich weiter hin. „Die Spurenauswertung beim Landeskriminalamt NRW dauert noch an. Da unsere Ermittler mehrere Dutzend Spuren sichern konnten, nimmt die Auswertung erfahrungsgemäß auch einige Zeit in Anspruch“, sagt Bensch. Zwischenzeitlich habe die Polizei zudem diverse Zeugen vernommen. Zu den Ergebnissen dieser Befragungen wollen die Ermittler allerdings aus taktischen Gründen keine Angaben machen. Das Opfer selbst, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, geht im MT-Gespräch davon aus, dass die Täter gezielt vorgegangen sein müssen. Nach eigenen Angaben hätten sie unter anderem diverse Edelmetalle, sowie Gold- und anderen Schmuck mitgehen lassen. Der Schaden, der bei der Versicherung gelistet sei, belaufe sich auf einen höheren sechsstelligen Betrag. Hoffnung, diesen Schaden ersetzt zu bekommen, habe die Frau aber nicht. Denn die Versicherung decke nur den geringsten Teil der entstandenen Schäden ab. Wichtiger als der entstandene Schaden sei der Barkhauserin aber, dass der Fall aufgeklärt werde. Sie wolle Gewissheit haben, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, erzählt die Frau Auch deshalb habe sie die Belohnung so hoch angesetzt. Sie solle einen besonderen Anreiz geben, dass sich potenzielle Zeugen an auffällige Dinge an diesem Tag erinnern. Das könnte zum Beispiel der Wagen der Frau sein, den die Täter am Montag, 30. August, gegen 12 Uhr auf dem ersten Teil ihrer Fluchtroute in Richtung Petershagen nutzten. Der blaue Volvo-SUV sei zunächst mit offener Heckklappe losgefahren. Die Flucht führte zu der Straße „Auf dem Sande“ in Wietersheim, wo die Täter den SUV zurückließen und vermutlich in einen in einer Nachbarstraße abgestellten Wagen wechselten. Das Fahrzeug stellte die Polizei nach dem Überfall sofort sicher, um mögliche Spuren auszuwerten.Spuren hinterließen die mindestens zwei beteiligten Eindringlinge auch auf einer Überwachungskamera auf einem Verbindungsweg zum Füllenkamp. In den Aufzeichnungen sind zwei Männer zu sehen, die mit neuen Turnschuhen und vermutlich Anglerhosen bekleidet waren. Der Überfall dauerte laut Opfer rund eine Stunde. Nach einer kurzen Rangelei, bei der die Frau verletzt wurde, fesselten die Täter die Barkhauserin und durchsuchten das gesamte Haus. Anschließend flüchteten sie mit dem Wagen der Frau über eine noch unbekannte Route nach Wietersheim. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung der Polizei blieb jedoch erfolglos. Einer der beiden aufgezeichneten Männer wird auf 35 bis 40 Jahre geschätzt. Er ist knapp 1,80 bis 1,85 Meter groß, hatte blonde Haare sowie einen Stoppelbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke, grüner Arbeitshose, schwarzen Schuhen und schwarzer Strickmütze.Der zweite Täter wird auf eine Größe von 1,75 Metern rund 45 bis 55 Jahre geschätzt. Er hatte dunkle Haare und einen Stoppelbart. Der Mann trug eine grüne Arbeitshose und schwarze Schuhe. Beide trugen eine medizinische Maske und unterhielten sich in Deutsch und Englisch mit auffällig russischem Akzent. Wer sich an Details irgendwo im Umfeld des Überfallortes in der Straße Füllenkamp erinnert, kann sich noch immer an die Polizei wenden. Die ist unter Telefon (05 71) 88 66 0 zu erreichen. Parallel hatte die Polizei Anfang Oktober die Aufnahmen aus der Überwachungskamera veröffentlicht. Daraufhin habe es einen anonymen Hinweis gegeben, erklärt Thomas Bensch damals auf MT-Anfrage. Weitere Hinweise seien dann nicht mehr eingegangen. Das Überfallopfer und die Ermittler hoffen nun auf weitere Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen. Derzeit fehlt der Polizei noch die entscheidende heiße Spur.

Nach Überfall in Barkhausen: Opfer lobt ungewöhnlich hohe Belohnung für heiße Spur aus

Hier im Füllenkamp ist die Barkhauserin am helllichten Tage in ihrem Haus überfallen und anschließend gefesselt worden. Die Täter sind weiter unerkannt. MT-Foto (Archiv): Carsten Korfesmeyer

Porta Westfalica-Barkhausen. Knapp viereinhalb Monate nach dem Überfall auf eine 62-jährige Barkhauserin in ihrem Wohnhaus im Füllenkamp bekommt der Fall eine neue Dynamik. Das Opfer selbst, mit dem das MT in Kontakt steht, hat nun zusammen mit seiner Familie eine Belohnung von 50.000 Euro ausgelobt. Die ungewöhnlich hohe Summe ist das Opfer bereit zu zahlen, wenn jemand Hinweise gibt, die nicht nur zur Ergreifung der Täter führen, sondern auch dafür sorgen, dass die geraubte Beute zurückkommt.

Die Polizei hat die Auslobung der Belohnung mittlerweile gegenüber dem MT bestätigt: „Von der Auslobung einer Belohnung wurden unsere Ermittler kurzfristig in Kenntnis gesetzt. Ein vorherige Abstimmung ist nicht erfolgt“, erklärt Polizeisprecher Thomas Bensch. Das Ermittlungsverfahren gegen die noch unbekannten Täter, die Ende August am helllichten Tag das Opfer in seinem Haus überfielen und fesselten, ziehe sich weiter hin. „Die Spurenauswertung beim Landeskriminalamt NRW dauert noch an. Da unsere Ermittler mehrere Dutzend Spuren sichern konnten, nimmt die Auswertung erfahrungsgemäß auch einige Zeit in Anspruch“, sagt Bensch. Zwischenzeitlich habe die Polizei zudem diverse Zeugen vernommen. Zu den Ergebnissen dieser Befragungen wollen die Ermittler allerdings aus taktischen Gründen keine Angaben machen.

Das Opfer selbst, das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, geht im MT-Gespräch davon aus, dass die Täter gezielt vorgegangen sein müssen. Nach eigenen Angaben hätten sie unter anderem diverse Edelmetalle, sowie Gold- und anderen Schmuck mitgehen lassen. Der Schaden, der bei der Versicherung gelistet sei, belaufe sich auf einen höheren sechsstelligen Betrag. Hoffnung, diesen Schaden ersetzt zu bekommen, habe die Frau aber nicht. Denn die Versicherung decke nur den geringsten Teil der entstandenen Schäden ab.

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Patrick Schwemmling

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Wichtiger als der entstandene Schaden sei der Barkhauserin aber, dass der Fall aufgeklärt werde. Sie wolle Gewissheit haben, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, erzählt die Frau Auch deshalb habe sie die Belohnung so hoch angesetzt. Sie solle einen besonderen Anreiz geben, dass sich potenzielle Zeugen an auffällige Dinge an diesem Tag erinnern. Das könnte zum Beispiel der Wagen der Frau sein, den die Täter am Montag, 30. August, gegen 12 Uhr auf dem ersten Teil ihrer Fluchtroute in Richtung Petershagen nutzten. Der blaue Volvo-SUV sei zunächst mit offener Heckklappe losgefahren. Die Flucht führte zu der Straße „Auf dem Sande“ in Wietersheim, wo die Täter den SUV zurückließen und vermutlich in einen in einer Nachbarstraße abgestellten Wagen wechselten. Das Fahrzeug stellte die Polizei nach dem Überfall sofort sicher, um mögliche Spuren auszuwerten.

Spuren hinterließen die mindestens zwei beteiligten Eindringlinge auch auf einer Überwachungskamera auf einem Verbindungsweg zum Füllenkamp. In den Aufzeichnungen sind zwei Männer zu sehen, die mit neuen Turnschuhen und vermutlich Anglerhosen bekleidet waren. Der Überfall dauerte laut Opfer rund eine Stunde. Nach einer kurzen Rangelei, bei der die Frau verletzt wurde, fesselten die Täter die Barkhauserin und durchsuchten das gesamte Haus. Anschließend flüchteten sie mit dem Wagen der Frau über eine noch unbekannte Route nach Wietersheim.

Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung der Polizei blieb jedoch erfolglos. Einer der beiden aufgezeichneten Männer wird auf 35 bis 40 Jahre geschätzt. Er ist knapp 1,80 bis 1,85 Meter groß, hatte blonde Haare sowie einen Stoppelbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke, grüner Arbeitshose, schwarzen Schuhen und schwarzer Strickmütze.

Der zweite Täter wird auf eine Größe von 1,75 Metern rund 45 bis 55 Jahre geschätzt. Er hatte dunkle Haare und einen Stoppelbart. Der Mann trug eine grüne Arbeitshose und schwarze Schuhe. Beide trugen eine medizinische Maske und unterhielten sich in Deutsch und Englisch mit auffällig russischem Akzent.

Wer sich an Details irgendwo im Umfeld des Überfallortes in der Straße Füllenkamp erinnert, kann sich noch immer an die Polizei wenden. Die ist unter Telefon (05 71) 88 66 0 zu erreichen. Parallel hatte die Polizei Anfang Oktober die Aufnahmen aus der Überwachungskamera veröffentlicht. Daraufhin habe es einen anonymen Hinweis gegeben, erklärt Thomas Bensch damals auf MT-Anfrage. Weitere Hinweise seien dann nicht mehr eingegangen.

Das Überfallopfer und die Ermittler hoffen nun auf weitere Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen. Derzeit fehlt der Polizei noch die entscheidende heiße Spur.

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