Nach Flugzeugabsturz in Vennebeck: Zwischenbericht wird noch im Oktober erwartet Porta Westfalica/Braunschweig (dh). Der Flugzeugabsturz Mitte August in Porta wird die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig noch längere Zeit beschäftigen. Der Abschlussbericht sei erfahrungsgemäß etwa ein Jahr nach solch einem Unglück zu erwarten, teilt BFU-Pressesprecher Germout Freitag mit. Erst dann würden auch Aussagen zur Unfallursache getroffen. Bei dem Unglück auf dem Verkehrslandeplatz in Vennebeck war ein 61-jähriger Arzt aus Rinteln ums Leben gekommen. Einen Zwischenbericht will die BFU noch in diesem Monat veröffentlichen. Dieser habe den Charakter einer Bestandsaufnahme mit zahlreichen Fakten. Dabei würden grundsätzlich die Parameter Mensch/Maschine/Umwelt betrachtet. Eine Rolle spiele zum Beispiel, ob der Pilot die nötigen Lizenzen gehabt habe, ob die Maschine sich in einem einwandfreien Zustand befunden habe und wie das Wetter an diesem Tag gewesen sei. Der Sachstandsbericht soll Ende Oktober vorliegen. Das Flugzeugunglück ereignete sich am Sonntagnachmittag, 16. August. Wie Augenzeugen berichteten, war die Maschine nach dem Start in 40 bis 50 Metern Höhe nach links abgekippt, in ein Maisfeld gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Bergung von Pilot und Maschine dauerte bis zum frühen Montagmorgen an. Daran beteiligt war auch der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf. Grund: Das Flugzeug war mit einer Sprengpatrone ausgerüstet, die im Notfall einen Fallschirm herausschießt, der die Maschine dann zu Boden gleiten lässt. Bei dem Flugzeug handelte es sich um das Modell Siren der Firma Swiss Excellence. Dieses Ultraleichtflugzeug gilt als extrem schnell und wird seit 2017 gebaut. Das BFU untersucht nicht jeden Unfall mit Ultraleichtflugzeugen. Die Behörde wird m Fall dieser Maschinen nur dann aktiv, wenn sie sich dadurch neue Erkenntnisse erhofft,die möglicherweise künftige Unglücke verhindern.

Nach Flugzeugabsturz in Vennebeck: Zwischenbericht wird noch im Oktober erwartet

Das Flugzeug war nach dem Start nach links abgekippt, in ein Maisfeld gestürzt und in Flammen aufgegangen. © MT-Foto: Patrick Schwemling

Porta Westfalica/Braunschweig (dh). Der Flugzeugabsturz Mitte August in Porta wird die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig noch längere Zeit beschäftigen. Der Abschlussbericht sei erfahrungsgemäß etwa ein Jahr nach solch einem Unglück zu erwarten, teilt BFU-Pressesprecher Germout Freitag mit. Erst dann würden auch Aussagen zur Unfallursache getroffen. Bei dem Unglück auf dem Verkehrslandeplatz in Vennebeck war ein 61-jähriger Arzt aus Rinteln ums Leben gekommen.

Einen Zwischenbericht will die BFU noch in diesem Monat veröffentlichen. Dieser habe den Charakter einer Bestandsaufnahme mit zahlreichen Fakten. Dabei würden grundsätzlich die Parameter Mensch/Maschine/Umwelt betrachtet. Eine Rolle spiele zum Beispiel, ob der Pilot die nötigen Lizenzen gehabt habe, ob die Maschine sich in einem einwandfreien Zustand befunden habe und wie das Wetter an diesem Tag gewesen sei. Der Sachstandsbericht soll Ende Oktober vorliegen.

Das Flugzeugunglück ereignete sich am Sonntagnachmittag, 16. August. Wie Augenzeugen berichteten, war die Maschine nach dem Start in 40 bis 50 Metern Höhe nach links abgekippt, in ein Maisfeld gestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Bergung von Pilot und Maschine dauerte bis zum frühen Montagmorgen an. Daran beteiligt war auch der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf. Grund: Das Flugzeug war mit einer Sprengpatrone ausgerüstet, die im Notfall einen Fallschirm herausschießt, der die Maschine dann zu Boden gleiten lässt.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um das Modell Siren der Firma Swiss Excellence. Dieses Ultraleichtflugzeug gilt als extrem schnell und wird seit 2017 gebaut.

Das BFU untersucht nicht jeden Unfall mit Ultraleichtflugzeugen. Die Behörde wird m Fall dieser Maschinen nur dann aktiv, wenn sie sich dadurch neue Erkenntnisse erhofft,die möglicherweise künftige Unglücke verhindern.

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