Nach Corona-Pause: So lief die erste Woche für Grundschüler Thomas Lieske Porta Westfalica. Freitagvormittag, 9.30 Uhr: Britta Gundermann hat einen Augenblick Zeit, um durchzuatmen. Die Rektorin des Grundschulverbundes Holzhausen-Vennebeck ist grundsätzlich zufrieden mit dem Verlauf der ersten Unterrichtswoche nach dem Corona-Lockdown, in der alle Kinder wieder gleichzeitig anwesend waren. Sie weiß aber auch: „Wir sind noch immer weit entfernt von der Normalität.“ Während die Kinder sich freuen, dass die Klassen wieder komplett zusammen sind, müssen die Lehrkräfte immer wieder erklären, warum die Kinder auf dem Schulhof eine Maske tragen müssen, im Klassenraum aber nicht. „Das kann man einem Kind nicht verständlich erklären“, findet Gundermann. Dementsprechend müssten die Lehrerinnen und Lehrer auch ständig eingreifen – eine mühsame Aufgabe. Mittlerweile klappe es aber im Großen und Ganzen, dass die Kinder zumindest mit Maske zur Schule kommen. „Am Montag mussten wir noch viele Masken ausgeben. Der Vorrat neigt sich langsam dem Ende“, erklärt die Rektorin. Die Kinder seien weniger das Problem. „Wir haben immer noch Eltern, die ohne Maske den Schulhof betreten, obwohl alles ausgeschildert ist.“ Die größten Bedenken des Kollegiums haben sich aber nicht bestätigt: „Viele Eltern haben sich beim Unterricht zu Hause sehr in Zeug gelegt“, freut sich Gundermann. So habe das Einmaleins zu Hause deutlich besser geklappt, als in der Schule. Andere Dinge dagegen seien etwas auf der Strecke geblieben. Einen ersten Überblick über den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler haben sich die Lehrer bereits während des rollierenden Systems verschafft. „Daher wussten wir ganz gut, wo wir die Kinder am Montag abholen mussten“, erklärt die Rektorin. Sie weiß aber auch: „Die unterschiedlichen Wissensstände werden uns im nächsten Schuljahr noch begleiten. Da müssen wir so manches nochmal vertiefen.“ Für das kommende Schuljahr, das im August beginnt, würde sie sich wünschen, dass es im Normalbetrieb startet – „wenn die Infektionszahlen das zulassen“. Der sei vor allem für die dann startenden Erstklässler wichtig, findet die Rektorin. „Ansonsten mache ich mir große Sorgen, dass sie nicht verstehen, wie das System Schule funktioniert.“ Außerdem könne das derzeitige Schichtsystem für die große Pause, das Aufsichtspersonal rund eine Stunde bindet, so im kommenden Schuljahr nicht weiter durchgehalten werden. Dafür könne sich die Rektorin allerdings durchaus einen Mix aus Präsenzunterricht und Unterricht zu Hause vorstellen – „natürlich mit einem größeren Anteil an Präsenztagen in der Schule“. Denn die Phase im Lockdown und danach, in der die Schulen dicht waren, hätten zumindest an den Standorten Vennebeck und Holzhausen gezeigt, dass einiges geht im Homeschooling. Bleibt noch der Blick auf die Verabschiedung der Viertklässler vor den Sommerferien. „Eigentlich haben wir dazu immer alle Klassen im Forum versammelt, und die Viertklässler und teils auch andere Klassen haben Theaterstücke, Musikstücke oder andere Aufführungen vorbereitet.“ Dazu seien die Eltern gekommen, es habe immer ein schönes Fest gegeben. Das wird in diesem Schuljahr nicht möglich sein, bedauert Gundermann. Um den Abschied aber doch noch ein wenig würdevoll zu gestalten, hat sich das Kollegium etwas überlegt. Zumindest die vierten Klassen sollen sich – in Holzhausen wegen der Aufteilung in a und b in zwei Schichten, in Vennebeck in einer Schicht – in der Turnhalle versammeln. Dazu dürfe ein Elternteil pro Kind kommen. „Und dann werden wir die Übergabe der wichtigen Zeugnisse so feierlich wie eben möglich gestalten.“

Nach Corona-Pause: So lief die erste Woche für Grundschüler

Für das neue Schuljahr hofft die Rektorin auf eine Rückkehr zur Normalität. MT-Foto (Archiv): Dirk Haunhorst

Porta Westfalica. Freitagvormittag, 9.30 Uhr: Britta Gundermann hat einen Augenblick Zeit, um durchzuatmen. Die Rektorin des Grundschulverbundes Holzhausen-Vennebeck ist grundsätzlich zufrieden mit dem Verlauf der ersten Unterrichtswoche nach dem Corona-Lockdown, in der alle Kinder wieder gleichzeitig anwesend waren. Sie weiß aber auch: „Wir sind noch immer weit entfernt von der Normalität.“

Während die Kinder sich freuen, dass die Klassen wieder komplett zusammen sind, müssen die Lehrkräfte immer wieder erklären, warum die Kinder auf dem Schulhof eine Maske tragen müssen, im Klassenraum aber nicht. „Das kann man einem Kind nicht verständlich erklären“, findet Gundermann. Dementsprechend müssten die Lehrerinnen und Lehrer auch ständig eingreifen – eine mühsame Aufgabe.

Mittlerweile klappe es aber im Großen und Ganzen, dass die Kinder zumindest mit Maske zur Schule kommen. „Am Montag mussten wir noch viele Masken ausgeben. Der Vorrat neigt sich langsam dem Ende“, erklärt die Rektorin. Die Kinder seien weniger das Problem. „Wir haben immer noch Eltern, die ohne Maske den Schulhof betreten, obwohl alles ausgeschildert ist.“

Die größten Bedenken des Kollegiums haben sich aber nicht bestätigt: „Viele Eltern haben sich beim Unterricht zu Hause sehr in Zeug gelegt“, freut sich Gundermann. So habe das Einmaleins zu Hause deutlich besser geklappt, als in der Schule. Andere Dinge dagegen seien etwas auf der Strecke geblieben. Einen ersten Überblick über den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler haben sich die Lehrer bereits während des rollierenden Systems verschafft. „Daher wussten wir ganz gut, wo wir die Kinder am Montag abholen mussten“, erklärt die Rektorin. Sie weiß aber auch: „Die unterschiedlichen Wissensstände werden uns im nächsten Schuljahr noch begleiten. Da müssen wir so manches nochmal vertiefen.“

Für das kommende Schuljahr, das im August beginnt, würde sie sich wünschen, dass es im Normalbetrieb startet – „wenn die Infektionszahlen das zulassen“. Der sei vor allem für die dann startenden Erstklässler wichtig, findet die Rektorin. „Ansonsten mache ich mir große Sorgen, dass sie nicht verstehen, wie das System Schule funktioniert.“ Außerdem könne das derzeitige Schichtsystem für die große Pause, das Aufsichtspersonal rund eine Stunde bindet, so im kommenden Schuljahr nicht weiter durchgehalten werden.

Dafür könne sich die Rektorin allerdings durchaus einen Mix aus Präsenzunterricht und Unterricht zu Hause vorstellen – „natürlich mit einem größeren Anteil an Präsenztagen in der Schule“. Denn die Phase im Lockdown und danach, in der die Schulen dicht waren, hätten zumindest an den Standorten Vennebeck und Holzhausen gezeigt, dass einiges geht im Homeschooling.

Bleibt noch der Blick auf die Verabschiedung der Viertklässler vor den Sommerferien. „Eigentlich haben wir dazu immer alle Klassen im Forum versammelt, und die Viertklässler und teils auch andere Klassen haben Theaterstücke, Musikstücke oder andere Aufführungen vorbereitet.“ Dazu seien die Eltern gekommen, es habe immer ein schönes Fest gegeben. Das wird in diesem Schuljahr nicht möglich sein, bedauert Gundermann. Um den Abschied aber doch noch ein wenig würdevoll zu gestalten, hat sich das Kollegium etwas überlegt. Zumindest die vierten Klassen sollen sich – in Holzhausen wegen der Aufteilung in a und b in zwei Schichten, in Vennebeck in einer Schicht – in der Turnhalle versammeln. Dazu dürfe ein Elternteil pro Kind kommen. „Und dann werden wir die Übergabe der wichtigen Zeugnisse so feierlich wie eben möglich gestalten.“

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