Nach 51 Jahren in den Ruhestand: Gisela Bernstein verlässt Unternehmensspitze in Porta Westfalica Thomas Lieske Porta Westfalica-Hausberge (mt/lies). Ihr Weg bei der Bernstein AG begann als Sachbearbeiterin. Jetzt, 51 Jahre später, endet ihr Weg in dem Unternehmen: Gisela Bernstein zieht sich aus der Führung der Bernstein AG zurück. Ein endgültiger Abschied ist das aber nicht. Sie ist die Schwiegertochter des Firmengründers Hans Bernstein und Ehefrau des langjährigen Geschäftsführers und Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Bernstein, die den Staffelstab nun an die dritte Generation, ihre Kinder Achim und Nicole Bernstein, weitergibt. Damit überlässt sie ihren Kindern das Feld mit rund 500 Mitarbeitern in zehn Ländern. Die Bernstein AG produziert industrielle Sicherheit- und Gebäudetechnik. Zuletzt versorgte das Unternehmen zahlreiche Supermärkte und Kaufhäuser mit speziellen Desinfektionssäulen, in die auch einen Kundenzähler integriert war (MT berichtete). 1970 nahm Gisela Bernstein als Sachbearbeiterin für Auslandskunden ihre Arbeit im Unternehmen erstmals auf. Ziel sollte sein, neue europaweite Geschäftsbeziehungen für Bernstein aufzubauen. Nachdem sie sich dieser Herausforderung stellte, übernahm sie 1988 die Leitung der Exportabteilung. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sei es ihr gelungen, den Gesamtumsatz damals mit Hilfe des Exports wesentlich auszubauen. Maßgeblich war Gisela Bernstein zudem am Aufbau der Tochtergesellschaften in zahlreichen Ländern wie Österreich, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden – sogar in den USA – beteiligt. 2008 wurde Gisela Bernstein in den Vorstand berufen, dessen Vorsitz sie seit 2010 innehat. In diese Zeit fiel es auch, dass ihr Mann Hans-Joachim Bernstein krankheitsbedingt die Geschicke des Unternehmens nicht mehr leiten konnte. „Ich blicke auf eine sehr ereignisreiche und aufregende Zeit zurück und bin dankbar für alle Erfahrungen, Begegnungen und Erfolge, die ich im Laufe der Jahrzehnte erlebt habe“, sagt Bernstein. Dem Unternehmen bleibt sie aber als Mitglied des Aufsichtsrates erhalten.

Nach 51 Jahren in den Ruhestand: Gisela Bernstein verlässt Unternehmensspitze in Porta Westfalica

Gisela Bernstein (von links) zieht sich aus dem Unternehmen zurück. Nicole und Achim Bernstein bilden künftig den Vorstand. Foto: Bernstein AG © Bernstein AG

Porta Westfalica-Hausberge (mt/lies). Ihr Weg bei der Bernstein AG begann als Sachbearbeiterin. Jetzt, 51 Jahre später, endet ihr Weg in dem Unternehmen: Gisela Bernstein zieht sich aus der Führung der Bernstein AG zurück. Ein endgültiger Abschied ist das aber nicht.

Sie ist die Schwiegertochter des Firmengründers Hans Bernstein und Ehefrau des langjährigen Geschäftsführers und Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Bernstein, die den Staffelstab nun an die dritte Generation, ihre Kinder Achim und Nicole Bernstein, weitergibt. Damit überlässt sie ihren Kindern das Feld mit rund 500 Mitarbeitern in zehn Ländern.

Die Bernstein AG produziert industrielle Sicherheit- und Gebäudetechnik. Zuletzt versorgte das Unternehmen zahlreiche Supermärkte und Kaufhäuser mit speziellen Desinfektionssäulen, in die auch einen Kundenzähler integriert war (MT berichtete).


1970 nahm Gisela Bernstein als Sachbearbeiterin für Auslandskunden ihre Arbeit im Unternehmen erstmals auf. Ziel sollte sein, neue europaweite Geschäftsbeziehungen für Bernstein aufzubauen. Nachdem sie sich dieser Herausforderung stellte, übernahm sie 1988 die Leitung der Exportabteilung. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sei es ihr gelungen, den Gesamtumsatz damals mit Hilfe des Exports wesentlich auszubauen.

Maßgeblich war Gisela Bernstein zudem am Aufbau der Tochtergesellschaften in zahlreichen Ländern wie Österreich, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden – sogar in den USA – beteiligt.

2008 wurde Gisela Bernstein in den Vorstand berufen, dessen Vorsitz sie seit 2010 innehat. In diese Zeit fiel es auch, dass ihr Mann Hans-Joachim Bernstein krankheitsbedingt die Geschicke des Unternehmens nicht mehr leiten konnte. „Ich blicke auf eine sehr ereignisreiche und aufregende Zeit zurück und bin dankbar für alle Erfahrungen, Begegnungen und Erfolge, die ich im Laufe der Jahrzehnte erlebt habe“, sagt Bernstein. Dem Unternehmen bleibt sie aber als Mitglied des Aufsichtsrates erhalten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Porta Westfalica